#76

RE: an Bord der Abnoba

in Archiv 2016 Allgemein 27.10.2016 22:38
von Britta • 10.642 Beiträge

Das Glas brachte erstmal wenig Offenbarung, aber Jonathan musste unwillkürlich an seine Reise denken. Anscheinend hatte der Orden der Reinheit mehr vor als "nur" zu heilen...alle kamen zusammen..er dachte daran, wie entsetzt ihn Katharina angesehen hatte, als er vom Fünften der Fünf sprach. "Dann macht es keinen Sinn noch zu kämpfen. Wenn es älter und größer ist als die Götter, MÜSSEN Wir verlieren..." Ja...es würde wieder Krieg geben..eigentlich war er nie vorbei gewesen. Ja, Wissen musste verbreitet werden. ABER war es klug, nicht nur zu sagen, es geschieht, sondern auch gleich noch zu sagen, dass jeder Sieg nur ein Etappensieg ist, dass am Ende...die Auslöschung von allem stand?

Wissen musste verbreitet werden, doch...er musste behutsam sein. Von allen Priestern war er nicht nur Bibliothekar, nicht nur Wissenssammler..er war SEELSORGER. Früher hatten sie alles Wissen verbreitet - jetzt hüteten sie es. Das Pendel war zu weit ausgeschlagen. Aber...jetzt war die Frage: WEM erzählte man WAS? Was würde diese Frau mit ihrem Wissen anfangen? Was wusste er über sie, dass er ihr vertraute?

PRÜFE WEM DU DIE WAHRHEIT IN WELCHEM AUSMASS SAGEN KANNST.
DANN SAGE SIE.
DOCH NIMM IHNEN NICHT DIE HOFFNUNG. ES REICHT WENN SIE WISSEN; DIE GEFAHR IST VON JENSEITS DIESER WELT UND MACHTVOLL WIE DIE GÖTTER: DANN HABEN SIE NOCH HOFFNUNG; DASS GÖTTER UND MENSCHEN ES GEMEINSAM GELINGEN KÖNNTE.

kurz spürte er wie in einem Buch geblättert wurde. "Wenn es dich nicht stört, dass sie eine mehrfache Mörderin ist...ist sie eine gute Verbündete."

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#77

RE: an Bord der Abnoba

in Archiv 2016 Allgemein 27.10.2016 22:56
von Gelöschtes Mitglied
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Marcian blickte sie lange an, es war keine Herausforderung, noch war Zorn oder Verstimmung zu erkennen. Nach einem Moment der Spannung der Gefühlt viel länger anhielt als tatsächlich atmete Marcian tief durch und lächelte wieder.

"Ich schätze eure direkte unverblümte Art, da ich sie bevorzuge und am liebsten auch selbst, zum Leidwesen meiner Offiziere, benutzte. Deshalb will ich euch zum Teil auf eure Frage antworten. Nur zum Teil weil wir uns für eine ausführliche Antwort einfach nicht gut genug kennen, aber das mag sich ja vielleicht ändern. Also wer bin ich? Ich bin Marcian Mac Melone und war einst ein Findelkind. All dies was ihr hier seht habe ich mir erarbeitet, nichts wurde mir geschenkt oder vererbt. Meine Männer sind gut gekleidet weil ich für sie sorge als wären sie meine Familie, zum Teil sind sie es sogar. Die welche eine Anstellung auf Lebenszeit erlangt haben wohnen mit ihren Familien auf meinen Anwesen, unter meinen Dach. Nichts an Bord wird verschwendet, haben wir von etwas Zuviel geben wir es denen die weniger haben als wir..."

Bei diesen Worten deutete er auf Veigh.

"...wie er euch bestätigen kann. Seit wir hier angelegt haben bringen wir alles was wir nicht selber verbrauchen jeden Tag zum Waisenhaus. Seit dem Brand haben wir sogar zusätzliche Vorräte dorthin geschafft, wir haben es im Stillen getan ohne Aufhebens darum zu machen. Mir geht es nicht um die Anerkennung oder den Dank nur um die Tat und die Hilfe. Ja dieses Schiff mag Größer und Prächtiger sein als nötig, aber es ist auch stabiler als jedes Schiff das ihr je gesehen habt. Dort am Fenster ist keine Täfelung, schaut euch das Holz an, als Alchemistin müsstet ihr erkennen was es so besonders macht. Inzwischen bin ich ein reicher und auch ein durchaus mächtiger Mann, doch ich habe nie ..."

Marcian stockte kurz.

"... Nein seinen wir ehrlich. Ich habe fast nie vergessen wo ich herkomme und das eine mal wo es mir fast passiert wäre haben mich die Götter gelehrt es nie wieder zu vergessen und diese Lektion habe ich verinnerlicht. Ich nutze meine Macht und meinen Reichtum um zu helfen. Meine Methoden mögen machen nicht immer gefallen aber ich komme ans Ziel und den Leuten denen geholfen werden muss wurde geholfen, zu schaden kamen bisher nur jene die das verhindern wollten. Und nun Frage ich euch könnt ihr mit so jemandem Bekannt sein, wollen wir einander besser kennen lernen und wenn ja wer oder was seit ihr?"

Diesmal war Marcian´s Lächeln eine Herausforderung, ob sie zu der gleichen Offenheit fähig wäre wie er.


Es gibt drei Arten des Lernens:
durch Nachahmung - das ist die einfachste Art
durch Nachdenken - das ist die edelste Art
und durch Erfahrung - das ist die bitterste Art

zuletzt bearbeitet 27.10.2016 22:57 | nach oben springen

#78

RE: an Bord der Abnoba

in Archiv 2016 Allgemein 27.10.2016 23:13
von Britta • 10.642 Beiträge

Sie sah ihn an, ihre Augen waren schmal.

"ihr habt viel geredet und ich gehe davon aus, dass alles wahr ist - doch seien wir ehrlich: es ist keine Antwort, nicht wahr?"

Die Angst war immer noch da, aber stärker als die Angst war der schwelende Zorn.

"ich sah das Flaggschiff des Königs des Altvorderen Königreiches, Herrscher über die Kernlande, den inneren und äußeren Ring ...und es war HALB so groß wie dieses Schiff. Also...Marcian Mac Melone, Ihr könnt mir sagen, dass ihr Wasser und Nahrung mit mir teilen wolltet und ich gefälligst meine Fragen unterlasse. ODER IHR sagt mir die WAHRHEIT. WER oder WAS seid Ihr?"

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#79

RE: an Bord der Abnoba

in Archiv 2016 Allgemein 27.10.2016 23:25
von Gelöschtes Mitglied
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Wieder lächelte er, er spürte ihren Zorn.

"Ja ihr habt recht, ich habe viel geredet und doch nicht gesagt. Also gut damit das nicht nochmal geschieht werde ich diesmal nicht ins Blaue reden sondern auf eine konkrete Frage antworten die mehr beinhaltet als ein Wer seit ihr. Also fragt, denn ich werde niemandem an diesem Tisch den Mund verbieten nur weil er wissen will in wessen Gesellschaft er oder sie sich befindet. Ich kann ja immer noch entscheiden das es für die Antwort auf eine bestimmte Frage noch zu früh ist. Doch für jede Frage die ihr stellt werde ich eine stellen. Einverstanden?"

Und wieder dieses Lausbubenlächeln.


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und durch Erfahrung - das ist die bitterste Art

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#80

RE: an Bord der Abnoba

in Archiv 2016 Allgemein 27.10.2016 23:28
von Britta • 10.642 Beiträge

Sie überlgte, sah auf die Karaffe mit Wasser, sah zu Wieland, dann zu Jonathan...dann nickte sie.

"WAS seid ihr?"

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#81

RE: an Bord der Abnoba

in Archiv 2016 Allgemein 27.10.2016 23:35
von Gelöschtes Mitglied
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Marcian blickte ihr tief und fest in die Augen.

"Ich hoffe das schockiert euch jetzt nicht, aber wenn ihr eine ehrliche Antwort wollt dann..."

Marcian zögerte kurz und man merkte das sich beide Offiziere anspannten in Erwartung einer eher heftigen Reaktion der Gäste. Sie Konzentrierten sich auf Wieland und Althea. In einen sehr ruhigen Ton fuhr Marcian fort.

"... Nun ich bin ein Gestaltwandler."

Es klang als hätte er festgestellt das es ein schöner sonniger Morgen sein und es nicht besonderes zu berichten gibt.


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#82

RE: an Bord der Abnoba

in Archiv 2016 Allgemein 27.10.2016 23:45
von Britta • 10.642 Beiträge

sie sah ihn verwirrt an, runzelte die Stirn. Es gab keine heftige Reaktion, einfach, weil man merkte, dass sie keine Ahnung hatte, was das bedeutete. Nach einigem Grübeln hakte sie vorsichtig nach.

"ein ...Gestaltwandler? so wie...die legendären Drachen, die als Menschen herumlaufen konnten? Oder..die Kinder des Meeresgottes, die..." ihre Augen weteten sich, starrten auf ihn, auf den Reichtum, wieder auf ihn. Man merkte, dass der Gedanke, er hätte göttliche Verwandschaft eine Menge erklären würde - und anscheinend nciht zu absurd war um gedacht zu werden - aber doch weit jenseits dessen, was sie auszusprechen wagte.

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#83

RE: an Bord der Abnoba

in Archiv 2016 Allgemein 28.10.2016 00:00
von Gelöschtes Mitglied
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Marcian schüttelte den Kopf.

"Leider weder noch. Glaubt ihr ich bräuchte ein solch starkes Schiff wenn ich mit einem der Meeresgötter verwandt wäre oder gar selbst ein Drache wäre. Nein gar so etwas prachtvolles und mächtige bin ich wirklich nicht, nur ein einfacher schwarzer Panther, eine Katze, zugegeben eine große Katze, um präzise zu seine eine große Raubkatze. Aber trotz allem nur eine Katze. Und bevor ihr fragt ich habe meine animalische Seite unter Kontrolle nicht sie mich. Genau genommen gibt es da keine wirkliche Trennung ich bin ein Wesen mit mehren Erscheinungsformen, die ich nach meinem Willen wechseln kann. Beantwortet das eure Frage zufriedenstellend? Oder verlangt es der wissenschaftlichen Neugier in euch nach einer Demonstration?"

Althea konnte an Marcian Körpersprache deutlich ablesen das es ihm nicht unangenehm war das diesem Thema eventuell die Wissenschaftlerin in ihr zu Vorschein brachte. Und er durchaus bereit war diese zu befriedigen, allein um zu beweisen das er keine Märchen erzählte und sie ihm vertrauen konnte.


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#84

RE: an Bord der Abnoba

in Archiv 2016 Allgemein 28.10.2016 00:09
von Britta • 10.642 Beiträge

Sie krauste die Stirn.

2Wenn Eure andere Gestalt eine Katze ist...eine große...dann bedeutet dass Massenveränderung...es ist also eine in euch innewohnende Magie eurer...Rasse?" sie wirkte verwirrt, dann überlegte sie. "Ja, ich würde das gerne sehen. Könnt ihr damit auch Nahrung zu euch nehmen, die einem Menschen unbekömmlich ist? Wird Eure Rasse in Menschen- oder Tierform geboren? Seid ihr auf Eurer Insel die dominierende Spezies? habt ihr schon mal ausgetestet, ob Eure Körperflüssigkeiten als Komponenten für Verwandlungszauber geeignet sind? ich meine...man müsste mit euch eine Menge anstellen können, wahrscheinlich besitzten Eure verschiedenen Köpertele eine innewohnende Magie, die man nutzen kann, wobei es natürlich übel wäre, die Augen ener Katze für Nachtsicht verwenden zu wollen, aber dann die Augen eines Menschen zu haben...mh"

Irgendwie sah sie ihn an als wollte sie Proben von ihm in verschiedene Reagenzgläser stopfen. Dann bemerkte sie, was sie tat, vielleicht weil der Kapitän sie anstarrte und eine hand auf seinen Säbelgrff gelegt hatte.

"Aber...das snd, glaube ich, keine Themen bei Tisch... äh..außerdem wolltet ihr mir auch Fragen stellen." sie sah zum Kapitän,der unmerklich nickte auch wenn die Anspannung in ihm noch nicht verflogen war. NIEMAND sezierte seinen Herrn - noch nichtmal in Gedanken.

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#85

RE: an Bord der Abnoba

in Archiv 2016 Allgemein 28.10.2016 00:37
von Gelöschtes Mitglied
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Marcian lächelte und legte seinem Kapitän und Freund die Hand auf die Schulter. Seine Anspannung und Unruhe verging schnell.

"Ich verstehe Euren Drang mich zu zerlegen, einzuwecken und zu beschriften. Verzeiht wenn ich dem abgeneigt gegenüber stehe. ..."

Er lachte herzhaft beim Gesichtsausdruck des Kapitäns.

"... Ich müsst meinen Humor verzeihen aber ihr seit nicht der erste Alchemist der mich mit diesem Blick seziert und Etikettiert hat. Aber sollten wir uns besser kennen und vertrauen, können wir durchaus über Proben reden. Sehr viel besser kennen. Doch ich wolltet es sehen."

Marcian erhob sich und ging zum Fenster. Er entschied sich nur die reine Tiergestalt anzunehmen, man musste ja nicht gleich alle Karten auf den Tisch legen. So wurde er vom Menschen übergangslos zu einen großen schwarzen Panther. Falls Althea oder ein anderer der Anwesenden so ein Tier schon mal gesehen haben sollte fällt auf das dieses Exemplar anderthalbmal so groß ist wir eigentlich üblich. Nach einem kurzen Moment verwandelt sich Marcian genau so übergangslos zurück und wie schon bei der ersten Verwandlung seine Kleidung und Ausrüstung einfach verschwand so erschien sie jetzt einfach wieder. Marcian kramte kurz in einem Beutel und streute ein Pulver über die Stelle an der er sich verwandelt hatte, man hörte ein leises knistern und er kehrte zu Tisch zurück.

"Um eure anderen Fragen der Reihe nach zu beantworten. Ja als Katze kann ich Dinge zu mir nehmen die mir als Mensch nicht bekommen und umgekehrt. Wir werden sowohl als Menschen als auch als Katzen geboren, das hängt von der Geburtsgestalt der Mutter ab. Bei mir zu Hause sind wir nicht die Dominierende Spezies, dafür sind wir zu wenige und wir wollen es auch nicht sein, wir sind Hütter keine Herrscher. Ja, meine Körperflüssigkeiten sind sehr gute Komponenten für so einiges. Und ja das ist ein Thema das wir nicht bei Tisch vertiefen werden sondern in meinem Arbeitszimmer unter Fachleuten die sowas wirklich interessiert. Nun habe ich eine Frage, ebenfalls sehr persönlich wenn ich darf. Mir ist eurer Mal nicht entgangen und es stört mich auch nicht. Doch als Heiler und in der Regeneration recht kundig frage ich mich ob es schon mal mit dieser Methode versucht wurde zu bekämpfen. Die konkrete frage wäre wurde es schon mal rausgeschnitten und das Gewebe regeneriert? Denn das wäre möglich, zumindest das rausschneiden und regenerieren. Ob auch die Gewulst wiederkehrt weiß ich allerdings nicht, ein Versuch wäre es mir aber Wert. Dann wüssten wir auch ob meine Künste und Wissen euren Insel im Allgemeinen von Nutzen sein kann. Falls euch diese Frage zu nahe geht sagt es nur und ich wähle eine andere. Nur wie gesagt mein vorrangiges Ziel ist Helfen und Heilen und ich kann diese Gelegenheit nicht ungenutzt lassen ohne es euch wenigstens anzubieten."

Diesmal lächelte Marcian nicht, es war ihm todernst das er Althea und ihrer Insel helfen will.


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und durch Erfahrung - das ist die bitterste Art

zuletzt bearbeitet 28.10.2016 00:38 | nach oben springen

#86

RE: an Bord der Abnoba

in Archiv 2016 Allgemein 28.10.2016 01:06
von Britta • 10.642 Beiträge

Sie hatte ihm zugesehen, neugier in dne Augen undein angespannter Blick. Es war klar, sie hatte ihn berühren wollen, betasten, aber sie riss sich zusammen. Dass die Gemahlin Maricans anwesend war hatte sie anscheinend vollkommen ausgeblendet.

Bei seiner Frage zuckte sie zusammen, die Hand fuhr instinktiv an das Gesicht, die andere zur Maske, dann zwang sie sich zur Ruhe, legte die Hände zurück.

"ich...ich weiß, es gab Heiler, die zu unserer Insel kamen und vieles versuchten. Als ich nach Utmark kam, fragte mich auch jemand aus dem Sinastempel, ob er mir helfen könne. Ich...schäme mich nicht der Wucherung, aber ich fragte mich schon, ob es geht. Das Ergebnis war...niederschmetternd. Seht, es ist nicht nur Teil meiner Haut, meines Fleisches...und es bedeckt nicht nur mein Gesicht. Es ist der Teil meines ursprünglichen Körpers, der nicht vom Geburtssegen im Mutterleib erfasst wurde. So lehrt man es uns und die Ergebnisse im Sinastempel scheinen dies zu bestätigen. Wenn ihr das Fleisch herausschneidet und die Wunde heilt..nun, dann wird mein Fleisch nachwachsen - mein ursprüngliches Fleisch, dass durch die Gifte, die ich schon im Mutterleib zu mir genommen habe, für immer verändert ist, erkrankt. Man hat eine Menge Experimente mit mir gemacht" sie blickte auf die Tischdecke, die Karaffe, überall hin, nur nicht in die Gescihter der Anwesenden "doch das Ergebnis war immer ähnlich. Eigentlich ist mein Körper verseucht von Giften, magie, Magischen Giften, Flüchen, Krankheiten und allem, was man sich noch so vorstellen kann. Doch der Geburtssegen, die große Veränderung hält mich am Leben, gestaltete meinen Körper" sie zeigte auf die perfekte Gesichtshälfte, fast zu schön um einem Menschen zu gehören "und sorgt dafür, dass ich mich fortpflanzen kann."

Sie seufzte. "Der Segen ist nicht perfekt, bei manchen ist er fast vollkommen, bei anderen funktioniert er kaum. Es hängt mit der Konzentration des Mittels im Blut der Mutter zusammen, wieviel das Ungeborene aufnimmt, wie groß die Giftmengen im Körper der Mutter und im Samen des Vaters sind, wie groß die Giftmengen während der Schwangerschaft oder ob die Zeiten ungünstig sind, weil die destruktiven Mächte der Welt groß sind. Die Fähigkeit des Webers ist genauso von Wichtigkeit, wie die Qualität des Lebensfadens, die Mängel des Gewebes, der Grad der vorhandenen zerstörung. Geburtsweber sind bei uns geachtet und hochgeschätzt, ihre Kunst ohne Vergleich wertvoll, ihr Wirken kostbar."

Sie zuckte die Schultern. "Aber Großmeister hin oder her, auch sie sind nur Menschen."

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#87

RE: an Bord der Abnoba

in Archiv 2016 Allgemein 28.10.2016 09:18
von Pater_Jonathan • 2.420 Beiträge

Manchmal unterstellte Jonathan seinem Gott einen sehr menschlichen Zug. Offenbar liebte es der Herr des Wissens, auf leicht zynische Art seinen Priester mit Halbwissen zu versorgen und freute sich diebisch darüber zu sehen, vor welche Mauer er damit rannte. Meistens fand Jonathan diesen Zug sehr sympathisch, denn es machte seinen Herren für ihn wahrnehmbarer. Außerdem war es allemal besser, als würde er, wie die anderen Priester es erleben mussten, einfach nur schweigen.
Jetzt jedoch überlegte er ernsthaft, ob es nicht eine gute Idee wäre, auszuprobieren, ob seine Stirn oder die Tischplatte den Sieg bei einer Kollision davon trüge...
Wenn es Dich nicht stört , daß sie eine mehrfache Mörderin ist...HALLO??? Natürlich stört mich das!!! Vor allen Dingen da ich die Hintergründe nicht kenne. Ja auch ich bin ein Mörder. Ich weiß das und es macht mich nicht glücklich. Aber ich glaube daran, daß es richtig war und gestehe auch anderen zu, daß es Motive für Mord gibt, welche zumindest akzeptabel sind.
Lange meditierte er auf die Facetten des Glases schauend, über diese Fragen. Marcians Erklärungen, der Gestaltwandel, all das blendete er aus. Simple Kennenlernspielchen. Nicht sein Bereich. Er wog ab, und irgendwann beschloß er die Stärke der Mauer zu testen...

"Althea, Ihr habt recht. Ein Mangel an Wissen wird zwangsläufig zu einer Katastrophe führen. Doch hat die Pathori die Vergangenheit auf bitterste Weise gelehrt, sich vorher denjenigen genau anzuschauen und zu prüfen, den man einweiht, denn jedes Wissen ist auch Macht und kann gegen andere genutzt werden.
Ich kann Euch auf jedenfall sagen, daß etwas in Bewegung geraten ist. Diese Welt ist im Wandel und die Gerüchte, daß der Orden der Reinheit eine große Anzahl von Leuten auf der Insel Veritas versammelt, um mit ihnen diese Umstände zu diskutieren, sind wahr. Ihr vermutet auch richtigerweise, daß mir noch ein paar Fakten mehr bekannt sind. Diese werde ich Euch jedoch erst mitteilen, wenn Ihr mir glaubhaft mehr von Euch erzählt habt und ich einige eher dunkle Punkte in Eurer Vergangenheit verstehe und akzeptieren kann."


Was mich nicht umbringt......soll sich schon mal warmlaufen!

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#88

RE: an Bord der Abnoba

in Archiv 2016 Allgemein 28.10.2016 09:43
von Britta • 10.642 Beiträge

Sie starrte ihn an, eher verblüfft. "Dunkle Punkte?" leicht legte sie den Kopf schräg.
"Wobei...wenn Ihr mir sagen könnt, was die ganze Aufregung bedeutet...ich wusste noch nicht einmal, dass der Orden EINLÄDT!" sie sah ihn groß an. "Dass...ist bisher noch nicht geschehen...soviel ich weiß. Ich würde meinen linken Arm dafür geben, zu wissen was vorgeht." sie schien das durchaus ernst zu meinen. "auch wenn ich den linken Arm eines anderen bevorzugen würde. Also...welche Fragen muss ich euch beantworten, damit ICH Antworten bekomme?"

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#89

RE: an Bord der Abnoba

in Archiv 2016 Allgemein 28.10.2016 09:59
von Pater_Jonathan • 2.420 Beiträge

"Möchtet Ihr das hier in dieser illustren Gruppe besprechen? Mir geht es darum, herauszufinden, warum Leute den Tod fanden."


Was mich nicht umbringt......soll sich schon mal warmlaufen!

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#90

RE: an Bord der Abnoba

in Archiv 2016 Allgemein 28.10.2016 10:03
von Britta • 10.642 Beiträge

Sie verengte die Augen, wurde auf einmal sehr ruhig.

"ihr stellt interessante Fragen, Mann aus einer anderen Welt" (bei diesem Satz beobachtete die den kapitän und Marcian sehr genau auf deren Reaktionen). "Wollt IHR das hier besprechen? Beim...Essen?" sie sah auf ihr Glas mit Wasser, noch hatte sie nichts angerührt.

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