#361

RE: an Bord der Abnoba

in Archiv 2016 Allgemein 11.12.2016 09:42
von Pater_Jonathan • 2.425 Beiträge

Jonathan hatte sich seine Fragen schon im Geiste zu recht gelegt.
Er nahm sich einen Stift und sein obligatorisches Büchlein aus der Tasche und setzte sich. Er hasste es, wenn Höhenunterschiede bei einem Gespräch waren. Ausgerechnet ein Diplomat hatte ihm mal erklärt, es würde Rangunterschiede deutlich machen. Blöde Diplomatie!
"Also, ich brauche zum einen, eine möglichst wahre und vollständige Aussage über das was in eurem Dorf damals passierte. Ich weiß das der Vogt euch ausgeplündert hat, aber alles was ihr noch zusätzlich wisst wäre sehr hilfreich. Es wäre auch nett zu wissen, ob der Vogt im Auftrag des Barons handelte oder der Baron von dem Tun nichts wusste.

Zum anderen hoffe ich auf Informationen über die Grenzlande. Was wisst ihr über Daskgrimm?"


Was mich nicht umbringt......soll sich schon mal warmlaufen!

zuletzt bearbeitet 11.12.2016 09:42 | nach oben springen

#362

RE: an Bord der Abnoba

in Archiv 2016 Allgemein 13.12.2016 23:30
von Black • 338 Beiträge

Der Vogt unseres Landes ist ein Mann namens Renald von Gerling, ein Zweitgeborener eines Rittergeschlechtes, das Haus und Baron Orth dient. Unser Land hat nicht viel, abgesehen von …heiligen Bäumen und einem Zugang zum Meer, also ist es für die hohen Herren nicht wirklich interessant und Renald kann mehr oder weniger walten, wie er will, solange er die Steuern abliefert.
Also hat er begonnen, in die eigene Tasche zu wirtschaften, schlimmer, als die Vogte vor ihm. Er spielte sich als Herr über Leben und Tod und als Tyrann auf und presste uns aus. Außerdem erließ er als leidenschaftlicher Jäger ein Gesetz, dass alles Wild ihm gehöre. Vor einigen Jahren dann vertrieb etwas die Fischschwärme vor der Küste. Ein paar Männer betrieben Wilderei, um ihre Familien zu ernähren. Er ließ sie aufhängen und ihre Familien zur Abschreckung an Pranger stellen. Ich habegehört, dass die hohen Herren, das anderswo häufiger machen, aber unsere letzten Vogte waren ganz in Ordnung gewesen. Nun, einer der Toten war der Schwager des Kapitäns und der und seine Leute waren in der Nähe stationiert. Er beschwerte sich beim Vogt, der bezichtigte ihn der Rebellion und wollte ihn einsperren, die Truppen rebellierten wirklich. Renald rief Soldaten aus der restlichen Baronie zusammen und verbreitete Lügen über uns. Wir kämpften und verloren. Den Baron selbst habe ich nie bei uns gesehen, der dürfte alles aus zweiter Hand erfahren haben .Wir zogen uns zurück und hielten eine Weile eine der kleineren Städte. Dort bauten wir die Henkersbeil. Das Gerüst war schon vorhanden, wir kleideten es mit Planken aus dem Holz der heiligen Bäume aus. Als es eng wurde, erlaubten wir der Stadt zu kapitulieren und flohen mit dem Schiff.
Über Daskgrimm und die Grenzlande? Na ja, wir sind ziemlich rum gekommen, aber an interessanten Inseln kenne ich dort nur Uthmark hier, Releys Insel und eben Daskgrimm, auch wenn wir dort so gut wie nie waren. Dort haben die Molluk… die Moluk Kthan-Anhänger das Sagen un d treiben es übler als unser ehemaliger Vogt- um einiges. Vor … 3 Jahren, glaube ich, sind sie plötzlich gierig geworden und haben zwei Nachbarinseln erobert. Ansonsten ist Daskgrimm ein Piratenhafen, teuer und widerlich aber so gut wie unentbehrlich. Genaueres kann ich aber nicht sagen. Der Kapitän hat uns die paar Male, die wir dort Wassernehmen mussten, nicht auf Landgang gelassen.“


lupDujHomwIj lubuy'moH gharghmey!
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#363

RE: an Bord der Abnoba

in Archiv 2016 Allgemein 13.12.2016 23:38
von Gelöschtes Mitglied
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Marcian´s Gesichtsausdruck wurde immer finsterer, je länger er der Schilderung lauschte. Doch er schwieg, er schien zu warten ob Jonathan noch mehr Fragen, verfeinernde Fragen zu diesem Thema hatte. Aber es war deutlich Zorn in Marcian´s Augen und Abscheu in Marcian´s Gesicht zu lesen, er bemühte sich scheinbar nicht mal diese Emotionen zu verbergen. Doch nichts davon richtete sich gegen einen der Anwesenden, auch dies war klar zu erkennen.


Es gibt drei Arten des Lernens:
durch Nachahmung - das ist die einfachste Art
durch Nachdenken - das ist die edelste Art
und durch Erfahrung - das ist die bitterste Art

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#364

RE: an Bord der Abnoba

in Archiv 2016 Allgemein 14.12.2016 06:29
von Pater_Jonathan • 2.425 Beiträge

Jonathan nickte. "Das genügt mir soweit. Wie kann ich mit Euch in Kontakt kommen, wenn Ihr wieder zurück auf der Henkersbeil seit und ich es vielleicht geschafft habe, eine Amnestie zu erwirken?"


Was mich nicht umbringt......soll sich schon mal warmlaufen!
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#365

RE: an Bord der Abnoba

in Archiv 2016 Allgemein 14.12.2016 06:33
von Britta • 10.980 Beiträge

Sie überlegten. "Wir schicken jemanden zu euch, Herr, der nachfragt, sagen wir...alle drei Monate?"

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#366

RE: an Bord der Abnoba

in Archiv 2016 Allgemein 14.12.2016 06:37
von Pater_Jonathan • 2.425 Beiträge

"Das hört sich nach einem Plan an. Ich danke Euch für Euren Einsatz als Brandbekämpfer." Er drehte sich zu Marcian. "Mit Seefahrt kennst Du Dich deutlich besser aus als ich. Kannst Du sie zurück zu Ihrem Schiff bringen? Dann würde ich anfangen meine Reise zu planen, um auf Veritas mal mit dem Baron zu verhandeln."


Was mich nicht umbringt......soll sich schon mal warmlaufen!
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#367

RE: an Bord der Abnoba

in Archiv 2016 Allgemein 14.12.2016 23:33
von Gelöschtes Mitglied
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Marcian´s Blick war noch immer alles andere als freundlich, doch seiner Stimme merkte man den Zorn nicht an.

"Natürlich könnte ich sie zu ihrem Schiff bringen Jonathan, aber ich habe nur die Abnoba zur Verfügung und das würde doch arg auffallen wenn sie jetzt plötzlich auslaufen würde. Ich sehe nur zwei Optionen, Erstere: Ihr beiden bleibt an Bord meine Gäste bis wir auslaufen können ohne groß Verdacht oder besser Verwunderung auszulösen, Zweitere: Wenn ihr ein Schiff kennt und dem Kapitän sowie seiner Mannschaft trauen könnt übernehme ich die Kosten um besagtes Schiff anzuheuern euch zu eurem Ziel zu bringen. Wenn ihr noch etwas Zeit habt gebe ich Euch etwas mit das die Kommunikation erleichtern dürfte, ihr könnt uns zwar damit nicht erreichen aber wir euch. So braucht ihr kein Risiko eingehen. Doch ich habe auch noch Fragen, vielleicht habt ihr es schon erwähnt und ich nur nicht mitbekommen. Aber wie heißt eure eigentliche Heimatinsel? Was gibt es noch wissenswertes über diesen Ort und seine Bewohner, herrschende Klasse und die - bleiben wir höfflich sowie diplomatisch und sagen mal - sonstigen Einwohner? Wie wehrhaft ist die Insel an sich und die Truppen des Barons im speziellen? Wie hoch ist das ansehen des Baron bei denen gegenüber derer er Rechenschaft schuldig ist? Und noch ein paar Fragen zu eurem Kapitän und der Mannschaft. Glaubt ihr eurer Kapitän würde von der Piraterie ablassen wenn sie nicht mehr notwendig wäre um zu überleben, man ihm also einen ehrbaren Weg ermöglicht für seine Besatzung zu sorgen? Wie groß ist eigentlich besagte Besatzung und welche Kosten hat eurer Kapitän monatlich zu schultern damit ihr "über die Runden kommt" wie man so schön sagt? Und wie abenteuerlustig ist eurer Kapitän und natürlich die Mannschaft?"

Während er vom Baron sprach war Marcian´s Gesicht immer noch von Abscheu gezeichnet, als er aber auf den Kapitän und die Besatzung zu sprechen kam änderte sich sein Gesichtsausdruck schlagartig ... er wurde freundlich und in seiner Stimme lag aufrichtiges Interesse und Freundlichkeit.


Es gibt drei Arten des Lernens:
durch Nachahmung - das ist die einfachste Art
durch Nachdenken - das ist die edelste Art
und durch Erfahrung - das ist die bitterste Art

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#368

RE: an Bord der Abnoba

in Archiv 2016 Allgemein 15.12.2016 06:44
von Pater_Jonathan • 2.425 Beiträge

Jonathan zuckte zusammen. Auf Marcians Telepathie vertrauend dachte er laut Vorsicht Marcian. Wir wissen noch nicht, ob der Baron nicht einfach nur falsch informiert wurde. Lass es mich mit Reden versuchen, bevor Du in den sonst verdienten Krieg ziehst.


Was mich nicht umbringt......soll sich schon mal warmlaufen!
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#369

RE: an Bord der Abnoba

in Archiv 2016 Allgemein 22.12.2016 07:00
von Britta • 10.980 Beiträge

Die Antwort war sorgfältig überlegt und ausführlich und man merkte, es gab zwei Sorten von Leuten auf der henkersbeil.
die, die alles verloren hatten und für jedes Abenteuer bereit waren, wenn es sie aus dieser Situation brachte - und die, die eigentlich gerne wieder ganz normale Leute wären. Einfaches Volk mit Familie oder dem Wunsch danach. Doch Marcian hatte schon das Gefühl, dass ihm 70 Prozent de Mannschaft wahrscheinlich erhalten bleiben würde.

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