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Frater Sephrin auf Besuch

in Archiv 2016 Allgemein 24.05.2016 08:20
von Britta • 11.445 Beiträge

Aus dem Nichts taucht plötzlich ein Mann auf. Er trägt eine graue Reisekotte, weiche Striefel, weiße Handschuhe und einen Stab mit Drachenkopf. Er schaut sich verwundert und suchend um. Seufzt als er die Tote Erde sieht und scheint sich für das was nun kommen wird zu wappnen.
Interessiert schreitet er auf das Gebäude zu und erblickt die Fratze in der Tür. Leise spricht der Mann zu sich selber. "Hoffentlich wird einer von DIESEN wissen was passiert ist. Niemand sonst erinnert sich an irgendetwas was keine 5 Jahre her sein dürfte und das halbe Reich ist untergegangen." Er schüttelt den Kopf. "Wenn ich Pech habe ist sogar Alexander vernichtet und ich laufe geradewegs in die Arme des Feindes.." wieder schüttelt der den Kopf. "Nein. Ich muss wissen was passiert ist und direkt nach Ryat kann man natürlich nicht springen." Er seufzt und wünscht sich nicht zum ersten mal er hätte Fortunatus oder noch besser die Soris dazu bewegen können mal in Eridmea nach dem Rechten zu sehen. Immerhin hatte ER ja die junge Magierkönigin auf den Eridmäischen Thron gehieft, da sollte er doch wenigstens ab und an mal nachsehen kommen.
Er blickte zur Tür, welche zu schlummern schien. Natürlich. Ist ja auch Tag.. er blickt nach oben. .. auch wenn es hier wohl nie ganz hell wird.
Er räuspert sich. "Verzeihung, Wächter. Wäre es Möglich hier Auskunft über und Kontakt nach Rhyad zu erhalten?" er stützt sich mit beiden Händen auf dem Drachenkopfstab ab, welchen er zwischen sich und der Tür auf den Boden gestellt hat und blickt aufmerksam auf die Tür. Die Magische Sicht nutzend und den Text auf der Tafel lesend. Ein Glück. Alexander existiert noch. Er wird mir vielleicht Einblick darüber geben können, was zum Teufel hier passiert ist und warum ich nicht in den Palast oder die Hauptstadt teleportiert werden konnte.


Die Augen der Tür blitzen rötlich auf, das Maul öffnete sich und zeigte eine erstaunliche Anzahl spitzer Zähne, die in Reihen hintereinander tief in einen hohlen Baumstamm hineinzuführen schienen.
Dann gab es ein tiefes Knarzen, dass vielleicht ein Lachen sein sollte.

"Atmender, die gibt es vielleicht schon. Doch wer bist du, das du das willst? und willst du es - wirklich? Bei deinem Leben? oder bist du nur ein Narr und dies eine Probe deines Mutes? Wenn das der Fall ist... noch kannst du laufen, Sterblicher. Wer erst einmal hier eingetreten ist... kann nur noch selten wegrennen." Die Augen glühen und man merkt Hunger, Hunger, der ewig ist. Und eine Warnung. Dies ist das Haus der Untoten, nicht der Lebendigen und Lebendige sollten sich hüten, Spiele mit den wandelnden Leichen zu spielen.



Sephrin hebt eine Augenbraue. "Ich bin Frater Sephrin. Magister Extraordinario aus dem Orden vom Drachenberg. Ich habe Eridmea bereits unzählige Male beschützt - auch mit Segen und Hilfe von Alexander. Ich habe seine Krone geschützt, habe seinen Sohn beschützt und finde nach meiner Rückkehr das Land zersört und großteilig Versunken vor! Ich möchte mich mit ihm besprechen, denn ER wird die notwenigen Informationen auf meine Fragen haben und ob er sie mir gibt oder nicht. Ist seine Sache nicht die deine oder die derer dort drinnen." Er zeigt auf die Tür. "Doch diese Gestade war der beste Ort, um nach Rhyat und Alexander Kontakt aufzunehmen ohne mich direkt nach dort zu begeben, was mindestens schrecklich unhöflich und vermutlich auch ebenso unmöglich gewesen wäre. So wie meine Versuche zuvor ablilefen, lässt es sogar vermuten, dass er bei der Reise hierher behilflich war. Es scheint merkwürde Magie über der Welt zu liegen. Also lass mich ein, denn bei meinem Leben, irgendetwas stimmt mit dieser Welt so gar nicht - und auch wenn ich aus anderen Welten stamme hat Eridmea ein Teil meines Herzens gewonnen." er tritt entschlossen vor. Er wird nicht an einer blöden Tür und einer Kneipe voll Untoter scheitern, wenn er schon mit Erzdämonen, Göttern und Möchtegerngöttern gestritten hat.



Für einen Augenblick wirkte die Tür verblüfft, dann verzog sich das Gesicht, sie holte tief Luft und brüllte: "Du wagst es !" Irgendetwas knirschte, splitterte und schrie, als das Holz sich verzog und Äste ausbilden wollte, doch noch bevor es Sephrin erreichte, hörte man von drinnen eine Stimme einen seltsamen Befehl brüllen. "Genug, den will ich sehen." Die Tür wurde schlagartig still, zog sich zurück und öffnete sich. Das Innere wirkte dunkel und schattig, so wie man es erwarten würde. Ein Mann kam in die Tür. Naja, Mann im weitesten Sinne des Wortes. Der Körper wirkte skelettiert, er sah aus wie der klassiche Knochenmann, nur dass er sich nicht die Mühe gemacht hatte, eine Kutte zu tragen, sondern einen gut gepflegten Schuppenpanzer über den Rippen trug.
Dunkle Augenhöhlen musterten den Ankömmling.
"Wer so etwas sagt... und so über unseren Gott spricht.. muss entweder vollkommen wahnsinnig sein, oder den Tod suchen... oder beides." Er machte eine Pause und musterte Sephrin. "Oder jemand aus längst vergessenen Zeiten sein, so alt wie die Ältesten von uns." Er machte ein seltsames Zeichen mit der Knochenhand und eine segnende Geste, dann legte er den Kopf schräg. "Naja... verrückt bist du nicht, aber du wirkst auch nicht wie jemand, der den Tod sucht. Bleibt eigentlich nur Lösung Nr. Drei." Er schüttelte den Kopf und wirkte so erstaunt, wie ein Skelett erstaunt wirken konnte. "Aber wenn Ihr wirklich unseren Herrn noch kennen gelernt habt als er noch im Fleisch wandelte...dann seid willkommen" er senkte leicht den Kopf.
"Tritt ein, Frater Sephrin, Magister Extraordinario aus dem Orden vom Drachenberg. Und.. wenn du wirklich das getan hast, was du sagst... wirst du hässliche Wahrheiten erfahren."
Er drehte sich um, dann wandte er ncoh einmal den Kopf um 180 Grad um zu sehen, ob Sephrin ihm folgen würde.


Sephrin nahm schon Verteidigungshaltung an und überlegte wie und ob er eine Tür versteinern können würde als die Stimme ertönte. Sie war nicht die eines der ihm bekannten Legaten gewesen, wie er insgeheim gehofft hatte. Aber immerhin. Und wieder ein Schritt weiter.. und jeder ist Gefährlich, Sephrin.

Als der Knochenmann erwähnt, dass Alexander nicht mehr im 'Fleisch' wandelt stutzt Sephrin kurz folgt dem Knochenmann aber weiter in den Raum hinein. Verdammnis. Alexander ist .. was eigentlich? gestorben wäre ja wohl falsch - nicht länger Halbtod? Wohl eher.. den Weg zum Untoten soweit vorangeschritten, dass er nicht mehr umkehren kann. Das ist schlecht. Was ist mit seinem Sohn? Warum hat er die Option das eigenen 'Lebens' aufgegeben? Sephrins Neugier und auch das Gefühl dass irgendetwas vorgefallen war, dass weltenverändernd war wuchs mit jedem Schritt - und er hatte es nicht mitbekomen und verhindert. Er fühlte wie der kalte Griff der Frucht vor Versagen ihn umklammerte. Hatte er die Welt und seine Freunde und Allierten im Stich gelassen ihnen im Entscheidenen Moment nicht aufgepasst, um die Welt vor der Zerstörung zu bewahren?

Sephrin war so in seinen Gedanken gefangen dass er schon weiter in den Raum getreten war bevor er sich nach potentiellen anderen 'Gästen' und Untoten umsah, während er dem 'Wirt?' oder 'Priester?' antwortete.
"Ja, ich habe Alexander getroffen. Habe seine entsannten Legaten "Kritos, Arkos und ihren Gefährten" während der Kooperation zwischen Rhyat und den Lebenen vor den... furchtsamen und den hasserfüllten beschützt, damit es zu keiner Spirale der Gewalt käme. Er lächelte beim Gedanken daran, wie Kritos und er langsam Respekt vor einander, sogar einen Hauch von Freundschaftlicher Verbundenheit, entwickelten - Arkos war hingegen unbeirrbar logisch und immer etwas fremdartig geblieben, wenn er auch viel von dem erheblichen Wissen des Unlichen gelernt hatte, war ihm Kritos immer 'symphatischer' erschienen, denn dieser war auch ein Verteidiger gewesen. Ein Verteidiger Rhyats und seines Volkes und so hatten sie viel gemeinsam. Eine Verbindung in der Idologie, während Arkos und er nur den gleichen Beruf ausübten und Arkos gut 1000 Jahre Vorsprung an Erfahrung hatte, mit ihm war es nie ein Treffen auf Augenhöhe gewesen. Weder aus Sephrins noch aus Arkos Sicht.
"Ich bin offenbar zu lange nicht mehr hier gewesen und habe wichtige Dinge zu erfahren, wohl wahr. Je länger ich darüber nachdenke, desto sicherer bin ich mir, dass wirklich nur König Alexander von Rhyat oder einer seiner Legaten, die mich kennen ins Bild setzen können. Auch, wenn ich ein Verteidiger der Lebenden bin, haben wir oft genug zusammen für die Welt gekämpft. Gegen das Schicksal und Prophezeihungen, diese verdammten, grünen Splitter und jene die Glaubten sie benutzen zu können, gegen Kaintor und zuletzt gegen die Weberin." er schüttelt den Kopf. "Als die Götter das EINE mal uns huldigten und versprachen ihre Kämpfe einzustellen und die Welt zu bewahren, habe ich ihnen das wirklich geglaubt." Er reibt sich erschöpft kurz über die Augen. Die Kämpfe waren schrecklich gewesen. Figuren in einem Spiel der Weberin zum Untergang der Welt, Figuren im Kampf zwischen den Göttern des Rechts und der Schlachten und unzählige Tote und Verletzte. Er dachte an die Hände, die die Seelen zerriss und ins Vergessen schickte. Eridmea's Götter waren in ihren Rollen so gefangen und die Weberin war das alles so Leid gewesen, dass sie den Schicksalsteppich zur Zerstörung der Welt hin webte zu ihrer Befreiung, zum Ende des Schicksals - ihres Schicksals udn ihrer Befreiung - und vermutlich auch der der Götter. Hatten sie noch ihre Rollen? Waren sie noch immer so gefangen darin oder war ohne Schicksal einfach nur noch Chaos und die Welt zerbrach am Ende doch noch? Der Frater riss sich aus seinen Gedanken und hoffe inständig, dass sie nicht ein neues Pantheon bilden, Rollen und Regeln und ein neues Schicksal erschaffen und einsetzen mussten, damit wieder Ordnung in diese Welt kam. Waren die Götter einfach gegangen und hatten die Fäden fallen lassen? Hatte andere sie ergriffen und lernten noch und hatten das Gleichgewicht noch nicht gefunden oder die Pflicht die mit der Macht kam nicht angenommen? Ruhig Sephrin. Du wirst es erfahren - hoffentlich. Er wollte garnicht daran denken, wie es der jungen Königin in diesen Zeiten erging, falls es sie, den Palast oder die Hauptstadt überhaupt noch gab, so wie die Welt aussah war er sich nicht länger sicher, dass es nur ein Magischer Schutz gewesen war, der verhinderte, dass er zur Hauptstadt und zum Palast teleportiert wurde.



Der Knochenmann führte ihn in einen dunklen Raum, der so abschreckend wirkte, wie man ihn sich als Sterblicher nur vorstellen konnte. Dann klatschte er in die Hände und der Raum verwandelte sich, von einem Schreckgespenst aus Schatten, Knochen und Tod in eine Taverne. Eine ungewöhnliche Taverne, sicherlich, mit seltsamen Bildern, Tischen aus Gebein und Kerzen hinter Glas, doch einer Taverne, wo auch saubere Teller standen und sogar ein paar wunderschöne Blumen in einer dunklen Ecke erblühten, als wollte man das Leben einfangen, das in diesen zerbrechlichen Pflanzen innewohnte.

Der Skelettmann sah ihn an.

"Setz dich, du solltest Nahrung zu dir nehmen und Wasser, das müsst ihr Sterblichen." Er ging hin, nahm Brot und Käse aus zwei Kisten, musterte sie kurz auf Schimmel, dann stellte er dies zu Sephrin, zusammen mit einem Krug Wasser.

"Du bist hier auf dem Gelände Rhyats, vor den Mauern unseres Templs, des Tempels unseres Herrn Alexanders. Und ich glaube... du bist sehr, sehr lange nicht mehr hier gewesen, Sterblicher, wenn du dich noch erinnerst, dass unser Herr im Fleisch gewandelt ist."

Er überlegte kurz. "Der Titel "Verteidiger der Lebenden" existiert schon lange nicht mehr, die alten Pakte, von denen mir unsere Legenden erzählten, gibt es so nicht mehr. Der Kochenthron ist längst gefallen und vergangen so wie alles, das Fleisch ward aus der Familie des Alexanders. Kritos existiert noch - zumindest nehme ich an, dass du den Verteidiger des Gottes meinst, die Rechte Hand der Hohepriesterin. Er wandelt noch immer und ich glaube... er ist wahrhaftig unsterblich.

Ich weiß nicht, wen du mit der Weberin meinst, ich nehme an, die alte Spinnengöttin, die das Schicksal weben wollte. Nun, die ist schon vor langer Zeit, fast zweitausend Jahren erschlagen worden. Ihre macht ist gebrochen und verteilte sich über die Welt. Dies war die Nacht - so heißt es - als zwei Männer, die ihr gedient hatten, göttliche Macht erhielten und unser Herr sich wandelte, als Gott unter Unlichen zu gehen.

Das war fast tausend Jahre vor dem letzten aller Kriege, der diese Welt zerschmettert hat, Rhyats Thron auslöschte und alle Pakte brach. Nun sind WIR das Volk der Unlichen von immer frei von den Fesseln an die Lebenden. WIR gehorchen unserem Gott und unserem Gesetz, wir bereisen die Welt gegen den Willen des Gottes Anuket und uns scheren die Götter nicht mehr, weder die alten, noch die gefallenen, noch die neu entstandenen. Wir haben nun einen Gott, der uns allgegenwärtig ist."

Die letzten Sätze waren voller Überzeugung gesprochen worden, voller Inbrunst. Dieser Knochenmann glaubte an seinen Gott - und er hatte nur noch wenig mit denen gemein, die vor 2000 Jahren noch unter dem Joch der Freundschaft Alexanders zu den Sterblichen gestanden hatten.

Sephrin nickt. Ist gegen seinen Willen beeindruckt von der Verwandlung und der.. Freundlichkeit und Ausstattung in der Taverne. Er isst das Brot, trinkt das Wasser. Es ist ein Weltenüberspannendes, weitverbreites Ritual der Gastfreundschaft und so würdigt und kennt er seinen Gastgeber als solchen an und bestätigst seinerseits seinen Willen die Pflichten eines Gastes zu übernehmen, indem er von dessen Rechten gebrauch macht. Selbst wenn jetzt die heiligen Herrscharen des Himmels kommen würden, würde er die Taverne und seinen Gastgeber verteidigen. "Danke." er lehnt sich zurück und reibt die Schläfe. "Von dem was du erzählst wird es nicht ganz deutlich: Wandelt Euer Gott Alexander nicht länger in Person und Körper auf der Welt? Oder ist nur der Thron zerstört worden." man hört in seiner Stimme, dass Sephrin schwer betroffen ist. "Alexander, sein Sohn Athur und seine Frau Azel - alle Vergangen?" Er schüttelt den Kopf. "Die Familie Alexanders war etwas besonderes. Sie waren Aufrecht und der Pflicht eines Herrscher immer treu." er schmunzelt ".. auch wenn Athur in seiner stürmischen Jugend sich etwas dagegen gesträubt hat, war er doch der Sohn seiner Eltern und hatte es in sich." Er schüttelt den Kopf und seufzt.
"Ich war vor 2000 Jahren dabei, nicht aber vor 1000 Jahren. Ich war... ganz offensichtlich .. sehr lange unterwegs. Länger, als ich gedacht hätte. Und ja, das ist der Kritos den ich meine. Es.. erfreut mich irgendwie, dass er noch immer existiert. Ich hoffe die Zeit hat seinem Charakter nicht geschadet. Er.. diente acuh damals nicht einfach unter Zwang. Er diente aus Ehre und Überzeugung." Sephrin hebt den Becher. "Auf Kritos, mögest du eine Aufgabe gefunden haben, die dir gerecht wird und in der Hohepriesterin Alexanders eine gute Herrin."
Dann trinkt er. Betrachtet seinen Gastgeber fragend. "Was ist vor 1000 Jahren denn geschehen? Wer hat so einen Krieg geführt, dass er die Welt so verändern konnte. Was ist mit Anuket, jetzt wo er sein Reich so ausgedehnt hat.. Mit dem Meer, scheint mir etwas.. ungewöhnliches passiert zu sein. Was passierte mit dem Reif der Einheit und Alexanders Krone, falls er sie nicht länger trägt. Sind sie wie die Krone der Lebenen zurück an die .. alten Götter gegeben worden? Ich zumindest sehe den Segen Alexanders noch auf mir." er schmunzelt. "Und er hat mir ebenso oft geholfen wie in Schwierigkeiten gebracht, doch das hatte ich schon zuvor gewusst. Wer wahrhaft schützen will, der weiss, dass immer einen Preis zu bezahlen gibt. Ich hoffte daher, dass ich ihn auf Rhyat würde finden können, um meine Lücken in der Geschichte Eridmeas zu schließen.. Doch nun scheint es die Lücke ist nicht annähernd so klein wie ich dachte."


Der Knochenmann wirkte erleichtert. Sein lebender Gast fiel nicht tot um vor Schock. Gut. Zwar hätte er ihn zurückholen können aber die meisten Lebenden waren irgendwie sauer, wenn sie als Untote wieder herumliefen - außerdem war er ein wirklcih mieser Nekromant und der da hatte eigentlich einen Unlichen verdient.

"Ihr werdet wirklich mit einem der Alten sprechen müssen, denen aus der Zeit des Fleisches. Aber zu Eurer groben Information:ungefähr tausend Jahre nachdem die Spinne, die das Schicksal webt, zerstört wurde, kam es zum letzten aller kriege. Er fing an... vielleicht so 500 Jahre nach ihrem Tod. Zuerst dachten alle wohl, es wären normale Kriege, dann merkten sie, dass mehr dahinter stecken musste. Die Menschen glaubten, ihr Gott Moluk K´than stecke dahinter, doch dem war so nicht. Es war etwas anderes in die Welt gekommen. Die, die lauern hinter dem hier und Leid und seelen trinken" Er benutzte diese Formel wie einen feststehenden Begriff und sprach dann ein Wort aus in der alten Sprache Rhyats, der Sprache der Untoten. Es war ein Zischen an dessen Anfang irgendwie ein D anklang und das endete auf "arh", doch damit hatte sich die Wahrnehmung für menschliche Ohren. In Sephrins Kopf hallte das Wort wieder, kälte durchzog seine Seele, Bilder erschienen.
Gewaltige Wesen, nicht Teile dieser Welt, nicht Teile dieser Ebene, unsichtbar für die Augen und die Wahrnehmung. Die, die Leid aufsaugten, Schmerz, Qual und voller Entzücken die Seelen derer verspeisten, die so getränkt waren. Heuschrecken, die Kriege auslösten, um die Seelen auf den Schlachtfeldern zu ernten, die nichts zurückließen an lebendiger Essenz. Farmer, die die Bestialität kultivierten, Tempel errichteten, die man niemals so nannte um genüßlich eine Seele nach der anderen zu sehen bei ihrer Geburt, ihrem qualvollen Leben und ihrem Sterben voller Pein bis sie sie tranken.
Sie waren "die Feinde der Götter", "die Vernichter des Lebens", "die unsichtbaren Trinker des Leides" - all diese Vorstellungen wurden in seinen Geist transportiert. Fremdartigkeit, nicht aus dieser Welt, alt und mächtig und schlau - und ewig hungrig. Niemals würde es genug geben, um sie zu sättigen, erst wenn sie die Götter selbst verzehrt hatten würden sie sich von dieser Welt abwenden, kahlgefressen und leer und zu einer neuen Welt aufbrechen.

Sephrin schaute Nachdenklich drein. Nickte dann. "Ich.. habe von ähnlichen Dämonen gehört. Denke aber diese nicht nicht die gleichen von denen ich hörte.. es gibt.. Unterschiede." er zuckte mit den Schultern. "Das ist.. bedauerlich und den Aussagen entnehme ich, dass sie noch lange nicht geschlagen sind oder wurden. Wissen die Lebenen oder die Götter von ihnen oder NOCH von ihnen? und wenn vor 1000 Jahren die Zerstörung stattfand - wie geschah sie? Was passierte? Da sie sich nähren, und nur anstacheln und 'ernten' kämpfen sie nicht selbst - Also wer kämpfte gegen wen. Wie wurde diese Welt nur so zerstört und wie wurde der aktuelle Frieden erreicht. Sind sie vor nun knapp 1000 Jahren nach 500 Jahren des Krieges und ihrer Ernte einfach geschlagen worden oder weitergezogen oder vertrieben, um womöglich irgendwann zurückzukehren.. oder machen sie eine Pause.. Ich glaube kaum, dass diese Welt seit 2000 Jahren im Krieg existiert und nun hat sich wieder etwas geändert, weshalb ich vielleicht auch den dringenden Wunsch/ Drang verspürte wieder hier her zu kommen?" Er zog eine Augenbraue hoch.
Das beantwortet nicht, warum hier auf einmal 2000 Jahre statt gut 5 oder 7 vergangen sind, aber die Ordnung wurde ja durch eine Neue ersetzt - und es erklärt nicht, warum ich es das erste mal nicht gespürt habe. Verdammnis, Sephrin. Immer zu viel um die Ohren. Aufmüpfige Schüler unterrichten, Forschung betreiben und dabei bist du Alt und Selbstgefällig und womöglich Unaufmerksam geworden. Du hättest daran denken können und müssen, dass mit dem Ende der alten Ordnung sich die Zeitkontiniutät zwischen den Welten vielleicht ändert - und wenn du schon dabei bist, dass Wesen von Aussen oder wie damals aus dem Zentrum der Magie die Erschütterung der Ordnung spüren und das Chaos für sich ausnützen würden. Verdammnis! Er schaute zu dem untoten Boten schlechter Nachrichten, seinem Gastgeber. Seltsame Bündnisse haben diese Welt schon immer bestimmt. Er nickte mehr sich selbst zu. "Wie ist die aktuelle politische Lage? Wer führt gerade Krieg gegen wen, Götter, Reiche, Völker. Wisst ihr davon? Wo stehen die Unliche, dein Volk in diesen Mahlstrom des Krieges." Benötigen Untote eigentlich ihre Seele? oder sind sie von dem Ganzen zumindest von den Fremden Wesen verschont geblieben. Da Rhyat's Thron zerstört wurde, müssen sie da irgendwie mit reingezogen worden sein. Und wenn nur als Beliebtes Ziel von Inquisitionszügen der ewig dummen, verblendeten Lebenden gegen ein zumindest kontrolliertes Rhyat. Ich mag mir garnicht vorstellen, was mit den Lebenden passiert, wenn die Unliche, die Hautwandler, unkontrolliert durch die Reiche ziehen können und ihren ewigen Hunger nach Leben stillen. Es wird unweigerlich zu einem Konflikt mit ihnen kommen, wenn sie diesen Hunger nicht konrollieren können, wenn sie nicht Alexanders Idealen folgen und nur ihren Trieben. Eine Reise dorthin könnte noch weitaus gefährlicher werden als ich dachte - selbst wenn sein Segen mich nach wie vor vor ihren Kräften schützt. Schöne Scheisse.



Dr Knochenmann raschelte mit dem Plattenpanzer - er zuckte wohl die Schultern.

"Ich bin keiner von den Weisen. Es heißt, vor ungefähr 2000 Jahren starb die Weberin" er wackelte in einer wagen Geste mit der Hand. "Danach soll ein halbes Jahrtausend des nie gekannten Wohlstandes gekommen sein, glücklich und friedlich und so. Dann begannen die kriege, langsam, immer stärker werdend. Die Götter merkten wohl zu spät, dass da jemand in ihren Gefilden fischt. Muss mehrere Jahrhunderte gedauert haben. Dann kam die große Schlacht." Er machte eine seltsame Geste in der Luft, fast wirkte er... beeindruckt? Ehrfürchtig?
"Und die Menschen lernten den Funken, den die Göttin manchen von ihnen gegeben hatte, zu benutzen. Wussten natürlich nicht, was sie da sehen oder tun. Waren ja die Nachfahren derer, die vor einem halben Jahrtausend dabei waren, als die Göttin zerstört wurde. Aber schafften es trotzdem. und erkannten DEN FEIND. Und schlossen sich zusammen." Er lachte, es war ein karzendes, bitteres Lachen.
"Einige von uns hatten es viel früher gewusst, manche von uns sind ja durchaus noch schmackhaft für DEN FEIND. Wir hatten schon viel früher erkannt, mit was wir es zu tun hatten, aber sie wollten ja nicht hören. Naja... nach der Schlacht kämpften "die, die den Faden der großen Spinne in sich tragen" gegen den Feind. Sie zogen umher, erklärten, die Leute sollten aufhören zu kämpfen, das würde nur Dämonen nähren. Keine Ahnung, ging ein paar Jahrelang. Natürlich nicht gut. Dann versuchten die Azrothi was und waren gar nicht mal schlecht. Wer hätte es gedacht, schafften es eines dieser Dinger zu Kristall zu verwandeln. Naja. Hätten beide Gruppen zusammengearbeitet, wr weiß, vielleicht hätte es geklappt. Aber dann kam ..." er zögerte. Für einen Augenblick schien er unsicher, sprach dann weitaus ernster und ohne Spott weiter.
"Dann kam der Zorn der Götter. Der Gott der Axt zerstörte das Land, der Gott des Meeres schob die Bruchstücke auseinander und machte das Meer unpassierbar. Wind, Wellen, Untiefen, Strömungen, Monster - alles, was Schiffe umbringen konnte. Die Magier sagten, sie machten das gleiche mit der ganzen Welt, allen Sphären. Keine Reise mehr, keine Wege. Und dann ließen sie die Menschen auf den Inseln allein. Hungerten den Feind aus. Die dummen des Feindes fraßen alle und verhungerten dann - oder taten das, was Zehrer tun, die nicht mehr zehren können. Die Klugen wandelten sich und schufen kleine Kulturen des Krieges, fraßen nur wenig. Doch sie konnten nicht mehr weiterziehen. Und so gab es Land, dass von ihnen frei war. Dort, wo Menschen überlebten, zeugten sie Nachkommen und wuchsen und neue Städte wurden gebaut. Doch viele glauben bis heute, dass sie die Einzigen Überlebenden einer großen Katastrophe sind."

Er machte eine Pause. Sah seinen Gegenüber an, um dessen Puls zu erraten. Sah aber noch gut aus.

"Die, die den Feind kannten und ihn bekämpfen wollen, bildeten einen Orden aus, dann begannen sie langsam und vorsichtig mit Reisen. Sie sahen sich Inseln an und brachte die Nachricht unter die Menschen, dass sie nicht die einzigen in der Welt sind. Aber die Isoltaion blieb bestehen, niemand wurde transportiert, nichts getan, um den Feind wieder zu verbreiten.
Vor ein paar hundert Jahren - vielleicht 4? - hat dann der Orden des Meeresgottes wieder Schiffe begleitet, die ersten Reisen ermöglicht. Ist... vielleicht 400 Jahre her. Ganz langsam, vorsichtig. Vor... vielleicht zwei hundert Jahren gab es die ersten Navigatoren. Leute, die ohne die Hilfe des Meeresgottes reisen. Seit vielleicht 50 Jahren die ersten freien Seefahrer, die sonst wie reisen. Noch immer gibt es große Teile der Welt, die niemals jemand gesehen hat. Doch die Hauptinseln bilden jetzt bei den Menschen so etwas, wie das Altvordere Königreich. ich glaube... zur Zeit haben sie keinen Sedain, aber wer weiß das schon. Menschen sterben schnell."

Er sah seinen Gegenüber an und wartete erstmal ab.

Sephrin nickte. "Das erklärt die Hindernisse während der Reise und die Zersplitterung der Welt." er schaut nachdenklich zu seinem Gastgeber. "Es heisst sie sind unsichbar. Wie kann man sie sichtbar machen oder selbst sehen? Ist es mit Magischer Sicht möglich? Oder muss man dafür einen eigenen Zauber erlernen, falls es solchen gibt. Sicher wäre es möglich, dass es noch immer Enklaven dieser Wesen gibt. Wie soll eine erneute Verbreitung verhindert werden? Wenn man wieder reist, dann doch nur, weil man etwas gefunden hat - Mann oder Gott, mit denen sie die Wesen bekämpfen können. Ich meine, die Menschen vergessen in Jahrzehnten, Untote und Götter sicher nicht. Also gibt es sicher einen Plan oder eine Idee. Gibt es Artefakte oder Kultstätten dieser Wesen? Sind diese ebenso unsichtbar oder auf einer Nebenebene? Oder haben sie nichts erbaut, erschaffen? Wie haben sie die Wesen manipuliert? Ist das bekannt?" er seufzt. "Das Rhyat noch existiert" er schaut kurz auf um sich zu vergewissern, dass dem so war "liegt vermutlich daran, dass die Dinger kaum interesse an euch gehabt haben dürften. Doch die Hauptstädte werden untergegangen sein. denn dort konnten sie ihre Intrigen spinnen, Kriege beginnen. Die Zivilisation wäre ohne die Götter vermutlich komplett untergegangen ohne ihre Hochstätten der Kultur und Bildung." Er schaut zu dem Skelettmann. "Dieser Orden. Wie kann man ihn finden, welche Methoden setzt er ein? Ist dieser in den Jahrhunderten womöglich ohne mit der Bedrohung konfroniert worden zu sein korrumpiert worden?"



"Du vergisst, Sterblicher, auch wir haben eine Seele, auch wir haben ... Leben in uns, das man trinken kann. Auch bei uns gab es Splitter der Weberin. Natürlich kamen sie auch zu uns. Doch... wir haben einen Gott, einen Herrn, jünger als die anderen zwar, doch wesentlich... machtvoller in der Herrschaft über die Seinen. Sie haben sich wirklich gewundert." Der Skelettmann lachte, es war ein hässliches Lachen.
"Wenn du Fragen zu den Fressern hast, dann stell sie nicht hier und stell sie nicht mir. Such den Orden der Reinheit, er ist es, der Euch Sterbliche vor dem Verderben schützt. Du findest sie in vielen großen Häfen, erkennst sie an eigenen schiffen oder fragst einfach bei den Hafenmeistern nach. Sie bringen Botschaften von Insel zu Insel, keiner reist soviel umher wie sie, doch wirst du keine Paläste und keine Tempel finden, die sie irgendwo erbaut hätten. Frag nach denen... die das Böse bekämpfen... und die Post bringen." er grinste. "Jeder kennst sie in den zivilisierten Welten und achtet sie... wenn er sie nicht umzubringen versucht. Denn natürlich wird es sie noch geben - Zehrer verhungern selten, sie fallen eher in Schlaf. Und in ihren Träumen werden sie Diener suchen und finden - nur zu bereitwillig - unter dem lebendigen Fleisch, das sich Vorteile und Macht verspricht. Und diese werden nur zu gerne für ihre Herrn den Feind vernichten, wenn sie ihn treffen."

Er sah Sephrin an. "Aber wenn du wirklich aus der alten Zeit bist... nun, vielleicht wirst du sogar von selbst auf manche Ideen kommen. Wirst die richtigen Fragen stellen, die Fragen, woher diese Dinger kamen, was sie sind und was sie zehren. Und warum sie die zerbrochenen Reste der Essenz einer Göttin sammeln, doch nicht verzehren, verspeisen, doch nicht verdauen können, wie riesige Quallen am Himmel, erfüllt von glänzenden Funken, ganzen Galaxien der Macht einer toten Gottheit, sanft leuchtend ... in grünem Schimmer."


"Sie sehen aus wie grüne Quallen am Himmel, wenn sie sichtbar sind?" Sephrin hob eine Augenbraue. "Es ist also Möglich sie Magisch oder sonstwie Wahrzunehmen?" Die Antwort auf diese Frage war nicht unwichtig.. und das nächste wäre.. Gefährlich mindestens, besonders, weil es die Unliche in die Gleichung hineinzog.
"Grüner Schimmer erinnert mich an etwas .. etwas das nicht sonderlich erfreulich war. Ist euch Monostratos oder Kulos noch ein Begriff? Sie waren Knechte eines grünen Splitters von einem Kristall, der einen sehr sehr Gefährliches Gottähnliches Wesen erschaffen hatte und ich glaube quasi Rhyat schuf als dieser auf den Süden Eridmeas traf. Im damaligen Krieg gegen den Kristall ist auch Alexander an die Krone der Untoten gelangt, wenn ich mich recht erinnere. Ich habe damals Monostratos mit meiner Ordensschwester und meinem Ordensbruder höchstselbst in einen seiner durch magische Halsbänder Versklavten gelockt und in diesem gefangen gesetzt und vernichtet. So haben wir von diesem Splitter erfahren und einer alten, fremden Macht dahinter. Vielleicht.. " er schüttelt den Kopf. "Nein, das ist alles Spekulation. Ich muss mit jemanden Reden, der sich damit befasst hat. Jemand der Aufzeichnungen oder Daten gesammelt hat." Er nickt dem Wirt zu. "Ich würde gerne Alexanders Schrein sehen. Dem Freund und Verteidiger der Lebenden und Toten gedenken, ihm danken und Respekt zollen. Danach muss ich weitere Informationen suchen - Entweder bei dem Orden der Reinheit, Eurer Hohepriesterin - falls ihr das für Denkbar haltet oder mit Kritos oder besser sogar Arkos, falls er noch existiert. Wie schätzt ihr meine Chancen dazu ein. Ich werde Eurer Empfehlung folgen. Ihr kennt die neuen Weges eures befreiten Volkes besser." Er schaut zu dem Skelettmann.
"Ich danke dir. Hast du noch Fragen an mich?" er schmunzelt. Immerhin habe ich seinen Gott persönlich kennen gelernt. Die Liebe in dessen Gesicht gesehen, als er Sohn und Frau wiedersah ebenso wie die starre Maske des Unlichen und der Pflicht und schweren Bürde zuvor. Ich hoffe wirklich Alexander von Rhyat, dass du Glückliche Jahre nach meiner Abreise hattest. Wir kommen und gehen, bringen Welten in aufruhr und helfen, doch ewig anmutende Pflichterfüllung und Entsagung allen eigenen Lebens ist ein Opfer, dass kaum einer meiner Mitstreiter, kaum ein König oder auch nur Gott aus meiner Sicht je angemessen gewürdigt hat. Du hast meinen Höchstenrespekt verdient den ich dir zeigen kann. Die Erinnerung an Alexander ist so präsent dass er ihn fast Greifbar vor sich sieht, etwas in ihm daran einen Widerhall auslöst, der fast Körperlich spührbar ist. Er ist vermutlich der einzige (noch) Lebene, der je Alexanders Segen erhalten hatte. Die Tragik seiner Existenz hatte Sephrins Herz immer gerührt und er würde ihn vermissen, obwohl sie sich wenn überhaupt nur 3 oder 4 mal begegnet waren. Er war wahrlich ein großer König. Eher ein Kaiser - oder doch sogar Halbgott: Jemand der über Leben und Tod selbst herrschte und in Einklang brachte. Er lebte die Ideale der Herrschaft mehr und besser vor als selbst der eridmäische Göttervater. In Gedanken lüpfte Sephrin den Hut vor ihm und nahm irgendwie Abschied.


Der Skelettmann sah ihn an, nickte und legte minimal den Zeigefinger an die nicht mehr vorhandenen Lippen.

"Pscht. Für einen Sterblichen bist du ganz schön schlau. Aber wir sprechen hier über sehr verbotene Dinge - Dinge die aus dem Gedächtnis der Lebenden getilgt wurden. Du solltest SEHR vorsichtig sein und NIEMALS mit einem der atmet, über.. grüne Steine reden."

Die Warnung war ernst gemeint und ehrlich. Möglicherweise gab es Tabus in dieser WElt, die die Götter durchsetzen würden.

"Komm. Und... vergiss nicht, Sterblicher, es ist viel Zeit vergangen in dieser Welt. Den ... Mann, den du kennen gelernt hast, war ein König. Ich diene nun einem Gott. Der Mann den du kanntest hatte Weib und Kind. Das Wesen, das ich kenne, versengte in seiner Apotheose alles, was je Atem hatte. Du kennst den Hüter der Lebenden - ich kenne ihn als den Gott, der endlich, endlich nach unendlich scheinender Zeit uns, SEIN VOLK, als erstes erwählte, uns den Vorzug vor dem Geschlecht der Sterblichen gibt, uns erhört und uns segnet, uns Nahrung bringt und uns sättigt, uns schützt vor dem Feuer, dem Licht des Tages und den Fackeln der Jäger. Endlich ist er UNSER Gott. Lang war der Weg bis zu diesem Augenblick, doch nun ist er vollendet."
Er überlegte kurz, fast als hätte er Mitleid mit dem sterblichen Mann vor ihm.

"Komm."

Er ging mit ihm hinab, der Keller zeigte verschiedene Gänge, die in regelrechte Katakomben führten. Der Vorraum war so dunkel, dass Sephrim jede Sicht genommen wurde. In den Fels geritzte Zeichnungen, Statuen - oder Untote? - schienen ihn anzustarren. Die Stille des Todes war greifbar, raubte einem fast den Atem. Ein leichtes Glühen ging von der Hand des Skeletts aus, umhüllte ihn, behütete ihn vor dem Schrecken. Dann traten sie ein.

Das hier wirkte auf den ersten Blick wie eine Waffenkammer. Waffen an den Wänden, Amulette, Krüge mit seltsamen Zeichen und drei schlafende Personen, alt, aber sehr friedlich wirkend, waren an den Wänden aufgereiht / hingelegt.
In der Mitte stand ein fast unauffälliger Altar, schwacher Blutgeruch ging von ihm aus.
Die Wände waren verziert mit Geschichten, Geschichten Alexanders, aber auch von Unlichen , die ihre Dankbarkeit ihrem Gott gegenüber zum Ausdruck bringen wollten.
Hinter dem Altar waren in Stein gemeißelte Gesetzte zu sehen.

Ihr seid keine Knechte der Lebenden mehr, ihr seid mein Volk.

Die Götter der Lebenden sind nicht die Deinen. Ehre sie für das, was sie dir im Leben getan, aber wisse, im Untode ist dein Gott Alexander von Rhyat, dein Hüter, dein Hirte, dein Henker.

Achte die Stätten deines Gottes, ehre seine Priester.

Ihr seid Zehrer, keine Unholde. Nehmt, was ihr braucht, zum Überleben. Nicht mehr.

Die Alten, Schwachen , Kranken und Feinde unter den Lebenden seien Euer.

Handle so, dass deine Brüder unter den Konsequenzen deiner Taten nicht leiden werden.

Verschwende den Segen des Untodes nicht auf die Unwürdigen.

Ich blicke mit Wohlwollen auf alle meine Kinder, auch auf jene ohne Geist. Auch sie sind behütet.


neben dem Altar war ein kleiner Tisch auf dem ein Buch lag, der Knochenmann schien zu überlegen, dann blätterte er eine Seite auf, so dass sein Gast sie würde lesen können.

"Wenn du Opfer bringen willst, kann ich dir welche bringen. Die da" er deutete auf die schlafenden Menschen "sind keine Opfer, sondern die letzte Möglichkeit im Falle eines Angriffs." Er überlegte kurz, dann trat er einen Schritt zurück. Der Mensch war seltsam, aber er hatte etwas an sich, was den Knochenmann dazu brachte, ihn hier in Ruhe beten zu lassen. Wenn er es wollte.

Sephrin blickte auf die alten Menschen. Es war nicht sicher, ob sie Freiwillig hier waren oder nicht. Andererseits hatten die Menschen an den Gestaden Rhyats eine andere Einstellung zum Tod und Untod gehabt, die so manchem Priester zu Ehre gereicht hätte. Er war kein Freund der Nekromantie, wahrlich nicht. Aber er respektierte die Existenz und noch mehr jene die die Existenz anderer aus selbstlosen Motiven schützten und so hatte Alexander, der König der Untoten der sein Volk annahm und führte aber seine Herkunft nie verleugnet hatte seinen Respekt gewonnen und danach seine Legaten, welche nach instinktiver, urtümlicher Reaktion für ihn sonst nur Monstren gewäsen wären. Dienst und Pflicht. Schutz der Schwachen. Es war egal welche Form der Existenz man führte, wenn man diesen Idealen folgte, war man in Sephrins Augen kein Monster. Das Dilemma eines Herrschers, die Konsequenz harter Entscheidungen auch gegen Einzelne war etwas dass ihm geläufig war und so nahm er die Alten Menschen als das was sie waren. Sie waren hier und litten nicht. Sie dienten vielleicht sogar. Er würde sich nicht als Verteidiger der Lebenen Aufschwingen, wenn er ihren Willen nicht kannte - und selbst wenn - er vertraute Alexander. Wenn sie hier waren, dann nicht aus Bosheit und ganz sicher nicht ohne guten Grund. Das alleine belegten seine Gesetze schon. Er fuhr mit den Fingern über den Altar, betrachtete die Arbeit des oder der Künstler. Dann nickte er und mehr zu sich selbst oder sogar zu Alexander sagte er
"Du magst nicht länger im Fleisch wandeln, es mögen Jahrhunderte, Jahrtausende vergangen sein, doch ich erkenne auch an diesem Ort deine Handschrift, deinen Kern, wieder. Ich hoffe du hattest auch schöne Jahre seit unserem letzten Zusammentreffen. Ich erinnere mich gerne daran. Momente des Glücks geben jeder Form der Existenz einen Zweck, ohne Zweck, ohne Aufgabe oder Antrieb gibt es keinen Grund für eine Existenz. Sie wissen es vielleicht nicht - gerade, weil es viel verbotenes Wissen gibt - aber wir, die Lebenen wie die Toten werden wieder zusammenarbeiten müssen, um es wieder zu einem Ende zu bringen. Doch noch ist es nicht so weit. Noch nicht." er schüttelt den Kopf. "Ich bin nicht sicher, ob du mich hier her geleitet hast oder mein Wunsch Antworten zu erhalten zu Fragen, die nur die Ältesten beantworten können. Du hast mich schon einmal zu dir gerufen und seitdem fühle ich mir dir verbunden. Im Geiste, wenn wir auch komplett unterschiedliche Pfade beschreiten und beschritten haben. Ich wollte dir meinen Dank und Respekt aussprechen. Mein .. Freund. Ich bezweifle, dass das selbst damals viele Lebene je getan haben und noch mehr, dass es dieser Tage geschieht. Ich wollte dass du weisst, dass ich es zu schätzen wusste und weiss." er nickt, nachdem er seine persönlichen Worte loswerden konnte, geht er zum Altar und schaut auf die aufgeschlagene Seite des Buches. Sofern nichts dagegen sprach, würde er etwas von seinem Blut spenden, so wie er sein Blut geopfert hatte Eridmea zu schützen und unzählige ihr Leben. Er würde nicht andere Leiden lassen oder anderes Leben vernichten, um Alexander zu huldigen. Das war die Art der Untoten vermutlich. Er war vielleicht IHR Gott geworden. Aber für die Lebenden, für Sephrin war er nach wie vor ein Königssohn, der sich der Pflicht an sein Volk geopfert hatte und ein Schild der Vernunft. Freiwillig gegebenes eigenes Blut. Es sollte an den alten Königssohn und seine harte Entscheidung erinnern, das Band zu den Lebenen zwar nicht erneuern, doch in Erinnerung rufen. Selbst wenn Alexander nun die Untoten über die Lebenen stellte, ihnen 'Freiheit' gewährte, was natürlich gefährlich war, war es Ethisch betrachtet das Richtige gewesen. Er hatte sich zu den Untoten begeben, freiwillig, wie eine Ehe zwischen Nationen und er führte diese Nation an und nicht die Alte, die zudem Untergegangen war im Zorn der Götter. Es war notwendig und schlüssig, dass er SEIN Volk an die erste Stelle stellte und nicht knechtete und unter seinen Willen Zwang wie ein Tyrann. Kulos hatte sie damals aus dem Zwang befreit und sie waren dann IHM gefolgt. Einem erneuten Kulos würde dies vermutlich nicht mehr gelingen. Am Ende war es so besser, ehrlicher, wenn es auch nicht unbedingt alles einfacher machte. Er hoffte diese Erkenntnis würde in Sephrin wie Alexander ihren Wiederhall haben. Er hoffte Alexander konnte den ehrlich gemeinten Respekt dafür annehmen und etwas Trost oder besser Genugtuung finden, dass es ein Lebener so erkannt hatte.
Dann las er die aufgeschlagene Passage.
Das Buch war angekettet, seltsamer Weise und die Kette schien wie eine Schlange sich kurz hochzüngelnd den Lesenden anzusehen, doch dann lag sie wieder ruhig. vielleicht eine Täuschung, vielleicht eine Sicherheitsmaßnahme. Die Texte waren säuberlich in der Sprache der Toten geschrieben, anscheinend enthielt es die Geschichte Alexanders, seiner Gebote und den Geboten seiner Priester. Die Seite, die aufgeschlagen war, war seltsam illustriert. Auf der linken Seite war eine Art Bildergeschichte zu sehen. Man sah Untote, mit Spinnennetzen in ihren Gesichtern, mit seltsamen Funkeln in ihrer Brust, die ein gewaltiges Wesen, dass über ihnen schwebte, in Stücke rissen. Es sah aus, als wenn die Magier dieser Truppe sie herabzogen und dann die Zehrer unter den Untoten, in es hinein griffen, um funkelnde Sterne aus grünem Leuchten herauszureißen. Qualle war kein guter Begriff. Eher etwas Formloses, wie ein Nebel, in dem hunderte Gesichter schwebten, von Schmerz und Leid gekennzeichnet, in verschiedensten Stadien des Verdaut-Werdens. Daneben schwebten wunderschöne Funken in dem Ding, so dass es wie ein Sternenhimmel wirkte. Funken gleich denen in der Brust der Männer. Zu den Füßen der Krieger sah man erschlagene gegner, die alle von dieser Wolke berührt waren, wie mit Nabelschnüren mit ihr verknüpft. Jeder der Krieger trug das Wappen eines Turmes udn von allen lebendigen Wesen gab es wahrscheinlich nicht viele, die dieses Wappen noch gesehen hatten - das Wappen des Alexanders von Rhyat. Doch es war anders als früherm ergänzt worden. Ein Turm trotzte in der Mitte zur Wehr gegen den Feind.

Auf der rechten Seite stand:

Behandle Wesen mit Seele und der Fähigkeit zu Leiden nicht nach der Art Moluk K´thans oder ähnlicher, sonst nährst du den Daevar.

Du bist MEIN Diener, nicht der des Feindes.

Erschlage die Diener der Schreckensfürsten wo immer du sie findest, lasse keine Gnade walten.

Die ewige Wacht sei dein Schild gegen die Untaten des Feindes.

Der Orden der Reinheit ist das lebendige Spiegelbild der ewigen Wacht. Achte sie, denn sie tun das, was meinen treuesten Kriegern befohlen ist mit schwachem, lebendigen Leib. Ihr Blut sei dir verboten. Gib ihnen den Segen des Untodes, wann immer du sie an der Schwelle des Todes triffst. Wisse, sie sind dann nicht deine Kinder, sondern Teil der ewigen Wacht.

Devar. DAS werde ich mir merken. Er betete still zu Alexander, dankte ihm für das Wissen und stellte leise die Frage. "Wohin, mein Freund soll ich mich wenden? Zu dem Orden der Reinheit? die die von meiner Art sind, Lebendig, mich aber vermutlich nicht Kennen? Oder zu deiner Hohepriesterin? Am Ende werden wir wieder beide Seiten zusammenführen, davon bin ich überzeugt, wie gesagt. Doch wo am Besten beginnen?" er strich behudsam mit dem Handschuh über das Buch betrachtete die Untoten Krieger. "Die Ewige Wacht ist aus den Resten der Priesterschaft der Spinne rekrutiert nicht wahr.. Zumindest der Kern, der Beginn. Sie haben die Essenz der Göttin aus den Feinden genommen und tragen sie bis sie benötigt wird, vielleicht können auch nur sie sie benutzen. Ich hatte damals schon überlegt, ob sie noch zu retten ist oder eine Wiedergeburt Möglich ist - oder ob die Energie nicht einfach zum Ursprung zurückkehren muss. Eigentlich müsste sie das von alleine. Also hält etwas sie hier fest und will die Reste, ihre Reste - und schickte diese Dinger um sie zu sammeln - Für ihren Bruder - womöglich. Schwierig. Aber DAS ist ein Thema für Priester, nicht Magier auch wenn Magier hier Priester Azroths sind.. " er schmunzelt. "Ich bin ein lausiger Priester. Ich bin zu.. Tolerant und offen für andere Ansichten und Konzepte."

Nachdem er seine kleine Wunde im Arm aus der das Blut gespendet hat verschliesst er sie mit einem Zauber und senkt andächtig den Kopf.



nicht ihr Bruder... wenn, dann ein Onkel

Es war in seinem Kopf. Und gleichzeitig auch das vage Gefühl einer Präsenz, sehr, sehr fremd und doch... vertraut.
Fast war da so etwas wie Freude zu spüren, fast so etwas wie trauer über Vergangenes, doch der Kontakt war minimal, undendlich vorsichtig als wüsste die Macht, dass sie nun nicht mehr geeignet war, um mit Sterblichen Kontakt aufzunehmen.

Unglaublich behutsam war dieses Wesen, dass begonnen hatte als Knabe, im Glauben seine Welt retten zu müssen loszog, die Untoten zu erschlagen. Er, der die Krone der Toten an sich genommen hatte und die Unlichen besiegt auf eine Weise, die er sich nie hatte denken können. Ein Wesen, das allem entsagt und kurze Augenblicke der Freude genossen hatte, als die Gefährtin, die ihm immer gefolgt war, ihm auch nun wieder folgte. Ein Wesen, dessen Gottheit zerstört worden war - und der selbst durch ihre Essenz zum Gott geworden war. Er, der am Ende die Krone genommen und zerstört hatte, weil die, die sie geschaffen hatte, zerstört worden war - und so die letzten Reste aufnahm der Macht, die gebunden war.

"Frater Sephrin..." es folgten vage Erinnerungen. Ein Mann, energisch, schnell, entschlossen. Lebendig. Waren da Reste von ... Freundlichkeit?

Kurz kamen Bilder - Bilder eines Regens von Sternen über eine Welt, Sterne, die sich mit Seelen verbanden, weiterwanderten beim Tod ihrer Träger - und Dinger, Dinger die erschienen von jenseits der Welt. Dinger, die hungerten, suchten, tranken, die Lebendigen fraßen, ihre Seelen verzehrten und die Essenz der Göttin sammelten. Und dann das Brechen..... wenige Bilder, kurze Eindrücke, unendlicher Schmerz, eine Welt, zerrissen, isoliert, von allem abgetrennt, kein Zurück mehr für die Sammler, keine Möglichkeit ihre kostbare Fracht zu ihrem Schöpfer zu senden.
Es war ein Gefühl von vergehender Zeit, Tod und neu wachsendem Leben, den Sammlern wie sie erstarrten, verhungerten, schliefen oder sich veränderten, klüger wurden, sich anpassten in manchen abgelegenen Gegenden der Welt. Dinge heilten, wuchsen zusammen....
Die Reisenden konnten wieder zurückkehren.

Es war fast das Gefühl eines Lächelns, das Sephrin begrüßte, als wolle ihm Alexander sagen: natürlich musstest du dabei sein als einer der Ersten.


Sephrin lächelte. Auch er erinnerte sich.. Lebhaft. An Athur, der sich so gesträubt hatte und doch seinem Vater so Ähnlich gewesen war. Eine vaage Option darauf aufzeigte, wie Alexander hätte werden können, wenn nicht der Krieg gegen die Untoten gewesen wäre. Wie sie die Geheimnisse von Kulos und seinem Bruder erfuhren, die Prophezeihung und Ankündigung des Weltuntergangs. Sie hatten viel erreicht. Er sieht noch wie er vor den Mitgliedern der Inquisition stand, die die Legaten angriffen und wie sie ihre eigenen Leute, Fanatiker durch und durch niederstecken mussten. Wie Kritos und er bei der Unterzeichung des Vertrages Wache standen.
"Ich fühle mich geehrt, Herr. Ich hoffe es gibt einen Plan. Ihr wisst, ich bin bereit zu helfen wo es geht. Wenn ihr Möchtet, dann tausche ich mich erst mit euch oder eurer Hohepriesterin aus, damit dieser Orden der Reinheit und auch alle die Helfen können oder wollen, eine gute Basis haben. Wir eine Allianz schließen können, wie schon zuvor und diese Dinger und ihren Herrn einen Strich durch die Rechnung machen. Ihr habt Zeit gewonnen für einen schrecklichen Preis und ich hoffe diese Zeit war nicht vergebens und dass uns noch welche Bleibt. Wir müssen diese Diener finden und vernichten - Am besten solange sie schwach und ausgezerrt sind. Alle. Einzeln werden die Euren und vermutlich der Orden das schon getan haben. Wir müssen aber nach einem großen Schlag suchen, denn der Feind wird einen letzten Angriff ganz sicher führen und dann ist Schluss mit den Gurilliataktiken, dann muss unsere Erwiderung sitzen, denn nochmal wird die Zerschlagung vermutlich nicht funktionieren."

Sephrin wirkt entschlossen und energetisch. Auch wenn es vermutlich Jahre dauern wird, irgendwann muss man Anfangen und am Besten sofort. Er hatte beim letzten Überfall nicht mitzureden gehabt, und das geht ihn ganz schön an, aber er ist entschlossen ganz sicher beim nächsten Akt ein Wörtchen mitzureden.

"Wenn der Feind etwas dringen will, dann verweigere es ihm, auch wenn du nicht weisst warum er es will. Also besorgen wir ihre Essenz - und wenn wir am Ende diemal einen oder mehree Götter erschaffen müssen oder soetwas wie ein oder mehrere Kinder. Die Essenz ist der Schlüssel und SIE hatte gegen ihren .. Onkel gekämpft geeint mit den Anderen. Er darf nicht durch ihre Essenz stärker werden, womöglich stärker als die anderen Beiden oder waren es 3?" er wirkt nachdenklich. "Doch wenn ihr Teile ihrer Essenz aufnehmen konntet, dann brauchen wir nicht unbedingt nur ihre direkten Geschwister zu stärken. Ich denke, die Essenz kann nur von Wesen aufgenommen werden, die aus dieser Welt stammen. Die Energie aller Wesen ist zwar Ähnlich aber nicht identisch.. Also können diese Diener sie nicht verdauen oder was wahrscheinlicher ist da sie vermutlich dafür geschaffen wurden die Energie in etwas zu wandeln, was der Onkel aufnehmen kann." er nickt. "Das erklärt einiges. Warum sie Leid schürfen. Leid lässt Lebewesen Energie abgeben, schneller als der langsame Vorgang der das altern ist, aber nicht so schnell wie ihr Tod. So können sie alles aufnehmen. Doch dafür müssen sie zuvor etwas haben, was von hier stammt. Jede Energie einer Welt ist einzigartig. Nur der Ursprung und die eigene Welt kann sie verwenden. Also müssen die Wesen irgendwie mit hier verbunden sein - oder mit dem Ursprung, was extrem beängstigend wäre, doch dann würde ein Angriff auf diese Welt keinen Sinn ergeben. Am Ende fließt alle Energie zum Ursprung." Sephrin kratzt sich am Kopf. "Der Magietheorie nach muss die Energie quasi durch einen Hybriden umgewandelt werden, so dass sie sich mit fremder Energie mischen konnte. Also waren diese Zerrer quasi ohne Energie hergekommen.. nein das passte nicht - ohne Teile von beiden Welten können sie die Energie danach nicht zu der des Onkels hinzufügen, höchstens ersetzen, was unsinnig ist, er war stärker. Ohne Energie würden sie für den Aufenthalt hier zu Wesen dieser Welt werden und damit nutzlos als quasi Vorverdauer oder Hybrid." Er würde später darüber nachgrübeln.
"Es ist schön euch zu vernehmen, Herr. Ich hoffe, die Anderen" er meinte die andern Götter " neiden Euch euren Aufstieg nicht. Es war notwendig und noch nötiger ist, dass wir nun geeint voranschreiten." Selbst mit nur einem Teil der Macht der Weberin war Alexander vermutlich einer der stärkeren Götter. Sie war eine der 3 oder 4 ersten gewesen und davon die Stärkste.
Vage war er sich der Präsenz des Knochenmannes bewusst. Ob er ihn nun für jemanden hielt der Selbstgespräche hielt? Nein, vermutlich nicht. Er hoffte, dass der Wirt nicht vor Erfurcht auseinanderfiel.


Man spürte das Amüsement. Selbst beim Weltuntergang würde Sephrin noch seine Theorien hin- und herwälzen und auf Wahrhaftigkeit überprüfen. Für einen kurzen Augenblick spürte der Magus einen Hauch von Versuchung. Die Versuchung Sephrin das Ganze aus der Warte eines Gottes zu zeigen. Doch sofort wurde der Gedanke geblockt. Es würde nicht gesund sein für den Menschlichen Geist. Und... und das spürte der Frater nur auf einer sehr tiefen Ebene - auch Götter waren nicht allwissend. Alexander war sich nun vieler Dinge bewusst, doch das große Ganze war ihm immer noch verborgen.

Die Freundlichkeit blieb und mit Ernsthaftigkeit fühlte Sephrin das Angebot. ER hatte es sich verdient. Damals und heute durch seine Bereitschaft. Es würde mehr als ein Menschenleben brauchen, die Daevar zu besiegen. Er, Alexander, würde ihm den Untot gewähren, bevorzugt als Unlich, da so die magischen Kräfte am Besten erhalten blieben. Er war bereit, Frater Sephrin als Diener anzunehmen, damit das "Herr" mehr wurde als nur eine Höflichkeit. Damit die Neugier gestillt werden konnte. Und die Dinge gezeigt, die den Sterblichen verboten waren.

Kurz flammten Bilder auf, eine zornige Göttin, schwarz, blind, mit zugenähtem Mund, ohne Hände, die den Schleier des Vergessens über die Sterblichen Eridmeas warf - in einem Akt der Gnade? Vergessen - die Tore zu den Welten, der Fluch Ischariots, die Legenden über die Wesen, die vor den Göttern Welten geschaffen hatten, von dem Fünften der Fünf, der gefallen war und seinen vier Brüdern die Welten neideten, die sie geschaffen, ihre Kreaturen, die Götter, zu vertilgen suchte, eingesperrt in Ewigkeit in einer Kuppel im Zentrum der Welt - doch niemals ohne Macht. VERGESSEN.

Alles, was lebendig war, vergaß. Und ihre Welt wurde glücklicher. Die Götter waren wieder die ältesten Wesen, die mächtigssten, ohne einen, der sie erschaffen hatte. Kein Wesen stand über ihnen, weder freundlich, noch feindlich. Ja, die Gelehrten erinnerten sich in den Schriften von anderen Ebenen gelesen zu haben - sogar von anderen Welten - doch war nichts bedrohliches mehr in ihnen. Es waren die Welten der Reisenden, der Fremden, nicht die Welten, die verbunden waren durch Vier von Fünfen, durch das sich ewig drehende Rat in dessen Mitte die Kuppel sich erhob.

Und auch wenn Legenden sich noch rankten um Monostratos und Kulos, so war doch der Ursprung des Übels getilgt.

Selbst die Krieger der Herrin, der er einst gedient hatte, wussten nicht, woher das Übel kam, das sie bekämpften. Ja, es war fremd, außerweltlich, aus einer anderen Ebene - aber weder kannte man auf dieser Welt noch den Begriff der Schreckenslords, noch der Mordriel, eines Fünften oder wusste, dass es nicht der erste Angriff war.

Doch der letzte Angriff war fehlgeschlagen, weil die Zehrer eigenen Willen gehabt hatten, Menschen gewesen waren. Die Daevar hatten diese Mängel nicht. Sie waren perfektioniert. Sich ernährend von den Seelen der Menschen sammelten sie für ihren Herrn göttliche Macht.

Unter den Unlichen würde Sephrin Kameraden finden, Gelehrte, Krieger der Wacht, die noch Wissen hatten. Unter den Sterblichen... würde es ein einsamer Kampf werden. Es sei denn, er würde Verbündete finden. Verbündete, die wussten.

Kurz flammte ein Weg auf, doch noch wurde er zurückgehalten, denn Sephrins Entscheidung stand an. Alexander würde ihn willkommen heißen als einen der Seinen. Wenn sephrin wollte.

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