#1

Angriff - der Zorn Anukets

in Krieg auf Daskgrimm 17.01.2023 09:01
von Britta • 11.841 Beiträge

Die Überfahrt war fast unheimlich gut verlaufen. Jedes Schiff der königlichen Flotte war mit mindestens einem, meist mehreren Anuketpriestern versehen, außerdem hat der Orden der Reinheit und 30 ! Mann mitgegeben. Eine unvorstellbare Streitmacht. Ich wusste, dass es mehr von ihnen geben muss, aber ich hab nie mehr als 2 auf einmal gesehen. Sie wirken - finster. Ich weiß, das klingt seltsam. Sie sind normalerweise doch ein Zeichen des Lichts. Aber ich habe selten Männer gesehen, bei denen der Zorn so tief saß. Sie halten sich getrennt von uns. Ode wir von ihnen. Schwer zu sagen. Wir haben 2 von ihnen an Bord. Einen "Sprecher" und einen "Schild" was auch immer das heißen soll. Aber als wir im Nebel mehrere der Schiffe aus den Augen verloren da wusste der Sprecher, wo die sind. Es war...gruselig.
Nicht so gruselig, wie die Candraleute, die den Nebel verursacht haben. Ich meine, DIE sind immer gefährlich. Da erwartet man, dass der Neumond kommt und sie sich in Monster verwandeln. Die FREUEN sich auf den Krieg, das Jagen, das Töten. Wenn ich zu denen guck, dann denk ich nicht an Priester, dann denke ich daran, dass ich zu Hause immer eine Armbrust gespannt liegen hatte in den Nächten, wo Pators Auge geschlossen war. Aber - nun gut. Der König hat alles zusammen gesammelt. Leute mit denen ich hoffentlich nicht Seite an Seite kämpfen muss. Die Priesterschaften, erstaunlich viele. Tarash und Heron sind logisch, auch Sinas und Hannumak, wenn man drüber nachdenkt. Natürlich die Anuketi. Irgendwie hat von denen keiner Ähnlichkeit mit meinem alten, dicken Dorfpriester. Die Leute der Candra. Der Alogrimonde. Wenige, aber ich nehme an für Aufklärung. Einige Priester der Eschgal, einige der Tammuz. Ich weiß, dass Tammuz jetzt die Gnädige ist. Auch. Also...auch. Aber wenn der Feind auch nur halb so viel Angst vor denen hat wie ich, dann gibt er einfach auf.
Wobei ich froh bin, dass wir sie haben. Einige der Schiffe - nicht dieses, gesegnet sei Anuket! - werden von Untoten gefahren. Es ist vollkommen verrückt. Wenigstens haben wir niemanden aus Ter Brin dabei. Sonst gäbe es Mord und Totschlag. Aber auch ich muss sagen...Heiliger der Tammuz hin, Heiliger der Tammuz her, bei manchen Verbündeten fürchtet man den Feind weniger als die Leute an der eigenen Seite. Das gilt für die Armee der Dolche. Und für die Untoten. Angeblich ein Unlichenfürst aus Orset oder so. dem man versprochen hat, er darf töten. Die Vorstellung, dass wir die Untoten auf den Feind loslassen lässt mich fast Mitleid mit ihnen haben. Fast.

Der Kommandeur hat ne Ansprache gehalten. Was auf uns wartet. Ich meine, ich bin kein Kind mehr. Ja, ich bin jung. ja, ich komm ursprünglich aus einem kleinen Dorf, aber ich hab mitgeholfen bei der Eroberung der neueren Inseln von Waterfrey. Ich weiß, was Kampf ist. Vielleicht nicht "Krieg" aber wenn man meinen Kommandeur hört, dann weiß niemand von uns, was das ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Leute gibt, die ganze Dörfer abbrennen, alles schänden und töten, sogar die schwangeren Mütter oder kleinen Kinder. Das macht doch keinen Sinn. Das tun Monster. Vielleicht die Flotte der roten Segel, wenn sie ein Dorf überfallen. Aber selbst die verfolgen nicht die Fliehenden. Die kommen, stehlen Menschen, töten was sich wehrt. Niemand löscht eine Gemeinschaft vollkommen aus. Sie haben uns auch erzählt von Zaubern. Und dem, was die Priester dort den Leuten antun. Und dass wir damit rechnen müssen, dass JEDER uns vielleicht die Kehle durchschneiden will. Jeder. Auch die Frauen. Oder Mädchen. Das wir niemals glauben sollen, dass wir wissen, wer der Feind ist. aber - das kann ich nicht glauben. Die Leute sollten froh sein, wenn wir kommen, oder? ja klar, man hat denen jetzt seit Generationen erklärt, wir wären der Feind und unsere Götter böse, aber...die müssen doch wissen, dass wir kommen, um sie zu befreien, oder?
Die alten Krieger sehen mich seltsam an, wenn ich das sage. Bernulf, mein Vorgesetzter, meinte, ich solle einfach gut kämpfen. Befehlen gehorchen. Tun, was man mir sagt. Nicht so viel nachdenken. Bis es soweit wäre, dass ich überhaupt Kontakt mit Einheimischen hätte, würde ich gelernt haben, was Krieg bedeutet.
Ich mag ihn. Ich mag auch die anderen. Ich bete zu den Göttern, dass wir diesen Inseln Freiheit bringen können. Frieden. Dass dieses Bündnis hier wirklich funktioniert. Das die Untoten nicht durchdrehen, oder die Dolche der Tammuz und schlimmer werden als der Feind. Dass wir keinen Neumond haben. Und dass ich wieder nach Hause komme. Ich schwöre bei Tanesh, wenn ich wieder nach Hause komme, dann frag ich Nele endlich, ob sie mich heiraten will! Viele der Männer haben noch vorher geheiratet. Oder ihr Testament gemacht. Aber so will ich nicht denken. Wir sind die Guten! Die Götter sind auf unserer Seite. Wir können nicht scheitern!


Patrick - 21 Jahre - einfacher Soldat ursprünglich aus Unterbachingen - zur Zeit an Bord der "Zorn Anukets"



Noch 6 Tage. Ich hoffe, der Plan des Heiligen gelingt. Im besten Falle schaffen wir es sie anzugreifen, wenn der Heilige Moluk k than vernichtet hat. Im Ideal in der Stunde. Aber ich glaube nicht an Ideale. Die Haie haben uns gewittert. Wir werden sehen, wie lange wir auf See bleiben können und wann wir zur Landung gezwungen sind, egal was es bedeutet.

Notiz Tagebuch Adalbert I


zuletzt bearbeitet 17.01.2023 09:01 | nach oben springen

#2

RE: Angriff - der Zorn Anukets

in Krieg auf Daskgrimm 18.01.2023 08:29
von Britta • 11.841 Beiträge

die ersten großen Haie sind aufgetaucht. Götter - ich wusste nicht wie groß diese Dinger sein können. Noch umkreisen sie uns nur, aber die Flossen werden immer mehr. Ich habe keine Ahnung, warum alle anderen so ruhig bleiben können. Die Anuketi haben sich beraten und drei Männer aus Lorath haben heute an einige Leute Waffen verteilt. Harpunen, wirklich hässliche Haimesser und anderes. Die sind völlig ruhig, die interessiert nur, wie groß, welche Farbe und welche Form die Finne hat. Ich denke, sie werden uns angreifen. Mich macht das Warten nervös. wahrscheinlich kommen noch viel größere. Es heißt, Tilgar hätte Haie, die groß genug sind um Schiffe zu versenken. Und Anuket...ich meine, was kann ein Wal oder ein Delphin schon gegen einen Hai anrichten. Wenn keiner der ganz großen ist. Der Anuketi hat heute seltsame Öle, Blumen und Schmuckbänder ins Wasser geworfen während des Gebetes. Die waren seltsam, die kenn ich als Verlobungsbänder. Hab so eins von Nele bekommen. Es soll Glück bringen und mich beschützen. Ich bin ein Depp - ich hätte sie an dem Abend noch zum Dorfpriester schleppen sollen. Wieder eine Flosse mehr....die Zeit vergeht zu langsam. Ich wünschte mir, es würde endlich etwas passieren
Patrick - 21 Jahre - einfacher Soldat ursprünglich aus Unterbachingen - zur Zeit an Bord der "Zorn Anukets"


5 Tage. Die Sichtungen sprechen von 32 braunen, 17 grauen und drei weißen Haien, die die Schiffe in einigem Abstand umschwimmen. Der Hohe Priester des Anuket hat heute die Gebete gesprochen, die die Söhne und Töchter Anukets rufen werden. Ich bin gespannt. Bisher habe ich von diesen Wesen nur gehört, noch keines gesehen. Zu meiner Zeit gab es sie noch nicht - nehme ich an. Noch erfolgen keine Angriffe, den Göttern sei Dank, von mir aus können sie damit auch noch warten. Jede Minute die vergeht bringt den Heiligen seinem Ziel näher.

Notiz Tagebuch Adalbert I


zuletzt bearbeitet 18.01.2023 08:30 | nach oben springen

#3

RE: Angriff - der Zorn Anukets

in Krieg auf Daskgrimm 19.01.2023 08:29
von Britta • 11.841 Beiträge

oh Götter, bei einem der anderen Schiffe ist ein Mann über Bord gegangen. Es war grauenhaft. Sie zerrissen ihn bei lebendigem Leib! es waren so viele...es wimmelte. Seitdem kommen sie näher, die ersten fangen an gegen die Boote zu schlagen. Fast als wollten sie spielen. Uns testen. Vielleicht Angst machen, damit wir wieder gehen? ich weiß es nicht. Vielleicht wollen sie auch, dass mehr von uns ins Wasser fallen um sie zu fressen? Da - schon wieder. Wie können sie so groß sein? Ich glaub nicht, dass die Schilde im Wasser helfen sie abzulenken. Sie wissen, dass wir da sind. Manchmal schäumt das Wasser und Markus sagt, er hätte einen abgerissenen Frauenkopf im Wasser gesehen. Und einen toten Hai. Aber ich hab nichts gesehen und ich weiß nicht...das hätte man doch durch die Signale mitbekommen, oder? wenn noch einer ins Wasser gefallen wäre. Er muss sich geirrt haben. Und doch...es ist so viel Blut im Wasser.

Patrick - 21 Jahre - einfacher Soldat ursprünglich aus Unterbachingen - zur Zeit an Bord der "Zorn Anukets"


Die Haie werden in den nächsten Stunde die Schiffe angreifen. Zumindest sagen das die Männer aus Lorath und ich vertraue ihnen. Der Anuketpriester teilte mir mit, dass die ersten Kämpfe schon begonnen haben, doch in Tiefen, die wir nicht sehen. Das erklärt einiges. Die Kinder Anukets versuchen anscheinend die wirklich großen zu erwischen, bevor sie uns erreichen. Ich muss abwägen, ob wir die Fahrt weiter beschleunigen. Dies verkürzt unsere Zeit vor der Küste - und verlängert die Zeit auf Land, ohne dass der Heilige die Wurzel des Übels zerstört hat. Angesichts dessen, dass ich jedoch nicht sicher sein kann, dass die Schicksalsschmiede es überhaupt schaffen, denke ich, werde ich eine weitere Woge erbitten. Wir werden die Zusatzsegel aufspannen.

Notiz Tagebuch Adalbert I

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