#1

nach Kerran

in nach dem RC 9 - 2023 15.01.2023 14:01
von Pater_Jonathan • 2.597 Beiträge

Als Eradan sich in der Taverne einfand, sprach Jonathan ihn an. "Eradan, ich möchte Dich für einen Auftrag anheuern, welcher ... sich als herausfordernd erweisen wird. Ich habe jahrelang Mittel, finanzielle und andere, gesammelt um es selbst tun zu können, aber nun lassen mich meine Kräfte im Stich. Ich bitte Dich mit einer Truppe nach Kerran zu segeln, den Widerstand dort entsetzen und auszubilden, um die Insel von dem restlichen Chor der Plagen - Strolchen zu befreien.
Kannst Du Dir so etwas vorstellen?"


Ceterum censeo Daskriminem esse delendam!
nach oben springen

#2

RE: nach Kerran

in nach dem RC 9 - 2023 15.01.2023 16:21
von Eradan aus der Sarnfurt • 16 Beiträge

Eradan sah den Pater einen kurzen Moment nachdenklich an. "Vorstellen kann ich mir das schon. Ob das Sinn hat, kann ich dir nicht sagen, dafür weiß ich zu wenig über Kerran. Wenn ich mehr weiß kann ich mehr beurteilen."

nach oben springen

#3

RE: nach Kerran

in nach dem RC 9 - 2023 15.01.2023 16:27
von Pater_Jonathan • 2.597 Beiträge

Jonathan überlegte. "Hm, Was weiß ich noch über Kerran? Ich schau mal in meinen Aufzeichnungen."


Ceterum censeo Daskriminem esse delendam!
nach oben springen

#4

RE: nach Kerran

in nach dem RC 9 - 2023 15.01.2023 21:40
von Pater_Jonathan • 2.597 Beiträge

Jonathan hatte tief in seiner Bibliothekskiste gewühlt. Er kam mit einigen Aufzeichnungen und etwas wie einer groben Karte zurück. "Also Kerran ist nicht Daskgrimm, sondern eine Insel in der Nähe, die von Daskgrimm besetzt wurde. Und das vor grob zwölf Jahren. Die Leute dort kennen zumindest noch den Glauben an die wahren Götter auch wenn alle bekannten Priester massakriert worden sind."
Er breitete die Karte aus. "Die Insel ist so groß, etwa 15.000 Menschen lebten dort mal, wie viele es heute sind, kann ich nicht genau sagen. Zwei drittel der Menschen leben in einigen wenigen großen Städten, der Rest verteilt sich auf die Flecken von Bauerndörfer und Bergbauansiedlungen. Meine Informationen sind dreieinhalb Jahre alt. Rechne mit einem rauen nordischem Klima."
Er zeigte auf zwei zentrale Stellen auf der Karte. "Hier ist ein Gebirgszug der über die Baumgrenze hinausgeht, also schon recht hoch ist. Die Leute dort betreiben Bergbau und das schon wirklich lange. Man kann durch die Tunnel nahezu jeden Ort am Rande erreichen und das Untertage. Als ich dort war gab es einen Mann namens Talwin. Der führte dort eine Widerstandsbewegung an. Rechne mit wirklich fiesen kleinen Kobolden unter Tage. Da der Astralraum zerstört war, könnten sie nicht in die Anderswelt und sind ein Stück weit wahnsinnig geworden. Größere Truppen da unten durchzuschleusen dürfte ziemlich gewagt sein."
Der Priester dachte kurz nach. "Hier ist der 'Zentralwald'. Der wird nicht forsttechnisch genutzt und ist der Rest vom Urwald, welcher die Insel einst bedeckte. Hierhin sollen sich die letzten Magiebegabten, weisen Frauen, etc zurückgezogen haben, um Widerstand zu leisten. Könnte also auch einen Besuch wert sein."
Jonathan deutete auf zwei weitere Flecken, einer direkt am Meer. "Dies hier ist die Hauptstadt. Groß, bestens verteidigt gegen Angriffe von See und Land. Der Zentrale hier ist die Stadt Minfort. Zu Fuß etwa zwei Wochen Reisezeit vom Gebirge. Die Karte ist ungenau. Ich weiß nicht ob sie genau da liegt. Wo die anderen Städte liegen weiß ich nicht, wird dir aber Talwin sagen können. Außerdem sind dort beim Widerstand noch einige Spione von Haus Ha´Ko geblieben. Ihre Namen sind Elrik, Mahadmann, Keldu und Alda. Die ersten drei sind männlich und folglich die vierte weiblich. Sie werden reagieren, wenn du Ihnen von Jo erzählst. Sie kennen mich allerdings nicht wie ich heute bin, sondern als Jo einen Söldner von einem unbekannten Auftraggeber, ziemlich genau Dein Alter, der eine Familie retten sollte und das auch geschafft hat. Mit ihm waren Esmeralda und Inayan unterwegs. Inayan kennst Du aus den Falkenlanden. Ich weiß, klingt verwirrend und war es auch."
Er zeigte auf einen anderen Punkt an der Küste. "Hier bin ich damals angelandet. Eine Steilküste. Es war kalt und windig, die Felsen rau und das darum herum befindliche Land karg, kaum Grün, nur Flechten, Moose, kümmerliches Gras und ein paar Krüppelkiefern. Man konnte allerdings schon von hier aus einen höher gelegenen Waldrand mit immergrünen Bäumen sehen." Mehr kenne ich auch nicht von der Insel."

Jonathan blätterte noch kurz weiter und reichte ihm ein Papier. "Das sind Augenzeugenberichte damit Du weißt worauf Du dich einläßt."

Eradan konnte folgendes Lesen:
Also...mh... wir lebten in einem Dorf. Es gab die Hauptstadt und einige andere Große Städte, aber wir lebten halt auf dem Land und Minfort, das ist die nächste Stadt in unserer Nähe...mh... das waren so zwei Wochen reisezeit. Aber wir hatten halt die Mienen in der Nähe...haben sie immer noch...und dadurch ging es uns gut. papa sagte immer, unser Absatzmarkt sei quasi nur einen steinwurf weit weg, also fuhr er höchstens einmal im Jahr in die Stadt, um einzukaufen, was wir an..Luxus..haben wollten." sie dachte nach. Mein Dorf bestand aus 8 großen Familien, also wenn man die Brüder, die selbst Hofvorstände sind, mitzählt. Vielleicht 350 Personen?" sie wirkte unsicher, wahrscheinlich hatte sie nie gezählt, wer alles zum Dorf gehörte. "Wir hatten eine Taneshpriesterin, eine eigene, und einen Hannumakpriester, den wir uns mit dem Nachbardorf geteilt haben. Ab und zu kamen auch ein Bregahtpriester und ein Sinaspriester vorbei, der Sinaspriester war eigentlich alle zwei bis drei Wochen da um nach dem Rechten zu schaun. Ich kenne noch Aldrospriester, da ist einer auf dem Handelsplatz der Miene gewesen und ich weiß, was ein Pathorpriester ist." sie runzelte die Stirn. "ihr erzählt Geschichten und bringt einem bei, wie man ein bißchen rechnet, damit man den Hof verwalten kann und wie man genug schreibt, damit man die Listen führen kann, wenn man zum Markt fährt. Ich hab mal einen gesehen....das war...keine Ahnung, da war ich halt Kind. Aber der kam nur alle Jahre vorbei." sie überlegte. "wenn es Probleme gab, dann kümmerte sich unsere Kräuterfrau darum, wenn es um Rechtsprechung ging, weil Leute sich stritten, da kamen halt der Müller, der Meier und der Schulze zusammen und dann sprach man mit dem Dorfvorstand. Wir hatten einmal einen Fall, das war - glaube ich - ein Mord. Da dachte man darüber nach, ob man in die Stadt muss. Aber ich war noch zu klein und ich glaube, das hat sich dann irgendwie anders geregelt." sie wirkte nachdenklich, entspannter als die meiste Zeit. Zählte an den Fingern ab, Tanesh, der Richter in der Stadt, Sinas, Hannumak, Bregath, Aldros, Pathor - die Siebenheit." sie nickte. "eigentlich ging es uns ziemlich gut, wir waren satt, es hatte schon viele Jahre keine schlimmen Stürme mehr gegeben, wobei meine Mama erzählte, dass als sie ein kleines Mädchen war, ein so schlimmer Winter herrschte, dass viele aus dem Dorf beinah verhungert wären und die Alten, Kranken und Schwachen starben. Aber solche Winter sind selten, die meisten bringen Schnee bis zum Knie oder der Hüfte, aber nur für ein paar Wochen. Danach wird alles wieder grün." sie lächelte, doch das Lächeln erstarrte als sie weiter dachten. "bis vor fünf Jahren...ich glaube, es könnten auch fast sechs sein...da brachte der Fühling die Fremden mit." sie kniff die Lippen zusammen, ihre ganze gestalt verkrampfte sich.

Sie waren eine ganze Armee! sie waren...vorbereitet. Krieger, Priester, Zauberer...wir hatten doch überhaupt keine Chance! da tauchten mindestens...hundert Soldaten auf...und sie hatten diese gruseligen Leute dabei. Da waren Kerle, die schlugen Bauer Halmbring tot MIT BLOSSEN HÄNDEN! sie trampelten regelrecht auf ihm herum! da war dieser Kerl mit der Kette, die irgendwie ein Eigenleben hatte, und Leute erdrosselte! da war ein Typ, der hat irgendwelche Glasbehälter geworfen, die zerbrachen. Und plötzlich brach alles zusammen und schnappte nach Luft. Ich meine...was sollten wir denn tun? Es hatte Gerüchte gegeben von Kämpfen in der Stadt, aber als diese Flüchtlingsfamilie eintraf, da dachten alle noch, das ist ja verrückt, was die sagen. Und selbst wenn, das ist noch Wochen weit weg. Aber... es ging rasend schnell. Und wir hatten doch die Frühlingsaussaat - die Männer hatten zu tun. Wir alle hatten zu tun...aber ...wir waren noch nicht ganz fertig..und dann kamen sie."
sie fing an zu zittern, umschlang sich selbst mit den Armen, wippte ganz leicht.

"sie....waren Monster. Wer sich wehrte wurde niedergerungen, wenige schnell getötet, die meisten auf den Dorfplatz geschleppt. Dann...töteten sie den Forschulzen.2 das Wippen wurde stärker. "und seine ...Familie..nachdem sie...furchtbare Dinge mit ihnen gemacht haben. manche vielen in Ohnmacht, ich glaube, ich weinte...oder kotzte...dann nahmen sie den Müller...die Frau stürmte vor und warf sich auf die Knie, flehte um das Leben ihres Mannes." sie hob den Kopf, starrte Jonathan an. "der ..Priester sagte, er lässt ihn laufen, wenn sie dafür sorgt, dass er gute Laune hat. Ich hab nicht ..verstanden, was er meinte. Aber dann hat sie...hat sie..."
sie verstummte. Schluckte.

"aber...der Molukthani ließ den Mann am leben. Und sie. Und die Kinder. Und sagte den Soldaten, dieses Haus wäre jetzt geschützt."

ich kann euch nicht sagen, wie viele soldaten auf meiner Insel heute sind. Wie viele Priester oder Zauberer es gibt. nach...nach...ich ...nach dem Dorf und dem Bergwerk und dem anderen...ich habe die Hafenstadt gesehen. Dort war alles voll von ihnen. Aber...eher wie schon befestigt. Da waren Leute auf dem Markt, die haben ganz normal Handel getrieben. Handwerker, die haben ganz normal gearbeitet. Aber es gibt halt überall Patroullien und die alten Tempel brennen teilweise immer noch...nach solanger Zeit. die Sklaven flüstern, dass der Kettengott jede Nacht eine Frau im Tempel der Tanesh töten lässt, damit die Flammen weiter gen Himmel schlagen und die Göttin unsere Gebete über die Schreie der Frauen nicht hören kann. Sie haben...als ich dort lang gebracht wurde...da stand ein Mann auf dem Marktplatz." sie wurde noch blasser, sah aus wie jemand, der etwas gesehen hatte, das der Verstand nicht fassen konnte "er...eigentlich hätte der längst tot sein müssen...aber...der lebte noch und sie...sie schändeten ihn. Ich meine...einfach so...ich weiß nicht, wie lange schon. Und hielten ihn am Leben. Und jeder, der es tat, bekam ein Brot von den Wächter neben dem Mann geschenkt. Manchmal auch eine Münze, oder etwas anderes...ich verstehe nicht, warum der Mann nicht starb?"


Ceterum censeo Daskriminem esse delendam!

zuletzt bearbeitet 16.01.2023 09:04 | nach oben springen

#5

RE: nach Kerran

in nach dem RC 9 - 2023 16.01.2023 08:38
von Geschichtenerzähler • 27 Beiträge

Kurosch wechselte vom Lazarett an den sauberen Tisch. Sie nickte Eradan zu, hielt aber erstmal die Klappe und ließ den Pater reden. Sie zückte ein kleines Notizbuch und skizzierte grob die taktischen Positionen die er beschrieb - sie konnte sie immer noch verbrennen, falls man sie nicht mitgehen ließ.

Sie konnte sich denken, welche Art von Berichten sich auf diesem Zettel fanden. Diese Perversen waren überall gleich. Stattdessen wartete sie interessiert auf die Reaktion ihres potentiellen Befehlshabers.


nach oben springen

#6

RE: nach Kerran

in nach dem RC 9 - 2023 16.01.2023 16:22
von Eradan aus der Sarnfurt • 16 Beiträge

Eradan lauschte den Informationen schweigend. Als Kurosch sich setzte, nickte er ihr ebenfalls kurz zu. Bei keinem der Berichte zuckte er auch nur zusammen, stattdessen legte er die Stirn in Falten und verarbeitete die Angaben.
Jeder ausgebildete Taktiker würde mir von diesem Krieg abraten, dachte er.

"Die Chancen die ich uns ausmale sind gering!", sagte er schließlich. "Eine solche Operation amphibisch zu starten geht in den meisten Fällen schief, zumal ich annehmen darf, dass Tilga gegen meine Landung Einspruch erheben würde. Sollte die Landung dennoch erfolgreich sein, gehen die Probleme erst los. Die Informationen, die wir haben, sind wenige, teils unvollständig und teils veraltet. Der Gegner kennt das Terrain besser, ist besser ausgestattet, in Überzahl und bei der Bevölkerung etabliert." Eradan machte eine kurze Pause.

"Mal abgesehen davon weiß ich nicht, wieviel du einem durchschnittlichen Söldner für einen Schanzenkrieg zahlen willst. Das wird eine lange Operation mit wenig Bewegung, vielen Entbehrungen und geringer Chance auf persönlichen Ruhm. Ich würde das tun, aber ich kann dir angesichts dieser Umstände nicht sagen, wie ich die Moral der Truppen aufrecht erhalten soll, denn für bloßen Sold finden die meisten Söldner in diesem Land einfachere Aufgaben, die weniger Disziplin erfordern. Übrigens, ist auch der finanzielle, logistische und personelle Aufwand enorm. Ich bräuchte ungefähr 100 Leute. Davon 50 Streiter zu Land, die nach Möglichkeit alle in mehr als einer Waffengattung geschult sind, um neben der bloßen Kämpfe auch den Widerstand ausbilden zu können, 20 Leute, die etwaige Schiffe, Versorgungszentren und Brückenköpfe sichern, 10 Versorger, die rudimentäre Mundanheilung beherrschen, im Falle eines längeren Gefechts in der Startphase beispielsweise Nahrung und Pfeile herbeischaffen, dazu noch fünf bis zehn Priester verschiedener Götter, welche die Landbevölkerung wieder zum alten Glauben führen und uns gegen den Chor absichern, sowie fünf bis zehn Magier. Ich brauche dazu noch Ausrüstung und Versorgungsgüter und Schiffe. Ich nehme nicht an, dass wir von hier direkt nach Kerran fahren würden, also müsste man das auch noch wieder auffrischen. Wer bezahlt das alles?"

Eradan überlegte einen Moment. "Ich würde diese Insel befreien, wenn ich weiß, dass es machbar ist. Dafür brauche ich nicht zwangsläufig eine Armee, aber das kann ich nicht mit Inayan und vier Spionen und das heißt vor allem, wir brauchen Unsummen an Geld, überzeugten Streitern und einer verdammten Menge an Glück!"


zuletzt bearbeitet 16.01.2023 16:24 | nach oben springen

#7

RE: nach Kerran

in nach dem RC 9 - 2023 16.01.2023 16:45
von Pater_Jonathan • 2.597 Beiträge

Jonathan blickte zu Kurosch. Er wollte erst ihre Meinung hören, bevor weiter sprach.


Ceterum censeo Daskriminem esse delendam!
nach oben springen

#8

RE: nach Kerran

in nach dem RC 9 - 2023 16.01.2023 18:33
von Geschichtenerzähler • 27 Beiträge

Kurosch betrachtete nachdenklich die Karte: "Zwölf Jahre sind eine lange Zeit... Aber nehmen wir an, der Wiederstand existiert noch und sie halten nach wie vor die diese Mienen - das ist ein unschätzbarer Vorteil: Ein Feind, der plötzlich aus dem nichts auftaucht, strategische Punkte nimmt und verschwindet ist unfassbar zermürbend. Und ein Feind, den man nicht greifen kann, hält sich lange. Ich halte es also nicht für unmöglich, dass sie noch da sind."

"Ohne weitere Informationen fünfzig, hundert Mann auf die Insel zu bringen wäre töricht, da stimme ich Euch zu Eradan. Aber was ist mit einer kleinen Truppe? Ein gutes Dutzend der härtesten Schweine die Steinfaust zu bieten hat? Wir könnten uns mit dem Wiederstand treffen und die Lage auskundschaften - und mehr geballte Erfahrung an der Waffe werdet Ihr nirgendwo sonst finden, zumindest nich bei Menschen. Erwartet nur nicht, dass wir den Wiederstand mit Waffen versorgen - Metall ist ein zu knappes Gut", sie richtete sich auf und sprach mit Überzeugung: "Aber glaubt mir, wenn wir mit Euch dort sind dann stehen wir bei Euch! Wir sind zum Kämpfen berufen und auch wenn die Moral einmal dünn werden sollte, die Disziplin bleibt bestehen! Dafür werde ich sorgen."

Sie atmete kurz durch und holte eine golden schimmernde Münze hervor die sie vorzeigte: "Das Haus Steinfaust zahlt in Soldsilber - ein Stück am Tag. Wenn man's nicht beim Tross ausgibt kriegt man an den meisten Orten zwei Silberstücke dafür", sie zuckte mit den Schultern: "Fragt mich nicht, wieviel Steinfaust selber für uns einstreicht aber es wird um einiges mehr sein, immerhin wird damit alles finanziert, was nicht auf den Inseln zu erwirtschaften ist - und das is ne Menge."

"Ich weiß nicht, wie ihr aufgestellt seid, aber...", Kurosch sah Eradan eindringlich an heftete dann ihren Blick auf die Augen Jonathans: "Ihr seid da reingegangen um einer Familie zu helfen, sagtet ihr. Was ist hier das Ziel? Die Bewohner der Insel zu retten oder die Insel wieder in ihre Hand zu legen...?"


zuletzt bearbeitet 16.01.2023 20:16 | nach oben springen

#9

RE: nach Kerran

in nach dem RC 9 - 2023 16.01.2023 20:40
von Eradan aus der Sarnfurt • 16 Beiträge

Eradan hörte sich die Äußerungen von Kurosch genau an und man sah, wie er abzuwägen begann.
"Das Problem ist", begann er "Dass wir mehr brauchen werden als einen Kommandotrupp. Wenn es nur darum gehen würde, bestimmte gegnerische Ziele auszuschalten, wäre ich voll und ganz deiner Meinung. Ich sehe es nur als kritisch, welche Wirkung wir auf die Bevölkerung haben. Wenn wir eine kleine Gruppe einschleusen können wir eventuell helfen, kleinere Umstürze zu organisieren, aber wenn die Leute sehen sollen, dass die alten Götter noch Macht und Anhänger haben und dass jemand mit einer ganzen Truppe kommt, um sie zu unterstützen. Ich glaube um das Volk zu beflügeln, brauchen wir nicht nur Effizienz, sondern auch große, offene Siege mit Außenwirkung, mit Trommel Banner und Fanfare um es bildlich zu sagen und wenn sie sehen, dass gerade jemand mit solchen selten Gütern wie Waffen und Rüstungen kommt, glaube ich, dass die Effekte noch größer wären. Natürlich würden diese Kosten nicht von Haus Steinfaust getragen werden!
Und egal, für welche Form von Operation wir uns schlussendlich entscheiden werden, ich wäre für eure Meinung und eure Kampfkraft außerordentlich dankbar!"

Sein Blick schwenkte zu Pater Jonathan. "Ich glaube du solltest nochmal genauer definieren, was du tatsächlich auf der Insel erreichen möchtest, bevor wir uns die Köpfe zermartern."


zuletzt bearbeitet 16.01.2023 20:41 | nach oben springen

#10

RE: nach Kerran

in nach dem RC 9 - 2023 16.01.2023 21:17
von Pater_Jonathan • 2.597 Beiträge

Jonathan hatte sich die Bedenken angehört. Teilweise stimmte er ihnen zu. Andererseits gab es Punkte, die sie noch nicht im Blick hatten. "Tilgar wird das tatsächlich unmöglich machen, sollte kein Anuketi dabei sein, der Contra bieten kann. Wenn einer dabei ist, kann eine amphibische Landung von jeder Stelle gelingen. Wobei ich empfehle, Harpunen dabei zu haben. Da wir jetzt gerade Moluk K´Than in den Orkus gejagt haben, ist deren Kommandokette kaputt, und die gemeinsame Klammer fehlt. Oder besser die Knute, die den Daumen drauf hielt.
Zholthyn, der Kriegsgott des Chores, also der Kampfhund wird sich versuchen freizuschwimmen und eine neue Rangordnung zu etablieren. Tilgar und Xatur'Ha müssen damit umgehen.
Der König greift jetzt gerade Daskgrimm mit voller Stärke an. Ich nehme an, daß die Besatzungstreitmacht reduziert wird, um die Hauptinseln zu stützen. Es gibt zwei große Städte, die versorgt werden wollen. Von den Berkwerken zu der nächsten Stadt sind es zwei Wochen Fußmarsch. Das ist jede Menge Raum der geschützt werden muß, zu den anderen Bereichen noch weiter. Damit müssen sich die Truppen sehr weit ausdünnen, wenn sie die Insel unter Kontrolle behalten wollen. Natürlich können sie sich auf den Angstfaktor verlassen, den die Bevölkerung noch vor ihnen hat, aber sie werden sich bemühen müssen, ihre Versorgung zu halten. Jede kleines kleine Scharmützel, jeder Kampf den sie verlieren, wird allerdings an dem Ruf nagen.
Ich habe mir ein ziemliches Vermögen genau zu diesem Zweck jetzt erarbeitet, daß ich einzusetzen gedenke. Die Kriegskasse ist also wirklich gut gefüllt. Wir werden diese Insel für das Königreich erobern, daher erwarte ich dann, daß ähnlich wie hier Haus Steinfuß, dann auch Kerran dem Eroberer als Eigentum zugesprochen wird. Kerran ist größer als diese Insel und wird sich für zwei Lehen locker eignen, vielleicht auch mehr. Ich hätte die Hoffnung noch ein anderes Haus, vorzugsweise Haus Ha'Ko zu involvieren, da ich annehme Haus Steinfaust wird hier noch zuviel zu tun haben, um sich selbst ausreichend engagieren zu können. Aber das werden die Verhandlungen zeigen, welche mit ..." er schaute zu Kurosch, "...Ragnar? geführtwerden müssen. In Uthmark gibt es eine Magierakademie, viele Tempel und eine gute Versorgung. Wenn wir von hier fahren, müssen wir ziemlich konstant Richtung unten fahren Auf jeden Fall kommen wir dabei in Eridion vorbei und können uns die Eroberung zusagen lassen. Ich denke Ritter Eradan ist lange überfällig, oder wars schon Baron? Weiß der Geier, egal man verteilt das Fell des Bären nicht wenn er es noch trägt."


Ceterum censeo Daskriminem esse delendam!

zuletzt bearbeitet 16.01.2023 21:31 | nach oben springen

#11

RE: nach Kerran

in nach dem RC 9 - 2023 16.01.2023 21:43
von Geschichtenerzähler • 27 Beiträge

[Passt auf meiner Karte, alles fein]

Jonathan hatte zwar ihre Frage nicht direkt beantwortet, aber sie waren auf demselben Stand: "Wenn ihr ihnen Kerran anbietet bin ich mir sicher, dass Haus Steinfaust entgegenkommend sein wird."

Sie überlegte kurz: "Ich fürchte fast, für so ein Aufgebot kann Ragnar Euch keine Zusagen geben aber wir haben Diplomaten in Eridion, die das können", sie lächelte: "Und es wäre nur angemessen einem potenziell so wichtigen cleient eine Eskorte mitzugeben um sicherzustellen, dass er sicher ankommt." Sie war sich sicher, Ragnar würde es verstehen, zumindest hoffte sie das: "Ich habe ein paar Männer im Auge, die ihr dabei haben wollt... Immerhin hat man uns nicht umsonst hierhin geschickt."


zuletzt bearbeitet 17.01.2023 09:21 | nach oben springen

#12

RE: nach Kerran

in nach dem RC 9 - 2023 17.01.2023 09:47
von Eradan aus der Sarnfurt • 16 Beiträge

"Das mit der Kriegskasse ist ein wirklich hilfreicher Punkt." Eradan wartete bis Kurosch ausgesprochen hatte, bevor er weitersprach. "Da du aber bereits von Scharmützeln sprichst, Jonathan, sehe ich die Notwendigkeit einer größeren Gruppe nochmal bestätigt. Das wir in Eridion und Uthmark einen Halt einlegen, betrachte ich ebenfalls als Notwendigkeit. Wie die Adelshäuser die Insel verteilen ist ein diplomatisches Problem, von dem ich nicht genug verstehe, aber wir sollten erstmal Rückhalt in der Bevölkerung haben, bevor wir einen neuen Herren einsetzen. Vielleicht bietet sich je nach Mithilfe auch eher an, Teile des Widerstands zu adeln und ihnen die Insel zu übergeben, aber das muss dann geprüft werden. Wer soll die Verhandlungen mit Ragnar führen?"

Dann wandte er sich an Kurosch. "Um welche Männer handelt es sich? Ich bin ganz Ohr."

nach oben springen

#13

RE: nach Kerran

in nach dem RC 9 - 2023 17.01.2023 10:54
von Geschichtenerzähler • 27 Beiträge

Politik war scheiße. Kurosch hatte sich nie sonderlich dafür interessiert, als es noch unwichtig war und nun da es seit ein paar Tagen wirklich Einfluss auf sie hatte, brachte es ihr Blut zum kochen. Wie alle redeten, ohne sich zu hören. Da war ihr die Fremde die die Luft in ihrer Taverne verschwendete schon fast lieber. Klare Verhältnisse, Befehle und ein Ziel.

Egal. Das war die Chance von diesem Felsen runterzukommen. Es war zwar nicht Daskgrimm, es war nicht Waldhandel aber es war die richtige Richtung. Es war ein Kampf der die Zeit wert sein würde.

Kurosch bemühte sich, keine Regung zu zeigen, bis sie wieder angesprochen wurde: "Kieron, Skane, Kamden, Sjanscha, Kelyn und 'Senkel'. Alles Leute, die seit Limes mit uns unterwegs waren, das heißt sie haben zumindest schonmal Infizierte gesehen und es überlebt. Und das war nichtmal die schlimmste Scheiße...", sie driftete kurz ab bevor sie sich fangen konnte: "Bevor wir wegen Skopesch's Unf- wegen des Einsatzes im Frühjahr hierher geschickt wurden, waren wir gerade dabei für Haus Orth Waldhandel zurückzuerobern - Daskgrimm hatte versucht sich die Insel unter den Nagel zu reißen, Orth hat uns sofort gerufen. Hatten grade den Handelshafen zurückgeholt, sodass mehr Truppen anlegen konnten, da holt man uns hierher ... naja, worauf ich hinaus wil: Wir sind es gewöhnt in der Unterzahl zu sein und wir sind gut darin, den Feind abzuschlachten gegen den ihr ziehen wollt. Wir sind DER Trupp den man schickt, wenn es durch Blut und Scheiße geht!"


nach oben springen

#14

RE: nach Kerran

in nach dem RC 9 - 2023 17.01.2023 11:19
von Pater_Jonathan • 2.597 Beiträge

Jonathan nickte. "Ein Trupp der hinter den Reihen agieren und Versorgungslinien kappen kann. Praktisch." Er dachte kurz über die Formulierung der nächsten Worte nach. Ich befürchte ich werde die Dunmer begleiten müssen, um Mandrakis Magierin im Auge zu behalten. Dafür geht es entweder zu den Drachen oder wieder Rhyat. Würg!
Egal. Dafür werde ich allerdings auch über Eridion segeln, um Proviant zu laden. Dann werde ich sicherlich auch Verhandlungen führen können. Auf Uthmark seit Ihr dann auf Euer eigenes Verhandlungsgeschick angewiesen. Ich kann Euch allerdings Empfehlungsschreiben mitgeben, die Euch einige Türen öffnen sollten."


Ceterum censeo Daskriminem esse delendam!
nach oben springen

#15

RE: nach Kerran

in nach dem RC 9 - 2023 17.01.2023 16:35
von Eradan aus der Sarnfurt • 16 Beiträge

Eradan war lange genug Soldat gewesen, um zu erahnen, wie Kurosch darüber dachte.
"Ich weiß, dass der politische Aspekt ätzend ist." sagte er. "Ich werde eine schwere Eingreiftruppe brauchen, die die Sorte Drecksarbeit erledigt, die den meisten zu gefährlich, brutal oder schwierig ist. Zu den Aufgaben dieser Truppe werden neben dem Abschneiden von Versorgungslinien auch noch Dinge wie Ablenkungsmanöver, gezieltes Erlegen gegnerischer Weichziele, beispielsweise Priester, koordiniertes Öffnen verfeindeter Stellungen und das Sicherstellen von Artefakten oder Geiseln gehören. Deiner Erklärung nach zu urteilen, sind du und die Aufgezählten dafür bestens ausgebildet und bereits aufeinander eingespielt. Wenn ihr diese Aufgaben für mich übernehmt, bekommt ihr klare Order und werdet nicht mit politischen Diskussionen belastet. Wäre das in eurem Sinne und in dem dieser Männer?"

nach oben springen


Besucher
3 Mitglieder und 3 Gäste sind Online:
Corveign, Sarah Mac Melone, Fee

Forum Statistiken
Das Forum hat 847 Themen und 39023 Beiträge.

disconnected Foren-Chat Mitglieder Online 3
Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen