#1

Verteidigung

in Krieg auf Daskgrimm 16.01.2023 21:07
von Michi • 388 Beiträge

Berichte des Stelv. Abschnittskommandanten Adran Kelwitch. Talgrabucht:

Auf Befehl der Priesterschaft haben wir uns vor drei Tagen auf dem Marsch gemacht. Das Wetter spielt uns übel mit, es regnet ununterbrochen und die Stiefel der Soldaten sind so durchnässt das wir kaum voran kommen, dennoch werden wir die Bucht heute, mit einem Tag Verspätung erreichen. Soweit die Gerüchte durchgesickert sind erwartet man einen Angriff durch die Flotte des falschen Königs.

Wir haben das Lager gute 300 Schritt von der felsigen Bucht in einem Wald aufschlagen lassen. Bei Tagesanbruch werden die Soldaten mit dem Bau der Palisade beginnen und damit auch einen Teil des Waldes roden. Wer auch immer kommt wird einen warmen Empfang bekommen.

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Der Bau der Palisaden kommt gut voran, die Peitsche zu rechten Zeit beflügelt sowohl die Soldaten als auch die Leibeigenen. Zwar verlangsamt uns der matschige Boden beim Ausheben doch dafür erleichtert er uns das Dichten der Fugen. Alles hat zwei Seiten. Das gesamte Fort sollte in weniger als 4 Tagen errichtet sein. Neben der Palisade wird der Tempel des Herrn der Ketten das wichtigste in der Baufolge sein.

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Zwei berittene Boten aus Caradun überbrachten eben eine Nachricht. Kommandant Galador berief ein Besprechung noch vor dem Frühstück ein. Angeblich wurden Segel einer großen Flotte gesichtet die sich Daskgrimm nähert. Die Gerüchte scheinen also wahr zu sein. Soweit bekannt können sie frühstens in einer Woche hier sein. Bis dahin werden weiter Stellungen errichtet, Gruben ausgehoben und Ballisten in Position gebracht.

Der Tempel wurde heute Nacht eingeweiht. Es war eine aufregende Zeremonie die vergessen ließ das wir etliche Meilen von Caradun weg sind. Unsere Herzen schlagen in wildem Reigen in Erwartung was kommen wird. Wenn der Herr auf uns blickt und sieht mit welchem Feuer wir ihm dienen und die Angreifer in ihre Vernichtung segeln wird er vor Freude tausend Knechten Demut lehren.

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Nachschub ist eingetroffen. Das Wetter ist deutlich besser geworden, wenn es noch zwei Tage trocken bleibt sind die Wege wieder normal befahrbar. Die Soldaten wurden mit der Requirierung von Lebensmitteln der umliegenden Dörfer beauftragt. Wir haben 6 Türme außerhalb des Forts errichtet, alle so das sie sich gegenseitig decken.

Die Bauern der Gegend gaben reichlich. Einige meldeten sogar ihre Knechte zum Hilfsdienst, offensichtlich ist die nahende Armada kein Geheimnis mehr und hat selbst das einfache Volk erreicht. Es scheint jedem klar zu sein das es hier um viel, wenn nicht alles, geht. Die falschen Könige und Götter haben sich unter ihren Steinen hervorgetraut, bereit den nächsten Verrat zu begehen. Diesmal jedoch treffen sie nicht auf unvorbereitete Lämmer.

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Eine Gruppe Priester ist gestern bei Einbruch der Dunkelheit eingetroffen. Sie haben ein langes Gespräch mit Kommandant Galador geführt. Bei der Morgenbesprechung wurde klar das sie von allen möglichen Göttern entsandt wurden um die ganze Bucht mit Unterstützung der Götter weiter zu befestigen.

Gegen Mittag sprach Tilgars Kind seinen Segen über das Meer der Bucht, fast augenblicklich tauchten die ersten Flossen in der See auf. Zuerst trieben sie die Fische auf den felsigen Strand, die fleißig eingesammelt wurden, nun scheinen sie in der Bucht und auch außerhalb zu patrouillieren.

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Gegen Abend wurden die letzten Dächer mit Steinen und feuchtem Moos belegt. Kommandant Galador belobigte einige für ihre herausragenden Leistungen und bestrafte mindestens zwei dutzend die sich faul um Arbeit gedrückt hatten. Sie werden den ersten Ansturm an der Bucht aufhalten, ihre Ergebenheit und Treue können sie auf diesem Weg am besten beweisen.
Um den raschen Bau zu feiern hielten wir ein kleines Fest ab, nicht nur die Soldaten sondern alle. Es war ausschweifend aber die Aussicht das es wohl für längere Zeit die letzte angenehme Ablenkung sein würde trübte den süßen Geschmack ein wenig.


Ach, wenn du wüsstest....

zuletzt bearbeitet 16.01.2023 22:18 | nach oben springen

#2

RE: Verteidigung

in Krieg auf Daskgrimm 16.01.2023 22:18
von Michi • 388 Beiträge

Die Flotte kommt wohl langsamer voran als gedacht. Einer der Zauberer sagte bei der Besprechung das er Nachricht erhalten hätte. Soweit er berichtet sind Schiffe von den tiefen Wesen Tilgars beschädigt oder sogar zerstört worden. Mag der verfluchte Anuket die See der falschen Königreiche beherrschen, hier wird seine Macht im Bann gehalten durch den Hai. Und mit jedem Schritt den sie weiter in die Gefilde unseres Befreiers segeln wächst seine Herrschaft.
Noch vier oder gar fünf Tage die uns zur Vorbereitung bleiben. Ihnen wird keine Gnade gewährt, Ich, Galador und die Priester haben das mehr als klar gemacht und wie nicht anders erwartet hat die Garnison gejubelt ob unseres baldigen Sieges über die verhassten Verräter.
Die Türme sind bewaffnet worden, Teer und Nafta stehen bereit um jedes Schiff in Flammen aufgehen zu lassen das versucht die Bucht zu befahren. Ich habe vorgeschlagen die Türme mit Gehölz und Blättern abzutarnen. Nach zwei Stunden Arbeit sind sie kaum noch auszumachen.

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Erstaunlich was die moderne Alchemie alles vermag. Heute sind Karren angekommen, mit Fässern beladen welche mit zähem Wasser gefüllt sind. Es wird benutzt wie Farbe, riecht nicht, ist klar und kann eigentlich nichts. Angeblich ist es nichts weiter wie Wasser das nicht verdunstet. Alle Gebäude, die Türme und die Palisade werden morgen damit bestrichen. Einer der Zauberer meinte so sind sie vor Brand sicher.

In einem Umkreis von über hundert Schritt ist um das Fort alles gerodet. Jeder Baum und jeder Strauch wurde verwertet. Ein Graben sieht sich um die gesamte Befestigung und noch etliche kleine Gräben wurden in das Feld gegraben und abgetarnt. Zwar rechnen wir nicht mit einem Durchbruch an der Bucht dennoch will ich vorbereitet sein.

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Bei Sonnaufgang wurden Schiffe unserer Flotte am Horizont ausgemacht, sie segelten Richtung Uthmark. Zwar bin ich stolz das wir den Krieg in die Gefilde des Feindes tragen doch mein Herz wird auch schwer wenn ich darüber nachdenke das kein Feind den Fuß auf Daskgrimm legt und wir ihn für diesen Frevel niederstrecken können. Doch das Meer ist riesig, möglich das die Flotten sich nicht einmal finden. Wir jedoch sind ein fester Punkt, eine Mauer gegen die der Feind anrennen will in seiner Verblendung. Es ist erstaunlich, ja erschreckend das sie nicht begreifen wer sie im Herzen erdrückt und wer die Welt dem eigentlichen Feind überlassen will. Fehlgeleitetet Narren, Narren die uns für ihr Versagen die Freiheit rauben wollen verneinend das dies auch ihr Untergang sein würde.
Wir kämpfen nicht nur für den Befreier, wir kämpfen ebenso für jeden von ihnen.

Das ganze Fort sieht aus als wäre es einem Sturzregen ausgesetzt, die seltsame Mischung der Alchemisten lässt es nass wirken. Alles glänzt und wirkt wie mit einem dünnen schleim bedeckt. Wenn man es jedoch anfasst fühlt es sich nur nass an und zieht keine Fäden.

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Die ersten Schussversuche wurden heute unternommen. Ballisten, Katapulte aber auch Bögen und Armbrüste. Wir haben auf dem Feld und dann verschiedenen anderen Orten Marker gesetzt. So kann man einfach die jeweilige Entfernung abschätzen und im entsprechenden Winkel schießen. Morgen werden wir das ganze noch einmal machen, da das Holz weiter trocknet und sich damit der Zug verändert.
Die Soldaten, egal ob man oder Frau, werden langsam unruhig. Es ist eine seltsame Art von Bedrohung in der Luft. Man kann sie fast riechen und jeder versucht auf eigene Art damit umzugehen. Es gab mehrere Bestrafungen heute wegen Ungehorsamkeit oder Streitigkeiten. Nichts ernstes aber es muss klar gemacht werden das Befehl und Gehorsam gerade jetzt entscheidende Grundfesten sind an denen wir um jeden Preis festhalten werden.


Ach, wenn du wüsstest....
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