#31

RE: Veigh - und manche Fragen will man nicht beantwortet haben

in Archiv 2016 Allgemein 30.06.2016 09:13
von Britta • 11.441 Beiträge

Veigh überlegte.

Sie haben etwas... mh, das nannte der Sklave, den ich sprach, "den Befreier". Andere nannten das Ding "den Lindwurm, die schlange die Gift bringt, den Würger, den schwarzen Drachen, den Schattentöter, den der Erfolg bringt" Angeblich ist es ein Gott der Sklaven, der ihnen hilft, ihre Herren zu belügen, zu betrügen, die Folter zu überstehen und die Füße des Herrn zu lecken während sie gleichzeitig darüber nachdenken können, wie sie ihren Herrn umbringen. Ich würde sagen - Meuchler, Giftmischer, ambitionierte Magier denen es egal ist, dass es Moral gibt. Verhasst von den anderen im Pantheon, vor allem von Moluk ´k ´tahn ist er wohl nützlich für Spione, Mörder, Assassinen."

Er zuckte die Schultern.

"kein Bedauern mit den Herrn, aber ich bezweifle, dass ein Sklave, der sich mit dem Ding eingelassen hat, jemals wieder zum lichten Pantheon findet."

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#32

RE: Veigh - und manche Fragen will man nicht beantwortet haben

in Archiv 2016 Allgemein 30.06.2016 09:16
von Pater_Jonathan • 2.475 Beiträge

"Warte mal kurz Marcian. Ich komme hier nicht mehr ganz mit. Das es geistig kranke Menschen mit dem Hang zur Perversion gibt, die Moluk K´Than anbeten. begreife ich. Auch die Sache mit dem Schläger kann ich nachvollziehen. Aber warum sollte irgendjemand diesen "xatur ha" anbeten, wenn man in Tanesh eine viel freundlichere Alternative hat?!? Warum gibt es so was...."


Was mich nicht umbringt......soll sich schon mal warmlaufen!
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#33

RE: Veigh - und manche Fragen will man nicht beantwortet haben

in Archiv 2016 Allgemein 30.06.2016 10:04
von Gelöschtes Mitglied
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Marcian überlegte und schaute Jonathan an.

"Ich vermute weil er auf den ersten und wahrscheinlich auch zweiten Blickt der leichtere Weg ist. Überleg es dir mal. Was muss ein Gläubiger der Tanesh tun, was muss er beachten? Unterliegt er Tabus? Ich kenne Tanesh nicht aber lichte Götter haben für gewöhnlich meist irgend einen Kompass an den sich Gläubige halten müssen, und die Belohnungen sind im vergleich relativ gering und nicht immer direkt sichtbar. Und dann haben wir diese Abscheulichkeit von Xatur Ha. Eine simple Sache, ich schnapp mir X Sklaven, stelle sie á la Vogelscheuche auf meine Feld oder Felder je nachdem wie viel Land ich mein eigen nenne und lasse sie ausbluten, siehe da fertig ist das "Götteropfer". Oder ich zeuge, wenn ich Veigh richtig verstanden habe wäre das der gewinnträchtiger Weg, nur für diesen Zweck mit einigen -möglichst allen- Sklavinnen Kinder, reichlich Kinder und wenn ich genug zusammen habe, ersetze ich Sklaven durch Nachkommen und siehe da ich bekomme eine super Ernte. Das Alter der Kinder dürfte Xatur Ha keine großen Probleme bereiten. Ich befürchte je jünger und unschuldiger das Opfer um so größer wird seine Zuwendung ausfallen. Bei einem dutzend Neugeborenen gibt es wahrscheinlich einen Bonus. ..."

Marcian schaute finster drein, auch wenn es ihm scheinbar keine Mühe bereitete diese Gedankengebilde herzuleiten drückte es seine Laune doch beträchtlich.

"... Und das alles ohne die lästigen Tabus, Gebote, Benimmregel und dem ganzen anderen woran wir "Lichten" uns so alles gebunden fühlen. Es ist halt der einfachere Weg zu Macht und Wohlstand, sie denken nicht an die Endabrechnung. Glauben nicht oder wollen nicht glauben das sie irgendwann für ihr tun die Rechnung zahlen müssen. Haben möglicherweise die Überzeugung das es keine gibt oder eine Vereinbarung mit dem Chor für das Danach. Kann ja sein das der Chor seine Anhänger nach dem Tot selbst verwaltet oder es ihnen zumindest glauben machen konnte. Wer weiß was der Chor ihnen alles aufgetischt hat in den letzten Jahrhunderten, gar Jahrtausenden. Und deshalb Jonathan nehmen Menschen den Weg dieser Abscheulichkeiten und nicht den Weg der Tanesh oder der anderen "Lichten" Götter."

Marcian atmete tief durch, es war widerlich in diesen Bahnen zu denken. Aber er konnte wie der Feind denken, seine Handlungen verstehen. Denn nur so konnte er ihn bekämpfen.

"Wo wir gerade bei den "lichten" Göttern sind Jonathan. Könntest du sie einmal alle aufzählen. Was mich interessiert ist Name, Domäne also Zuständigkeit, Falls vorhanden besondere Gaben ihrer Priester und gegeben falls entsprechende Tabus, Beziehung untereinander sowohl welcher Gott mit welchem verwandt ist und wie - also auch wer mit wem was hatte und auf welcher Grundlage mit welchem Ergebnis. Und das so wie du es noch kennst. Dann können wir danach, abgleichen wie es sich entwickelt hat in dem Veigh die selbe Aufzählung und Einteilung vornimmt wie es heute wahrgenommen wird. Dadurch haben wir dann alle das gleiche Fundament, auf dem wir aufbauen können. Erst danach würde ich vorschlagen widmen wir uns wieder dem Chor."


Es gibt drei Arten des Lernens:
durch Nachahmung - das ist die einfachste Art
durch Nachdenken - das ist die edelste Art
und durch Erfahrung - das ist die bitterste Art

zuletzt bearbeitet 30.06.2016 10:06 | nach oben springen

#34

RE: Veigh - und manche Fragen will man nicht beantwortet haben

in Archiv 2016 Allgemein 30.06.2016 10:23
von Britta • 11.441 Beiträge

Veigh hob kurz die Hand.
"Verzeih - auch wenn das sinnvoll ist, denn ich glaube, du solltest erst mal unsere guten Götter kennen lernen Marcian... Wie kommt ihr auf die Idee, dass die Leute eine Alternative haben? Auf den Inseln gibt es ein klares Gesetz. Jeder, der erwischt wird, wie er zu einem andere Gott als den des Chores betet, wird öffentlich zu Tode gefoltert - von seinen Verwandten. Wenn die sich weigern, werden sie ebenfall zu Tode gefoltert... irgendein Verwandter macht es irgendwann immer - oder die ganze Familie wird vom Dorf ausgelöscht - oder das Dorf von dem Moluk ´k ´thantempel. Wer sollte es wagen, das zu tun? Und...wer weiß denn überhaupt noch auf den Inslen davon? Ja, die Sklaven ... aber nur die neuen. Und die lernen oder sterben."

er schüttelte sich. "die Leute dort haben keine Chance."

Er nahm einen gewaltigen Schluck und überließ Jonathan erstmal weiträumig das Feld, tief in Gedanken versunken.

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#35

RE: Veigh - und manche Fragen will man nicht beantwortet haben

in Archiv 2016 Allgemein 30.06.2016 10:35
von Gelöschtes Mitglied
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Marcian schaut Veigh verwirrt an, dann schien er zu verstehen.

"Ein Missverständnis ... Ich meinte dies als allgemeinen Grund warum sich Menschen an die dunklen Götter wenden. Nicht warum das hier im speziellen so ist. Wird eine vorher "lichte" Insel vom "dunklen" erobert, haben die Bewohner selbstverständlich nur zwei Möglichkeiten. Anpassung oder grausamer, qualvoller Tod. Ich bin mir dieser Realität durchaus bewusst."

Nun wartete auch Marcian auf Jonathans Ausführungen.


Es gibt drei Arten des Lernens:
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durch Nachdenken - das ist die edelste Art
und durch Erfahrung - das ist die bitterste Art
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#36

RE: Veigh - und manche Fragen will man nicht beantwortet haben

in Archiv 2016 Allgemein 30.06.2016 10:40
von Pater_Jonathan • 2.475 Beiträge

Jonathans Gesichtsfarbe verfärbt sich erst von zornrot nach grünlich gelb. In Gedanken sendet er Pathor ein kurzes Statement: Großartig von Deinem Bruder Anuket gemacht, mein hoher Herr. Die Isolation hat dem Chaos, Unheil und Unglauben Tür und Tor geöffnet. Woher soll ich bitte eine Armee nehmen und diese auf die Inseln bringen, um diese armen Menschen zu befreien? Ist Anuket völlig beratungsresistent??? Hört er wenigstens noch auf seinen Vater? Hat seine Mutter schon mal über eine Gardinenpredigt nachgedacht. Die müsste doch noch frustrierter sein als ich selbst.

Jonathan atmete mehrmals lange und tief durch und versuchte seinen Abendessen in sich zu behalten. Nein er würde nicht auch noch Alkohol drauflegen um damit klar zu kommen. Der Intelllekt war der Tempel seines Herren, der wurde nicht mit Drogen betäubt.
"Danke für diese Aufklärung, Veigh.....glaube ich. Das klärt erstmal die Verhältnisse mit dem Chor. Bevor ich mich allerdings mit anderen Inseln beschäftigen kann, ist erstmal Uthmark an der Reihe. Du hast geschildert, auch hier würden diese ......................Unholde ihr Unwesen treiben. Hier mag ich vielleicht direkt etwas bewirken können. Erzähle mal mehr über das was hier abgeht."


"Marcian, hier mal ein Pergament über das Eridmeaische Pantheon. Moluk k´Than hat sich augenscheinlich verändert:
"Am Anfang waren die vier...ne, das lassen wir lieber in Vergessenheit. Wer weiß was das wieder anrichten würde. Ein Monostratos reicht. Also...Tarash, der Göttervater (zumindest der meisten Götter) ist der Herr über Ordnung und Gerechtigkeit. Sein Zeichen ist das Schwert. Verheiratet ist er mit Tanesh, der Göttin der Fruchtbarkeit und Landwirtschaft. Ihr Zeichen ist die Getreideähre. Sie gebar ihm Azroth, den Herrn über Feuer und Magie der die Flamme als sein Symbol benannte. Dann den Anuket, welcher als Gott des Wassers heute großen Einfluß hat. Sein Zeichen ist die Muschel. Als drittes Kind gebar sie Tarash den Gott Pathor, Herr über Wissen, Mond und Zeit. Er trägt das Buch als sein Symbol. Weiterhin setzten die beiden Aldros, den Gott des ehrlichen Handels (Symbol: der Beutel), Hanummak, Gott der Handwerker (Symbol: der Hammer), die wilden Zwillinge Candra, Herrin über die Jagd, Wölfe und Sturm (Symbol: der Wolf) und Alogrimonde, Göttin der Diebe, Waisen und Ausgestossen, Herrin der Wege und Wanderschaft (Symbol: der Stab) und zu guter letzt Libos, den wunderschönen Gott des Rausches, der Liebe und Extase (Symbol: der Kelch) in die Welt. Parallel dazu gab es die Andere, auch genannt die Weberin, Herrin des Schicksals (Zeichen: die ausgeglichene Waage oder das Spinnennetz). Sie hatte auch einmal das Vergnügen auf eine Nacht mit Tarash und bekam zwei Töchter, Eschgal, die Göttin des Guten Todes, des Schlafes und Herrin über das Paradies (Symbol: Die geneigte Waage [Anmerkung: ich habe meist ihre Waage stärker nach rechts geneigt gesehen, bin allerdings unsicher ob das immer so ist]) und Tamuz, die Herrin des Vergessens, der Auslöschung und des schrecklichen Todes (Symbol: die geneigte Waage [Andere Richtung]). Als Preis für diese Nacht erhielt Tarash die Möglichkeit zwei Menschen in den Götterstand zu erheben. Er tat dieses bei Sinas dem Arzt, er wurde der Gott der Heilung nachdem der ursprüngliche Gott verstarb. Er hat die Eule als sein Zeichen. Als zweiter wurde Heron, der Wächter nach einem heldenhaften Kampf gegen die Unlichen zum neuen Gott des Kampfes und der Wächter und Krieger erhoben. Sein Zeichen ist der Schild. Anuket und Pathor hatten einst das Bedürfnis nach einem Wettkampf. Als Resulat dieses Wettkampfes (es würde mich wirklich faszinieren zu wissen wie das abging....) hatten die beiden die liebliche Inesh geschaffen, die Göttin über die Sterne und die Navigation. Aus mir unerfindlichen Gründen wird sie im aktuellen Eridmea nicht mehr als Herrin der Sterne und Navigation verehrt, sondern als Herrin über das Glück. Passend dazu kann man derzeit auch die Sterne für die Navigation in Eridmea auch total vergessen. Sei es wie es sei, ihr Zeichen ist die Spindel. Nun fehlen im Pantheon nur noch zwei, Bregath, der Gott der Erde und wilden Natur. Über seine Enstehung gibt es verschiedene Legenden, eine besagt unter anderem das Er aus der Erde selbst geboren wurde. Sein Symbol ist der Baum. Der letzte im Götterreigen ist Moluk K´Than, das zweifelhafte Ergebnis aus einer inzestuösen Paarung zwischen Tanesh und ihrem Sohn Libos. Er ist der Gott, der Perversion, der Qual und des Schmerzes und ist genauso sympathisch wie sein Arbeitsgebiet. Sein Zeichen ist die Kette. Soweit die "echten" alten achtzehn Götter. Wen sollte man noch kennen. Nun es gab noch Yersinias, den ursprünglichen Gott der Kräuter und der Heilung. Er gab sein Leben um eine seiner Priesterinnen wieder menschlich werden zu lassen nach dem sie eine Unliche geworden war. Aus seinem Blut sind Blumen entstanden, welche auch heute noch gegen Unliche wirken. Weiterhin erwähnenswert ist noch Kaintor, der Schlachtenwüter, der Gott des Krieges (Symbol: die Axt). Er war ursprünglich der Kriegsgott des Pantheons, fiel jedoch, nachdem er mit seiner Axt Rhyat, die Insel der Unlichen, vom Festland abspaltete. In Eridmea für tot gehalten, wurde er wohl als sterblicher Mensch in einem fremden Kontinent an Land gespült und arbeitete sich dort erst als König, dann erneut in den verehrten Status eines Gottes empor. Da er dort ultimativer Chef im Ring ist wurde dieser Kontinent zu Kaintorea. Zur Zeit der Götterdämmerung wurde Eridmea von den Kriegsscharen Kaintoreas überfallen. Diese Invasion führte auch im Endeffekt dazu daß sich Kaintor seinen alten Platz im Pantheon Eridmeas zurückeroberte. Der Begriff "Axtfall" für die Zerschmetterung Eridmeas in die Insellandschaft von heute, läßt ebenfalls auf Kaintors Werk schließen. Meine Hinweise lassen darauf schließen, daß Kaintor dafür erneut von Tarash verbannt wurde. Angeblich ging er zurück nach Kaintorea, zusammen mit Moluk K´Than (hoffentlich findet der dort ein sinnvolleres Betätigungsfeld) und möglicherweise Inesh (der ja auch wirklich übel mitgespielt worden ist). Weiterhin ist hoffentlich bemerkt worden, daß bei der Weberin das Präteritum benutzt wurde. Warum? Nun, nach dem Kaintors Horden in Eridmea einfielen, kam es zum Duell zwischen Tarash und Kaintor. Gegenseitig töteten sich beide Götter in diesem Kampf. Die Weberin erschien und wollte mit den Essenzen der Götter den Weltuntergang einläuten. Mein Herr Pathor verhinderte dies, indem er die Weberin und die beiden toten Götter in einem Feld bannte, wo die Zeit angehalten ward. Er gab dem beistehendem Mob, man könnte auch möglicherweise von Helden sprechen, die Aufgabe, beide Götter wiederzubeleben und eine neue Ordnung zum friedlichen Zusammenleben in Eridmea zu entwickeln. Wider alle Wahrscheinlichkeit hatten wir Sterbliche Erfolg. Als Pathor die Zeit von neuen laufen ließ, verbündeten sich Tarash und Kaintor und erschlugen die Weberin. Warum ist mir bisher verschlossen geblieben. Tatsache ist jedoch, daß die Essenz der Weberin auch heute noch in der Welt ist und wirkt. Sie ist unvergessen und kann daher noch nicht vernichtet sein. Es ist auch unwahrscheinlich, daß das Schicksal vernichtet werden könnte. Fakt ist jedoch auch, daß es heute keine Tempel und Priester mehr von Ihr gibt und daß kurz nach dem Vorfall auch Ihre Priester keine Macht mehr hatten. Eine Transformation gleich wie, hat also stattgefunden. Ich persönliche hoffe auf ihre Wiederauferstehung.
So damit haben wir eigentlich die wichtigsten Punkte genannt. Wer sich das merken kann ist im Prinzip gut davor sich mit Eridmeischen Pantheon auszukennen."


Was mich nicht umbringt......soll sich schon mal warmlaufen!

zuletzt bearbeitet 30.06.2016 10:41 | nach oben springen

#37

RE: Veigh - und manche Fragen will man nicht beantwortet haben

in Archiv 2016 Allgemein 30.06.2016 14:18
von Gelöschtes Mitglied
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Marcian nahm mit einem dankenden Nicken das Pergament entgegen und las es laut vor damit auch Sarah den Inhalt mit bekam.

Während Marcian lass herrschte totale Ruhe, als er geendet hatte blicke er zu Jonathan.

"Ein guter Überblick, danke dir. Soll Sarah es kopieren oder dürfen wir das Pergament behalten? Und kannst du zu den Göttern noch ins Detail gehen, besonders was ihre Zuständigkeiten anbelangt. Auch ihre Priester will ich besser verstehen, besonders was Gaben und Tabu angeht. Ich muss sie einschätzen können, denn auch diese könnten zum Problem werden. Besonders die Anuketi machen mir da Sorgen, sie scheinen weit ab von Weg - ob der Umstände halber oder aus Selbstsucht mag ich nicht, noch nicht, beurteilen. Es wird aber nicht leicht werden Utmark zu helfen, hier herrschen die Gier nach Macht und Reichtum. So wie ich das bisher verstehe auf und in allen Ebenen der herrschenden Schichten, egal ob Adel - Klerus - Handel - Bürgertum oder wer auch immer, sie wollen Reichtum um des Reichtums willen. Das Schicksal derer die ohne Macht und Stellung sind ist für sie ohne belang, da es ihnen nicht von Nutzen ist. Das muss sich ändern und das wird sich ändern."

Marcian lächelte ... doch hatte dieses Lächeln nichts angenehmes für den Empfänger an sich ... zum Glück war es für keinen der Anwesenden gedacht. Er blickte wieder Jonathan an.

"Bitte ... erhelle uns mit Details zu den lichten Göttern. Alles ist von nutzen."


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zuletzt bearbeitet 30.06.2016 14:22 | nach oben springen

#38

RE: Veigh - und manche Fragen will man nicht beantwortet haben

in Archiv 2016 Allgemein 30.06.2016 14:28
von Sarah Mac Melone • 163 Beiträge

"Warum hast Du nichts zu den ersten Vieren gesagt? Nun versteh ich zwar nun was die junge Novizin meinte mit, wir dürfen nicht alle Informationen an alle weiter geben, weil diese missverstanden werden. Aber wie soll ich bitte einen Sohn der seine Mutter vergewaltigt verstehen...? Das wird eine lange Nacht... und ein sehr anstrengender Morgen...." Sarah's Stimme war bei den ersten Worten heißer und wurde zum Ende hin hart.

In ihrem Blick war jedes Weiche was man vorher darin gesehen haben mochte verschwunden und hatte einen Ausdruck des kalten Zorns Platz gemacht.


"Das Universum ist nicht gerecht."
"Das ist doch gut so, währe das Universum fair, würden uns all die schlechten Dinge passieren die wir wahrscheinlich verdienen."
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#39

RE: Veigh - und manche Fragen will man nicht beantwortet haben

in Archiv 2016 Allgemein 30.06.2016 14:34
von Pater_Jonathan • 2.475 Beiträge

"Das Pergament schenke ich Dir gerne, ich habe noch weitere Abschriften davon. Es war eine gute Schreibübung für Novizen....
Auf Deine andere Frage kann ich nur mit Mühe antworten. Was willst Du genau wissen? Den Pathor Orden kann ich natürlich am besten einschätzen.
Durch den Krieg und den Axtfall hat mein Orden fürchterlich gelitten. Wahnwitzig viel Wissen wurde vernichtet. Unsere Bibliotheken und Klöster waren bevorzugtes Ziel der Vernichtung und massiv betroffen. Meine Ordensbrüder wurden verfolgt, um des Wissens willens gefoltert und umgebracht. Die anschließende Isolation sorgte auch dafür, daß sich die Brüder und Schwestern kaum untereinander austauschen konnten und sich in unterschiedliche Richtungen entwickelt haben und die Fragmente an Wissen nicht miteinander teilen konnten. Derzeit gibt es zwei große Strömungen. Die eine hortet die Reste an noch verbliebenem und hält die Schätze möglichst geheim, um nicht wieder Ziel zu werden; die andere erinnert sich wieder an die alten Wege und fängt an Wissen erneut zu verbreiten und zu lehren. Das Kloster hier in Uthmark gehört zur zweiten Gruppe. Ehrlicherweise muss ich zugeben, mein Orden ist nur noch ein Schatten, von der Größe der er einmal war. Für ihn spricht jedoch, daß die Mitbrüder und -Schwestern hier im Kloster, mit denen ich sprach für meine Begriffe ethisch korrekt und integer handeln. Auch sieht mein Herr mit großem Wohlwollen auf das Wirken von Abt Arnhelm.
Der Vorwurf von Veigh, das wir manchmal etwas weltfremd sind.....könnte durchaus richtig sein. Vorangiges Ziel ist im Moment die Schaffung einer Inselübergreifenden Zeitmessung und das ist schon reichlich schwierig."


Was mich nicht umbringt......soll sich schon mal warmlaufen!
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#40

RE: Veigh - und manche Fragen will man nicht beantwortet haben

in Archiv 2016 Allgemein 30.06.2016 14:49
von Pater_Jonathan • 2.475 Beiträge

Jonathan wendete sich Sarah zu: "Auf die vier komme ich gerne irgendwann später zurück, damit möchte ich in erster Linie Veighs Nerven nicht belasten. Der hält mich sowieso schon für hart an der Grenze.
Also zurück zu Libos...Libos ist die personifizierte Lust und der Rausch. Für Ihn gab es kaum Tabus. Er begehrte seine Mutter und machte sie sich mithilfe eines Trankes gefügig. Anschließend hatte er Beischlaf mit Ihr. Für mich und aus meiner Moral heraus ist das Vergewaltigung und ich wäre Schlitten mit ihm gefahren. Tanesh selbst bat jedoch bei Ihrem Mann Tarash für Libos um Gnade und offensichtlich wurde diese gewährt, wobei nicht überliefert wurde ob Tarash seinen Sohn nochmal vermöbelt hat. Ich jedenfalls hätte das getan.
Auf der anderen Seite hat das ganze dafür gesorgt, daß Libos und seine Anhänger nun SEHR genau darauf achten, daß alle Handlungen unter den Gesichtspunkten der absoluten Freiwilligkeit stattfinden. Zugestanden, die Beziehung zwischen Tanesh- und Libosklerikern ist nach wie vor nicht die herzlichste.
Tanesh floh danach mit Hilfe des Drachen Armangath auf die Welt und wurde buchstäblich vom Boden verschluckt und dort von Bregath geheilt. Für die Welt war das ein Segen, denn sie kam geheilt zurück als sie gebraucht wurde."


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#41

RE: Veigh - und manche Fragen will man nicht beantwortet haben

in Archiv 2016 Allgemein 30.06.2016 14:54
von Pater_Jonathan • 2.475 Beiträge

"Nebenbeibemerkt, glaube ich das die Götter ´menschlicher´werden. Füher waren sie zum Teil auch personifizierte Prinzipen:
Tarash - Gerechtigkeit, Libos - Trieb, Pathor - Ratio, Tanesh - Fruchtbarkeit. Ich glaube das diese Geschehnisse die Entwicklung der Götter beschreiben."


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#42

RE: Veigh - und manche Fragen will man nicht beantwortet haben

in Archiv 2016 Allgemein 30.06.2016 18:16
von Britta • 11.441 Beiträge

Veigh hatte gegrübelt, mit sich gerungen, man sah, dass Vieles, was Jonathan erzählte wohl schwierig war. jetzt erhob er zum ersten Mal wieder die Stimme: "WElche ersten 4? Meint ihr die Lehre der Fünf?" Fragend sah er Jonathan an.

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#43

RE: Veigh - und manche Fragen will man nicht beantwortet haben

in Archiv 2016 Allgemein 30.06.2016 20:57
von Pater_Jonathan • 2.475 Beiträge

Nun schaute Jonathan ehrlich verblüfft. "Veigh, Veigh in Dir schlummern ungeahnte Talente....In der Tat, auf diese Legende wollte ich hinaus, nur das sie selbst hier im Pathortempel nicht mehr bekannt ist."


Was mich nicht umbringt......soll sich schon mal warmlaufen!

zuletzt bearbeitet 30.06.2016 21:04 | nach oben springen

#44

RE: Veigh - und manche Fragen will man nicht beantwortet haben

in Archiv 2016 Allgemein 30.06.2016 21:38
von Britta • 11.441 Beiträge

Veigh runzelte die Stirn.

"Komisch... eigentlich ist das allgemein bekannt, auch wenn sich alle ständig darüber streiten, wer denn nun die Fünf sind und wer der Erste, der Zweite etc."
Er zuckte die Schultern
"Ich würde sagen..Tarash, der eRste von Fünf, Azroth, Zweiter von Fünf, Anuket, Dritter von Fünf, das würde Sinn machen, oder?"

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#45

RE: Veigh - und manche Fragen will man nicht beantwortet haben

in Archiv 2016 Allgemein 30.06.2016 21:52
von Pater_Jonathan • 2.475 Beiträge

Nur ein wirklich geübter Menschenkenner hätte die Erleichterung gesehen, welche kurzzeitig über Jonathans Gesicht lief. "Ja, aber wo würdest Du Tanesh einsortieren. Müsste Sie nicht statt Anuket auf der zwei sein?"


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