#1

Erzählungen über die Stämme

in Die Insel der Hoffnung - Informationen 09.03.2026 09:06
von Danjano5 • 45 Beiträge

Hier steht was die Reisegruppe von den Stämmen erfährt und was ihnen die Leute der Insel erzählen

Erzählungen über die Hiesigen – der Seestamm / Träger des Erbes
Am Ufer des größten Binnensees der Insel leben jene, die sich selbst die Träger des Erbes nennen. Andere Stämme sprechen meist schlicht vom Seestamm, doch dieser Name greift für sie zu kurz. Sie verstehen sich als die Hiesigen – als jene, die geblieben sind, als andere kamen, gingen oder untergingen.

Das ist der Stamm von der am meisten unter dem Monster vom Metallsee leid erfahren hat. Sie bevorzugen ihre Blockhäuser und Pfahlbauten fest am Wasser.


Der Stamm setzt sich vor allem aus Halbelfen, Menschen und Orks zusammen. Es sind Nachkommen eridmeischer Flüchtlinge, durchmischt untereinander, aber nicht mit den Völkern Iskarioths. Manche nennen sich selbst „die Alten“ oder auch „die Reinen“.
Nicht aus offenem Hochmut, sondern aus dem festen Glauben heraus, dass ihre Herkunft sie verbindet und bewahrt. Sie sehen sich als eine Gemeinschaft mit eigener Geschichte, eigener Verantwortung und eigenem Ziel.
Geführt wird der Seestamm von Liutmar aus dem Sēgau, einem Menschen, dessen Auftreten von Ruhe und Würde geprägt ist. An seiner Seite steht Aeniel Taupfad, ein Halbelf, der als Vertreter zwischen den Stimmen des Stammes vermittelt. Entscheidungen werden bedacht getroffen, getragen von der Überzeugung, dass Beständigkeit wichtiger ist als schneller Wandel.
Fischfang sichert einen großen Teil der Nahrung, dazu kommen Ackerbau und die Herstellung wasserfester Stoffe und Werkzeuge. Besonders bekannt ist der Stamm für den Bau von Booten und Kanus, die zuverlässig und langlebig sind. Dieses Wissen teilen sie im Gebrauch, nicht aber in der Lehre – ihre Fertigkeiten gelten als Teil ihres Erbes und werden im Stamm bewahrt.
Im Glauben folgen sie dem zusammengeführten siebenfachen Weg. Die alte Götterverehrung ist hier noch stark spürbar, doch auch unter den Hiesigen ist die Überzeugung verbreitet, dass die Götter Eridmeas tot seien. Rituale und Erzählungen halten die Erinnerung wach, sie sehen es als Pflicht gegenüber der Vergangenheit.
Im Umgang sind die Hiesigen höflich, aber deutlich zurückhaltend. Sie wollen nicht von dem was sie als Rein ansehen abgebracht werden durch Wege andere Ideen anderer.
Sie achten streng auf das, was sie als eridmeische Reinheit bezeichnen. Eine Vermischung der Welten halten sie für gefährlich, nicht aus Feindseligkeit, sondern aus Vorsicht. Jede Welt, so glauben sie, wurde von ihrem Demiurgen anders geschaffen. Die alten Legenden von Arcanis, von Magiern ohne Seele, dienen ihnen als Mahnung. Wenn schon einzelne Welten so unterschiedlich sind – wie sollte dann die Vereinigung zweier Welten ohne Folgen bleiben? Besser, kein Risiko eingehen.
Bei der Letzten Versammlung der Stämme haben sie aber auch deutlich gemacht das sie es nun an der Zeit sehen Heim zu kehren viele von ihnen wollen die Insel verlassen und in die verlorene Heimat zurückkehren die Versammlung konnte sie überzeugen noch zu warten doch werden sie nicht von ihrem Weg ablassen genauso wie sie nicht von ihren Traditionen abgelassen haben all die Jahre….
Zu anderen Stämmen pflegen sie ein nüchternes, meist sachliches Verhältnis. Handwerkliche Hilfe wird geleistet, doch das Wissen dahinter bleibt im Stamm. Besonders gut ist das Verhältnis zum Meermuschelstamm, dessen starke Verehrung Anukets und geringe Fremdeinflüsse den Hiesigen richtig erscheinen. Spannungen bestehen vor allem mit dem Stamm der Pforte, den sie als überheblich empfinden.
Nach den eigenen Legenden waren es ihre Vorfahren, die einst die Pforte verteidigten und sich nach dem Krieg am See niederließen. Diese Erzählung wird vom Pfortenstamm entschieden bestritten, doch für die Hiesigen ist sie Teil ihrer Identität.


Die Begegnung mit den Fremden hat den Seestamm tief erschüttert. Die Erkenntnis, dass Eridmea noch existiert, hat viele ihrer Gewissheiten ins Wanken gebracht. Als vor zehn Jahren der Orden der Reinheit eintraf, wurde er begeistert aufgenommen – als Bestätigung alter Überzeugungen. Eine Öffnung der Pforte wird von ihnen grundsätzlich positiv gesehen, allerdings nur unter klaren und strengen Sicherheitsvorkehrungen. Denn so sehr sie an Rückkehr glauben, so sehr fürchten sie unbedachte Schritte.
Die Hiesigen warten. Sie bewahren. Und sie sind überzeugt, dass eines Tages die Pforte sich wieder öffnen wird – und dass dann vieles an seinen rechtmäßigen Platz zurückkehrt.

Als jene bei ihnen vorbeikamen die auch Fremde aber auch Freunde der Stämme waren wurden sie erst vorsichtig dann dennoch herzlich willkommen geheißen sie freuten sich das Leute aus der Ferne und der alten Heimat der Insel helfen würden auch wenn die Fragen groß waren hielten sie sich zurück ihre Neugier musste warten bis die Sicherheit aller gewährleistet war


zuletzt bearbeitet 09.03.2026 09:15 | nach oben springen

#2

RE: Erzählungen über die Stämme

in Die Insel der Hoffnung - Informationen 09.03.2026 09:15
von Danjano5 • 45 Beiträge

Erzählungen über die Seefrieder – der Meermuschelstamm / See-Befrieder

Im Südwesten werdet ihr die Seefrieder finden die sich selbst als die See-Befrieder bezeichnen.

Sie zollen ihren Respekt und Glauben dem Meer, auch wenn sie Felder bestellen achten sie immer auf das Meer, doch verwechselt sie nicht mit den Sham-Rug.

Diesen Leuten ist die ehrfurcht vor dem Meer wichtig so fahren sie nie weit aus fischen nur nahe der Küsten und züchten Austern und Miesmuscheln sowie Meeresschnecken.

Sie warnen uns stetig davor das wenn man nicht dem Meer gibt was ihm zusteht wird die große Flut erneut kommen. Viele sehen es als veraltete Tradition als Warnung die schon lange nur noch ein Echo ist das verhallt, doch die See-Befrieder halten an ihren Wegen fest und folgenden den alten Ritualen

Das Meer ist kein Rand der Insel sondern eine Macht die Respekt fordert…
Der Stamm besteht vor allem aus Menschen und Tehiwei. Geführt werden sie von Aldermann Wigmar, Sohn des Sēfrid, einem Menschen, dessen Name im Stamm mit Beständigkeit verbunden ist. Ihm zur Seite steht Tadhg Ó Muircheartaigh, ein Tehiwei, der als Vertreter vermittelt, ordnet und zuhört.
Pflanzen und Kräuter, die in Küstennähe gedeihen, werden gesammelt, und weiter im Landesinneren sichern Ackerflächen den täglichen Bedarf. Alles geschieht ruhig, ohne Hast, so wie es ihrem Wesen entspricht.
Ihr Glaube folgt dem vereinigten siebenfachen Weg, doch in ihm liegt eine Besonderheit, die Außenstehenden oft fremd erscheint. Alle Toten werden dem Meer übergeben.
Ihre Glaube das Anuket als einziger Gott überlebt hat und das sein er wird wieder seine vernichtenden Wogen schicken wenn er nicht den Respekt bekommt den er fordert.

So übergeben sie die Leiber der Verstorbenen damit Anuket sich nicht noch mehr Lebende holt.
Gegenüber den anderen Stämmen sehen sie sich selbst in einer Art Schutzrolle gegenüber dem Meer. Auch wenn nur wenige das ihnen anrechnen oder für Ernst nehmen.

Wer ihnen begegnet, sieht schnell ihre besondere Kennzeichnung: reichlich Muschelschmuck, getragen nicht zur Zierde allein, sondern als Zeichen der Verbundenheit mit dem Meer.

Sie meiden euch Fremde weil ihre alten Sagen besagen
Sie haben warnende Vorzeichen bekommen!
Über das Wasser wird Böses kommen!

Und Anuket wieder seine vernichtenden Wogen schicken, wenn man etwas gegen seinen Willen tut....

Doch nicht ihr Schicksals Schmiede wart es vor dem Gewarnt wurde sondern jene die wir Söldner der Goldenen Königin nennen

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#3

RE: Erzählungen über die Stämme

in Die Insel der Hoffnung - Informationen 18.03.2026 09:48
von Danjano5 • 45 Beiträge

Erzählungen über den Schild-Stamm – Heronskinder / Morkash
In den zentralen Wäldern der Insel leben jene, die sich selbst die Kinder Herons nennen. Manche von ihnen sprechen auch vom Namen Morkash, je nachdem, aus welchen Sippen ihre Vorfahren stammen – ob aus elfischem, orkischem oder menschlichem Blut. Doch ungeachtet dessen eint sie der Glaube an die Siebenheit und an Heron.
Ihre Dörfer liegen an gut geschützten, leicht zu versorgenden Orten tief im Wald. Wer sie sucht, findet keine offenen Siedlungen, sondern Plätze, die mit Bedacht gewählt wurden. Der Stamm besteht aus den Nachkommen von Elfen, Menschen und Orks, die hier eine Heimat fanden. Andere sind selten, und wenn, dann meist nur als Gäste oder als Freunde des Stammes.
Geführt werden die Heronskinder von Aldermann Arnulf, einem Menschen. An seiner Seite steht Faeniel Schildhain, ein Halbelf. Gemeinsam tragen sie die Verantwortung für den Stamm und entscheiden über die großen Belange, die alle betreffen.
Die Heronskinder leben von dem, was der Wald ihnen gibt, und von dem, was sie mit eigener Hand daraus schaffen. Holz, Nahrung, Felle und Metalle sichern ihr Auskommen. In ihrem Glauben fühlen sie sich dem Sein Daka verbunden was sich durch ihre beachtlichen Handwerklichen Fähigkeiten zeigt, doch achten sie auch Zerstörung – nicht aus Neigung, sondern aus der Gewissheit heraus, dass die Insel verteidigt werden muss, wenn es notwendig ist. Heron, der Gott der Soldaten und Verteidiger, wird dabei stets geehrt. Wer ihr Gebiet betritt, erkennt bald die Zeichen seines Wirkens und seiner Verehrung.
Schwere Waffen und Schild sowie Amulette gehören zu ihrem Alltag. In den Randgebieten finden sich zuweilen auch Zeichen alter Pakte mit Incarnoi, denn wie alle auf der Insel wissen sie, dass man nicht allein lebt, sondern gemeinsam mit den Kräften des Landes – und dass alte Abmachungen geachtet werden müssen.
In dem Jahr, in dem die Fremden eintrafen, lag die Wacht an der Pforte bei ihnen – eine ehrenvolle Aufgabe. Die Kommandeure handeln im Namen des Hüters der Stätte, dürfen jedoch eigenständig entscheiden, wenn sie eine Gefahr erkennen. Sie gelten als aufmerksam und erfahren, nicht leicht zu täuschen. Wissen wird nicht leichtfertig weitergegeben, sondern nur jenen, die es verdienen. Doch jeder im Stamm weiß, was im Ernstfall zu tun ist.
Auch jetzt, viele Jahre nachdem frühere Konflikte abgeklungen sind, halten sie Schild und Waffe bereit. Wachsamkeit ist für sie kein Zustand, sondern Teil ihres Wesens.



Was den Besuchern erzählt wird vom Stamm selbst:

Was die Pforte betrifft, sind die Heronskinder vorsichtig. Sie wissen, dass es Gründe gab, sie zu schließen, und nur wenn diese Gründe wirklich ausgeräumt sind, werden sie einer Öffnung zustimmen.

Unter den Morkash ist der Schamanismus stark verwurzelt. Sie folgen den Alten Wegen und glauben, dass ein Ritual laut und voller Inbrunst sein muss, damit die Geister es hören. Diejenigen hingegen, die sich vor allem als Kinder Herons verstehen, legen mehr Wert auf Würde und Eleganz. Doch trotz dieser Unterschiede wissen alle, dass sie Nachfahren jener sind, die in Zeiten größter Not standgehalten haben.
Die Geschichte des Stammes ist alt. Seit über tausend Jahren bewahren sie einen geweihten Schild, der einst einem Priester Herons gehörte. Dieser Schild hält den Stamm zusammen, auch wenn er in viele Gruppen und Sippen gegliedert ist. Manche glauben, der Schildträger sei ein Halbork namens Morkash gewesen, der gemeinsam mit den Vorfahren eine Übermacht von Feinden aufhielt und dabei fiel. Andere erzählen von Heronidas, einem Halbelfen oder gar einem Elfen. Die Menschen im Stamm erinnern sich still daran, dass Heron selbst einst sterblich war und durch Tapferkeit zum Gott erhoben wurde.
Zu ihren Nachbarn pflegen die Heronskinder meist gute Beziehungen. Besonders der Seestamm, der Stamm der Daka-Jah-Magier und der Nomadenstamm stehen ihnen nahe. Sie wissen, dass Zusammenhalt zählt, auch wenn Meinungen auseinandergehen.
Fremden begegnen sie mit Vorsicht. Die meisten von ihnen suchen keinen engen Umgang mit Göttern – es sei denn, Heron ist betroffen. Dann hören sie genau hin.
Helden des Schild Stammes

Londias Schildhain Elf
Die Alten erzählen, dass der Wald an jenem Tag stiller war als sonst. Kein Vogelruf, kein Rascheln im Unterholz, als die verdorbene Bestie aus den Schatten trat. Sie war groß, schwer von fauliger Kraft, und dort, wo sie ging, krümmten sich Pflanzen und Erde. Viele der Wächter wollten ihr entgegentreten, Schilde heben, den Kampf suchen. Londias Schildhain aber hielt sie zurück.
Er hatte das Wesen beobachtet, nicht nur mit den Augen, sondern mit Geduld. Er erkannte, dass es nicht wahllos wütete, sondern festen Pfaden folgte, gezogen von Gerüchen, Lichtungen und Geräuschen. Während andere den Wald als Schlachtfeld sahen, sah Londias ein Netz aus Wegen und Möglichkeiten. Mit knappen Zeichen und leisen Worten brachte er die Bogenschützen in Stellung, ließ sie nicht dicht stehen, sondern verteilt, verborgen zwischen Stämmen und Wurzeln.
Dann trat er selbst hervor, gerade so weit, dass die Bestie ihn wahrnahm. Er reizte sie nicht mit Lärm oder Angriff, sondern mit Bewegung, mit Rückzug, mit dem Versprechen einer Beute, die greifbar schien. Schritt für Schritt lenkte er das Wesen, ließ es glauben, es jage – bis es sich in der Schneise wiederfand, die die Schützen vorbereitet hatten. Erst dort gab Londias das Zeichen. Die Pfeile flogen, nicht in Hast, sondern in ruhigem Rhythmus. Als die Bestie fiel, war kein Krieger gefallen. Seit jener Zeit gilt Londias Schildhain nicht nur als Jäger, sondern als einer, der den Wald selbst als Verbündeten zu nutzen wusste.
Mork Starkarm Ork
Die Regenzeit, in der Mork Starkarm berühmt wurde, hatte früh begonnen und kein Ende zu nehmen geschienen. Die Flüsse schwollen an, fraßen sich in die Ufer, rissen Erde und Holz mit sich. Erste Dämme brachen, alte Bauweisen versagten. Während andere Waffen prüften und Evakuierungen planten, stand Mork im Wasser, bis zu den Knien, und betrachtete die Strömung.
Er sprach wenig in jenen Tagen. Stattdessen maß er, prüfte, baute und riss wieder ein. Er erkannte, dass starre Dämme dem Druck nicht standhielten. Also entwarf er ein neues Stecksystem, bei dem einzelne Teile nachgeben konnten, ohne dass das Ganze zerfiel. Mit Keilen, Zapfen und Verbindungen, die sich lösen und wieder fügen ließen, passte er die Bauwerke an das Verhalten des Wassers an.
Gemeinsam mit anderen Handwerkern und Helfern arbeitete er unermüdlich. Wenn ein Teil nachgab, wurde es ersetzt, nicht beklagt. Wenn das Wasser höher stieg, wurde der Damm angepasst, nicht erhöht um jeden Preis. Als die schlimmsten Fluten kamen, hielten die neuen Dämme stand – nicht, weil sie stärker waren, sondern weil sie mit dem Wasser arbeiteten. Nach der Regenzeit war klar: Ohne Mork Starkarm hätten viele Dörfer nicht überlebt. Seitdem gilt er als einer, der Schutz schafft, ohne ein Schwert zu führen.

Henok Mensch
Der Immerwind war lange Zeit mehr als nur ein Geist. Er war eine Prüfung. Dächer wurden fortgerissen, Feuerstellen gelöscht, Jäger vom Weg abgebracht. Viele sahen in ihm einen Feind, etwas, das gebannt oder vertrieben werden musste. Henok jedoch hörte zu. Er verbrachte Nächte im offenen Wald, lauschte dem Heulen und Flüstern des Windes, lernte seine Stimmungen kennen.
Er erkannte, dass der Immerwind nicht aus bloßer Zerstörung handelte, sondern aus Verlangen. Er wollte gehört werden. Sein Lied sollte nicht verhallen, sondern Teil der Welt sein. Als Henok sich ihm schließlich stellte, tat er es ohne Bannzeichen und ohne Drohung. Er sprach, und er hörte zu. Lange Gespräche folgten, getragen vom Rauschen der Bäume.
Am Ende stand ein Handel. Der Stamm würde Windspiele errichten, nicht als Opfer aus Furcht, sondern als Anerkennung. Solange ihr Klang im Namen des Immerwindes erklang, würde dieser den Schildstamm nicht mehr bedrohen. Seit jenem Tag ist der Wind anders. Er ist noch da, kraftvoll und frei, doch er trägt ein Lied. Und Henoks Name wird genannt, wenn man von Mut spricht, der nicht im Kampf liegt, sondern im Verstehen.

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#4

RE: Erzählungen über die Stämme

in Die Insel der Hoffnung - Informationen 26.03.2026 18:06
von Danjano5 • 45 Beiträge

Der Stamm der Daka-Jah-Magier / Hügelstamm

Der Hügelstamm ist ein Stamm der Daka-Jah sie bauen anders als wir ihre Bauten, sind wie der des Sechsglanz Stammes über und unter der Erde zu finden doch wo der Sechsglanz stamm wert auf Glatte Wände und hohe Wälle legt, so sind die Tunnel des Hügelstammes für ausstehende genauso verwirrend in ihren Verzweigungen. Sie kennen beide Seiten das Leben unter der Erde und über der Erde, die Tehiwei und Menschen dort sind Bauern die Flachs und Hanf ziehen, Vieh halten und Stoffe weben. Ihre Webkunst ist unübertroffen und in den Tunneln sind die Daka-Jah die sich in Magie und Heilkunst üben.

Die Magieschule der Heilkunst ist das Zentrum des Stammes und das Herz von Kualac, so nennen wir das Land auf dem sie leben, es ist Fruchtbar und sehr Grün.

die Leitung dieser Schule ist gleichzeitig der Aldermann des Stammes – stets ein Daka-Jah. Derzeit trägt K’etzak diese Verantwortung. Die Rolle des Vertreters übernimmt ein Mensch oder Tehiwei, aktuell Gerhard filius Volkmeri, der im Rat die Interessen der Gemeinschaft oberirdisch wahrt. Trotz ihrer geringen Zahl sind die Daka-Jah im Rat stark vertreten: vier der sieben Sitze gehören ihnen, sodass ihre Stimme maßgeblich über die Ausrichtung des Stammes entscheidet
Das Leben in Kualac ist ein Gleichgewicht zwischen oberirdischer Landwirtschaft und unterirdischer Magie. Die Daka-Jah, genannt das „Ameisenvolk“ wegen ihres Fleißes, sammeln Wurzeln und essbare Pflanzen in den Gängen, betreiben Butterlausviehzucht und achten auf die Ordnung innerhalb der Gemeinschaft.

Sie haben einen abgeschiedenen Schrein im Norden des Stammesgebiets an diesem erinnern sie sich jährlich an Cho-Jah und die zerstörerische Kraft, die sie verkörpert. Diese Gedenkfeier ist der einzige Zeitpunkt im Jahr, an dem Zerstörung bewusst erinnert und verehrt wird, sonst folgen sie der siebenheit im ganzen vorallem Werden und Schicksal sind ihnen wichtig.

Sie sind zu recht Stolz auf ihre Fähigkeiten und das Wissen das sie sich aufgebaut haben, trotz der Aufteilung in Oberwelt und Unterwelt arbeiten sie eng zusammen und selbstverständlich miteinander der Steppenstamm der Stamm der Normaden erzählt viel und gerne von ihnen aber auch der Totlandstamm schätzt diese fleißigen und Zähen Inselbewohner..

In den Legenden Kualacs wird das Land jenseits des Tores als stark, schön und voller Chancen beschrieben.

Ihre Traditionen und der Stetige Austausch haben sie zum Zentrum der Heilkunst und einer beneidenswerten Organisationsgabe gesegnet, die unerreicht ist, Fleiß und Wissen sind hier überall zu sehen.


K’iri der Leise (Daka-Jah)

K’iri war keiner, den man im Rat sah oder dessen Name in großen Versammlungen fiel. Er sprach wenig, selbst für einen Daka-Jah, und bewegte sich meist dort, wo andere nur arbeiteten und weitergingen – in den feuchten, warmen Kammern tief unter Kualac, wo die Butterläuse gehalten wurden.

Seine Aufgabe war einfach: beobachten, reinigen, erhalten.

Doch K’iri beobachtete anders.

Er achtete nicht nur darauf, ob die Tiere gesund waren. Er achtete auf ihr Verhalten. Auf die Art, wie sie sich bewegten, wann sie sich zurückzogen, wo sie dichter saßen und wo sie die Kammern mieden. Über viele Zyklen hinweg fiel ihm auf, dass sich ihr Verhalten mit den Veränderungen der Luft verschob. Kältere Strömungen ließen sie träger werden. Zu trockene Luft machte sie anfälliger.

Während andere Verluste im Winter als gegeben hinnahmen, begann K’iri zu überlegen, ob man die Umgebung selbst verändern konnte.

Er begann klein.

Mit einfachen Werkzeugen leitete er Luft aus tieferen, wärmeren Bereichen der Tunnel um. Anfangs waren es nur schmale Schächte, kaum mehr als Ritzen, die er anlegte. Doch er beobachtete weiter – und verbesserte. Er verschloss Öffnungen, wenn die Luft zu stark zog, und öffnete neue, wenn die Wärme nicht ausreichte.

Andere bemerkten seine Veränderungen, doch sie verstanden nicht sofort ihren Zweck. Für viele sah es aus wie unnötige Arbeit.

Bis der Winter kam.

Dort, wo K’iri gearbeitet hatte, blieben die Kammern stabil. Die Butterläuse zogen sich in die warmen Nischen zurück, überstanden die Kälte besser, fraßen weiter, lebten weiter.

Es war kein vollständiger Sieg gegen den Winter. Aber es war der erste Schritt.

Erst als Hadal Marrwurzel später mit dem Zuckerwasser dazukam, wurde aus K’iris stillen Anpassungen ein System, das die Zucht durch ganze Winter tragen konnte.

Noch heute werden diese Kammern gebaut – mit Bedacht, mit Verständnis für Luft, Wärme und Bewegung.
Und auch wenn sein Name selten laut ausgesprochen wird, nennen die Daka-Jah diese Bereiche „die leisen Räume“.

Hadal Marrwurzel (Mensch)

Hadal war kein Gelehrter und kein Teil der Magierschule. Er war Bauer – einer von vielen, die die Felder Kualacs bestellten. Doch wie viele Bauern wusste er: Das Leben entscheidet sich nicht im Sommer, sondern im Winter.

Die Butterläuse waren für den Stamm von großer Bedeutung. Doch jedes Jahr starb ein Teil von ihnen, wenn die Kälte kam. Es war ein Verlust, den man hinnahm. So war es immer gewesen.

Doch Hadal war jemand, der Fragen stellte.

Er begann zu beobachten, was die Tiere fraßen und wann sie stärker oder schwächer wirkten. Dabei fiel ihm auf, dass jene Läuse, die in der Nähe bestimmter Pflanzen lebten, widerstandsfähiger waren. Diese Pflanzen hatten einen süßlichen Saft, der sich von anderen unterschied.

Hadal begann zu experimentieren.

Er presste den Saft aus Zuckerrohr, das bis dahin nur in kleinen Mengen angebaut wurde, und mischte ihn mit Wasser. Zunächst gab er ihn nur wenigen Tieren. Viele hielten das für Verschwendung – Nahrung für Tiere, die ohnehin den Winter vielleicht nicht überstehen würden.

Doch Hadal blieb dabei.

Er veränderte die Mischung, probierte unterschiedliche Verhältnisse aus, achtete darauf, wie die Tiere reagierten. Es war mühsam, langsam, und oft schien es, als würde sich nichts ändern.

Bis der Winter kam.

Die Tiere, die mit dem Zuckerwasser versorgt worden waren, blieben länger aktiv. Sie fraßen weiter, bewegten sich mehr, überlebten häufiger.

Als die Verluste geringer ausfielen als in den Jahren zuvor, begannen auch andere zuzuhören.

Gemeinsam mit den Anpassungen der Daka-Jah – vor allem mit K’iris Arbeiten – wurde aus Hadals Versuch eine feste Praxis.

Heute gehört Zuckerrohr zu den wichtigen Pflanzen Kualacs.
Und das süße Wasser, das einst belächelt wurde, ist ein selbstverständlicher Teil der Zucht.

Hadal selbst blieb, was er immer war: ein Bauer.

Wenn man ihn fragte, warum er nicht aufgehört hatte, antwortete er meist nur:
„Weil sie es brauchten.“


zuletzt bearbeitet 26.03.2026 18:15 | nach oben springen


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