#46

RE: eine Woche nach dem RnA 2 - Taverne

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 06.07.2026 12:32
von Saika • 175 Beiträge

Sobald ihr Gefährte geendet hatte, übernahm Candrisha das Wort.

"Wie Torukgar sagte, sind wir Jäger Candras. Seit unzähligen Jahren stehe ich in ihrem Dienst. Und noch länger kenne ich die Vorurteile, mit denen man ihr und uns begegnet. Ja, wir jagen. Ja, wir töten. Nicht nur Wild, auch Menschen, auch andere Wesen. Aber nicht aus Spaß, nicht für die Zerstörung und Vernichtung. Wir jagen, um zu überleben. Wir töten, um zu bewahren. Und was uns bedroht."

Ihr ist anzuhören, dass sie diese Worte nicht das erste Mal sprach. Und ein Teil von ihr mit Gegenstimmen rechnete.

"Die Söldner kamen her, brachten Tod, brachten Zorn über die Insel. Und brachten auch beides über uns. Sie sind das, was das Gleichgewicht hier stört."
Dass wohl auch noch eine persönliche Rechnung offen war, war ihr nicht schwer anzusehen.

"Wir sind keine ausgebildeten Heiler, aber wir haben gelernt, nicht an jeder Wunde zu sterben. Wir sind keine Soldaten, aber wir stellen uns dem Kampf. Wir kennen und nutzen unsere Wälder und wollen die euren Kennenlernen. Wir helfen, wo wir können. Wenn ihr wollt. Wenn nicht." Sie zuckte mit den Achseln.

Wäre ihre Hilfe nicht gewünscht, würde sie sich sicher nicht anbiedern. Nur weil dieses Volk zu stolz war, würde sie sich ihnen nicht unterwürfig zeigen.

Ihr Blick schweifte einmal durch das Dorf. Zu jenen, die in den Bäumen sichtbar sich. Aber auch zu jenen Augen, die sie mehr spürte als sah. Es war keine direkt Herausforderung, die in ihrem Blick lag. Jedoch die Bereitschaft, jede ihr entgegengebrachte anzunehmen. Und nicht zu verlieren.


Tul Gôrefest, tul Moskutar, gujan asga nadûr, ongrig graug!
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#47

RE: eine Woche nach dem RnA 2 - Taverne

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 08.07.2026 18:37
von Wieland • 1.220 Beiträge

Nach Candrisha stellte auch Wieland sich vor.

"Ich bin Wieland, Großmeister der Alchemie. Und auch wenn ich noch nicht die alchemistische Wirkung von jedem Kraut und Mineral auf dieser Insel kenne, so kenne ich mich doch sehr gut mit genug Kräutern und so aus die auch hier wachsen, um gegen die meisten Gebrechen ein Mittel herstellen zu können. Und auch wenn ich noch keine Shuru behandelt habe, so habe ich schon viele nicht Menschen behandelt, sodass ich auch an diesem Punkt der Meinung bin, dass meine Mittel auch bei eurem Stamm die gewünschte Wirkung erzielen werden.
Ich biete euch an euch mit meinem Wissen und meiner Alchemie zu unterstützen, damit die von euch, die noch unter Folgen vom Kampf gegen die Eindringlige leiden, geheilt werden können. Wenn ihr in eurem Stamm Alchemisten, Kräuterkundige oder ähnliches habt, arbeite ich gerne mit diesen zusammen, auf dass diese auch langfristig von meinem Wissen profitieren."

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#48

RE: eine Woche nach dem RnA 2 - Taverne

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 13.07.2026 22:54
von dudi • 108 Beiträge

Torukgars Beschreibung läßt dudi schmunzeln. Dann lauscht sie, wie die anderen sich vorstellen. Wartet und beobachtet jene, die hier entscheiden und zu Hause. Tritt dann vor.
"dudi ist Wanderin und die Nebel ihr Heimat. Doch das hat sich mit diesem Jahr geändert für diese Insel und die ihren. Eure Heimat wurde als Heimat gewählt.
Auch darum diese Reise durch Dochas Nua. Um kennenzulernen, sich vorzustellen. Um zu helfen, wo nötig und erwünscht.
Viele Spezies hat dudi schon bei Verletzungen oder Krankheiten geholfen. Gerne lernen wir euch zu heilen. Bei Alchemie kann Wieland unterstützt werden. Wenn es um magische Dinge geht, bin ich neugierig und gern dabei. Alles andere wo gewünscht, wird ausprobiert zu helfen." dann verneigt sie sich in ihrer Art höflich und geht wieder ein paar Schritte in die Gruppe.

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#49

RE: eine Woche nach dem RnA 2 - Taverne

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 18.07.2026 22:46
von Gunnar_van_Wenz • 15 Beiträge

Die Schankstube war erfüllt vom dumpfen Klang schwerer Krüge, gedämpften Gesprächen und dem Knistern des Feuers im Kamin. Gelächter brandete auf, verebbte wieder, während Reisende, Inselbewohner und Gäste sich zwischen den langen Tischen bewegten. Der Geruch von gebratenem Fleisch, Brot und Rauch hing schwer in der Luft.

Ganz hinten jedoch verschluckte das Halbdunkel das Licht.

Dort stand ein einzelner kleiner Tisch, den niemand unaufgefordert belegte.

Nicht, weil es verboten gewesen wäre.

Sondern weil jeder wusste, dass dieser Platz Gunnar van Wenz gehörte.

Vor ihm brannte eine einzige kleine schwarze Kerze. Ihre Flamme war erstaunlich ruhig. Sie spendete kaum Licht und doch gerade genug, um die Konturen seines Gesichts erkennen zu lassen. Alles andere blieb Schatten.

Der schwarze Wappenrock verschmolz beinahe mit der Dunkelheit. Das silberne Rabensiegel auf seiner Brust war der einzige helle Punkt. Die Hände ruhten gefaltet auf dem Tisch.

Er sprach mit niemandem.

Er störte niemanden.

Und doch entging seinem Blick nichts.

Der alte Fischer, dessen linke Hand seit Tagen zitterte.

Die beiden Fremden, die ihre Stimmen senkten, sobald jemand vorbeiging.

Der junge Mann, der zum dritten Mal an diesem Abend nervös zur Tür sah.

Wachen bedeutete nicht immer, sichtbar zu sein.

Oft genügte es, zu beobachten.

So hatte er es im Gardekorps gelernt.

Als sich die Tür der Taverne öffnete und die Taldo-Priesterin eintrat, hob Gunnar den Blick.

Nur einen Augenblick.

Dann senkte er ihn wieder.

Er wartete.

Nicht aus Unsicherheit.

Aus Respekt.

Sie wurde von mehreren Inselbewohnern begrüßt, wechselte einige Worte, lächelte hier, legte dort eine Hand auf eine Schulter. Gunnar ließ ihr Zeit. Wer Verantwortung trug, sollte nicht unterbrochen werden.

Erst als sich ihre Wege von selbst kreuzten und ihr Blick den hintersten Winkel der Schankstube streifte, erhob er sich langsam.

Gerade so weit, wie es die Höflichkeit verlangte.

Er neigte leicht den Kopf.

„Hohepriesterin.“

Seine Stimme war ruhig und kaum lauter als das Flackern der Kerze.

„Möge Taldo Euch Weisheit schenken und Morr Euch stets einen langen Weg bis zur letzten Pforte gewähren.“

Er wartete, bis sie nähertrat.

„Verzeiht, dass ich Euch in einer Stunde der Ruhe anspreche.“

Sein Blick blieb offen und ohne jede Forderung.

„Vor einigen Monden habe ich dem Rat der Stämme einen Vorschlag unterbreitet. Die erneute Aufstellung des Fahnwerder Gardekorps zum Schutz Dochas Nuas. Seit jener Ratssitzung habe ich keinerlei Nachricht erhalten.“

Für einen kurzen Moment schweifte sein Blick zur Kerzenflamme.

„Nicht einmal die Mitteilung, ob mein Schreiben noch beraten wird oder bereits entschieden ist.“

Er hob den Blick wieder.

„Ich frage nicht aus Ungeduld.“

Ein kaum wahrnehmbares Lächeln huschte über sein Gesicht.

„Wer täglich am Seelenbaum wacht, lernt Geduld besser als jeder andere.“

Die Ruhe wich jedoch für einen Herzschlag einer ehrlichen Sorge.

„Aber die Insel verändert sich. Mit jedem Mond ein wenig mehr. Ich sehe es an den Menschen, an den Geistern, an den Blicken derer, die nachts nicht mehr schlafen.“

Er legte eine Hand auf das silberne Rabensiegel.

„Sollte der Rat meinen Vorschlag ablehnen, werde ich diese Entscheidung ohne Groll annehmen. Sollte er zustimmen, werde ich dienen. Doch das Schweigen...“

Er ließ den Satz einen Moment zwischen ihnen stehen.

„...ist schwer zu deuten.“

Die Kerze flackerte kurz, als die Tür der Taverne erneut geöffnet wurde. Ihr schwarzer Docht fing sich jedoch sofort wieder.

„Habt Ihr zufällig etwas vernommen? Irgendein Wort des Rates? Ich suche keine Bevorzugung. Nur Gewissheit, damit ich weiß, welche Pflicht Morr mir als Nächstes zugedacht hat.“

Dann schwieg Gunnar wieder.

Er setzte sich nicht.

Er wartete ruhig im Schatten, die Hände vor sich gefaltet, als gehöre auch das Warten selbst zu den Pflichten eines Gardisten.

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#50

RE: eine Woche nach dem RnA 2 - Taverne

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 20.07.2026 12:30
von Danjano5 • 56 Beiträge

Während Esme sprach konnte man sehen das einige Mitglieder neugierig als sie ihn korrigiert andere nicken wiederum andere mustern sie nur schweigend, mechanische Dinge? Sie sah nicht aus wie die nachfahren der Zwerge die den Stamm in den Bergen ausmachten und sie wirkte nicht wie eine Waldläuferin.


Balians worte bringen mehr Misstrauen, bei einigen furcht bei anderen ein Schlief legen der Köpfe hervor, viele seiner Worte klingen für sie eigen, Konzepte die nicht bekannt waren aber er war etwas das sie kannten er war ein Krieger ein Mensch?


Als Candrisha spricht weichen die Jüngeren zurück was bei dem Mann spührbar war, umfloss sie das war kein Wesen das in ein Dorf gehörte nicht auf dauer, und doch merkt sie wie einige wenige anders reagieren nicht herausfordernd wissend, fast verstehend als wäre es für sie nichts fremdes das jemand mehr als eines war.


Als wieland spricht huschen die Blicke zu Torkgar, es war keiner vom Sumpfvolk aber seine Sprache und sein Umgang mit Kräutern erinnerte daran, das er ihr volk nicht kannte und es zugab schien keinen míssmut zu finden und auch wenn der Stamm eher abgeneigt wirkte Fremde näher zu lassen als nötig sahen ein paar der Shuru so aus als würden sie für das Wissen das jemand der nicht von der Insel war bereit sein zu erdulden.


Dudis Beschreibung und ihre worte bringen viele schiefgelegte köpfe,ihr sprech und ihre gebaren sind den Bewohnern eigen aber sie wirkte nicht gefährlich, und auch das was sie umgab wirkte nicht als wollte es schaden.



Flüstern war zwischen den Totenjägern zu hören, Blicke wurden ausgetauscht doch unterbrach niemand die Fremden.
Erst als der letzte endete kam wieder Bewegung in die alte Shuru die vortrat

"Ihr Ehrt uns mit eurer Ehrlichkeit die nichts ist was die Welt außerhalb der Inseln immer kennt" dabei sieht sie Esme direkt an als wäre der "Fehler" Absicht gewesen ob sie Bescheidenheit zeigte.

"Wir werden euch zu den Gruppen bringen die eure Hilfe annehmen werden" es war kein Befehl und keine Bitte aber es war ein klares Zeichen für beide Seiten das sie gesprochen hatte und nun erwartete das sie nicht dagegen handelten.
"Was die Fremden die Stahl als Haut tragen angeht, haben die Wälder und unsere Jäger sie zurückgeschlagen. Das was sie zurückgelassen haben soll mit euch zur Versammlungsstätte reisen"


Damit löst sie die Versammlung auf und geht langsamen Schrittes auf einer der Hütten zu die Dörfler zögern doch zerstreuen sie sich aber auch jene die Aufgaben oder Fragen haben sammeln sich um die Fremden. Doch wird schnell klar das auch wenn sie die Hilfe annehmen werden sie die Fremden nicht in ihren Wäldern oder ihrem Dorf übernachten lassen.

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#51

RE: eine Woche nach dem RnA 2 - Taverne

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 03.08.2026 11:25
von dudi
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Die Schelmin neigt auf die letzten Worte zum Dank das Haupt und betrachtet aufmerksam die um sie verbleibenden. Hält Ausschau nach Anzeichen, die Heiler erkennen lassen. Oder auch, daß Gespräch erwünscht. Blickt dann kurz zu ihren Begleitern, ob von denen wer Kontakt aufnimmt.

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#52

RE: eine Woche nach dem RnA 2 - Taverne

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 03.08.2026 11:26
von dudi
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Die Schelmin neigt auf die letzten Worte zum Dank das Haupt und betrachtet aufmerksam die um sie verbleibenden. Hält Ausschau nach Anzeichen, die Heiler erkennen lassen. Oder auch, daß Gespräch erwünscht. Blickt dann kurz zu ihren Begleitern, ob von denen wer Kontakt aufnimmt.

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#53

RE: eine Woche nach dem RnA 2 - Taverne

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 09.08.2026 09:21
von Gunnar_van_Wenz • 15 Beiträge

Die Taverne war nicht leer. Gunnar saß dennoch allein.

Am hintersten Tisch, dort, wo das Licht der Feuerstelle kaum noch hinreichte, stand eine kleine schwarze Kerze vor ihm. Daneben ein Becher Kaffee. Unberührt.

Er beobachtete.

Wer sprach. Wer schwieg. Wer sich zu wem setzte. Welche Stimmen lauter wurden, welche verstummten, sobald jemand den Raum betrat. Gewohnheiten. Beziehungen. Spannungen. Nichts davon war für sich genommen wichtig. Zusammengenommen vielleicht schon.

Und hinter all diesen Stimmen war noch etwas anderes.

Leise. Fern. Wie durch einen Schleier aus Stille drangen Worte zu ihm.

Gebete.

Nicht an ihn. Nicht für ihn.

Gebete der Inselbewohner für ihre Toten.

Namen, die geflüstert wurden. Bitten um Ruhe. Um Vergebung. Um einen sicheren Weg. Worte von Menschen, die einen Bruder verloren hatten. Eine Gefährtin. Ein Kind. Manche Gebete waren klar. Andere kaum mehr als Schmerz, dem jemand Worte gegeben hatte.

Gunnar hörte sie.

Er reagierte nicht.

Doch jeden Namen, den er verstand, nahm er schweigend entgegen.

Morr, höre sie.

Seine Gedanken kehrten zum Schrein zurück.

Gib dem Rat Weisheit. Und gib ihm Eile.

Er hatte um ein Zeichen gebeten.

Bisher hatte Morr keines gegeben.

Gunnar nahm den Becher und trank. Kalt...war ja klar. Leise fluchte er in die Dunkelheit und ärgerte sich über sich selbst. Immer wurde ihm der Kaffee kalt...seine persönliche Bürde...

Das Schweigen seines Gottes war keine Erlaubnis, selbst eine Antwort zu erfinden. Ebenso wenig war das Schweigen des Rates eine Entscheidung.

Also wartete er.

Das gefiel ihm nicht.

Das zerbrochene Schwert und der Seelenschädel blieben verborgen. Möglichkeiten, deren tatsächlichen Preis er nicht kannte. Vielleicht konnten sie Dochas Nua schützen. Vielleicht würde ihr Gebrauch ihn töten. Vielleicht wäre das sogar der geringste Preis.

Irrelevant.

Wenn Morr seinen Tod verlangte, würde Gunnar sterben. Wenn die Götter dieser Insel entschieden, dass sein Leben der angemessene Preis für ihren Schutz war, würde er nicht handeln, um diesen Preis zu vermeiden.

Aber Opfer ohne Notwendigkeit war kein Dienst.

Wieder erreichte ihn eines der Gebete. Nur wenige Worte diesmal.

Gunnar senkte für einen Augenblick den Blick.

Morr, nimm ihn an.

Dann stellte er den Becher ab und betrachtete weiter die Menschen im Raum.

Noch gab es einen Rat.

Noch hatte er einen Auftrag.

Noch konnte er warten.

Also wartete er.

Beobachtete.

Und hörte den Lebenden zu, die für ihre Toten beteten.

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#54

RE: eine Woche nach dem RnA 2 - Taverne

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 10.08.2026 11:07
von Danjano5 • 56 Beiträge

So wie die anderen Shuru sich zerstreuen wandert die alte Shuru nochmal zu den Fremden

Esme

Die alte Shuru bleibt noch einen Augenblick vor Esme stehen. Ihr Blick wandert über sie, bleibt kurz an ihrer Kleidung und schließlich an den Zeichen hängen, die sie mit sich trägt.

„Novizin also.“

Es liegt weder Spott noch Anerkennung in den Worten. Eher eine nüchterne Feststellung.

„Dann habt ihr noch Zeit zu lernen. Vielleicht ist das gut.“

Sie deutet mit einer knappen Bewegung in Richtung eines der Wege zwischen den Baumhäusern.

„Einige unserer Verletzten brauchen noch Hilfe. Nicht viele. Die Schlimmsten haben wir selbst versorgt. Ihr könnt zeigen, was ihr könnt, und wir werden sehen, ob euer Wissen hier etwas taugt.“

Für einen Moment schweigt sie.

„Die Krallenschrift wird nicht von Fremden gelernt, nur weil sie darum bitten. Aber wenn ihr uns helft, werden wir euch vielleicht erklären, was ihr sehen dürft.“

Ihr Blick wird etwas weicher, als Esme von Dochas Nua und Taldos Gleichgewicht spricht.

„Ihr habt verstanden, dass eine Heimat mehr ist als Boden unter den Füßen. Das ist mehr, als viele Fremde verstehen.“

Dann wendet sie sich bereits halb ab.

„Wenn eure Hilfe nicht mehr gebraucht wird, werdet ihr weiterziehen. Das gilt für euch ebenso wie für die anderen.“

Es klingt nicht wie eine Drohung. Es klingt wie eine Regel, die für sie keiner Erklärung bedarf.

Und dann schreitet sie weiter
---


Balian

Die alte Shuru mustert Balian lange, nachdem er geendet hat.

„Wolfsträger.“

Sie spricht das Wort langsam aus, als würde sie prüfen, wie es in ihrem Mund klingt.

„Ihr redet viel von dem, was ihr getan habt. Von Schlachten und Kindern und Orten weit jenseits dieser Insel.“

Ein kurzer Blick wandert zu den anderen Shuru.

„Wir brauchen keine Geschichten über eure Schlachten.“

Dann sieht sie wieder Balian an.

„Aber wir brauchen Männer und Frauen, die wissen, wie man eine Wunde versorgt, ohne den Verwundeten dabei umzubringen. Und wir brauchen Augen, die sehen können, wenn jemand durch unseren Wald kommt.“

Sie deutet in Richtung eines der Baumhäuser.

„Ihr werdet mit unseren Jägern sprechen. Sie werden euch zeigen, was wir wissen. Was ihr daraus macht, liegt bei euch.“

Für einen Moment schweigt sie.

„Die Söldner kamen aus dem Süden und zogen sich nach Norden zurück. Einige ihrer Spuren haben wir noch. Unsere Jäger verfolgen sie nicht mehr. Nicht, solange sie nicht zurückkommen.“

Ihr Blick wird härter.

„Wenn ihr sie sucht, sucht sie dort. Aber führt sie nicht hierher zurück.“

Damit ist für sie offenbar alles gesagt.

„Und wenn ihr eure Aufgabe erfüllt habt, geht ihr wieder.“

Und dann schreitet sie weiter
---

Candrisha

Bei Candrisha verweilt der Blick der alten Shuru länger.

Sie mustert sie von oben bis unten, ohne dabei ihre Abneigung zu verbergen. Doch anders als einige der Jüngeren weicht sie nicht zurück.

„Du sagst, du jagst.“

Es ist keine Frage.

„Das tun wir auch.“

Einige der jüngeren Totenjäger sehen bei diesen Worten zu ihr. Die alte Shuru hebt jedoch nur leicht eine Hand, und sie schweigen.

„Du wirst unsere Wälder nicht kennenlernen, weil wir dir erlauben, darin herumzustreifen. Du wirst sie kennenlernen, wenn einer von uns dich führt.“

Ihr Blick wandert kurz zu Candrishas Gefährten.

„Ihr habt gesagt, ihr stellt euch dem, was euch bedroht. Das können wir verstehen.“

Dann wird ihre Stimme kälter.

„Aber verwechselt das nicht mit einer Einladung, unsere Beute zu jagen.“

Ein kurzer Moment vergeht.

„Die Söldner sind unsere Angelegenheit, solange sie in unseren Wäldern sind. Jene die sie verlassen haben gehören dennoch nicht auf diese Insel“

Sie deutet auf einen der Jäger.

„Federschritt wird dir zeigen, wo die Letzten Sichtungen waren. Wenn du helfen kannst, hilf. “

Dann wendet sie sich bereits ab.

„Und wenn du gefunden hast was du suchst Jägerin, gehst du.“

Es ist ein Satz, der bei ihr deutlich weniger freundlich klingt als bei Esme.
Sie hört den Respekt aber auch die Klare Linie in der Stimme der alten.

Dann schreitet sie weiter
---

Wieland

„Du kennst Kräuter.“

Wieland erhält einen prüfenden Blick.

„Und du weißt, dass du unser Volk nicht kennst.“

Zum ersten Mal liegt etwas wie Anerkennung in ihrer Stimme.

„Das ist gut. Ein Fremder, der sagt, er kenne alles, ist gefährlicher als einer, der zugibt, nichts zu wissen.“

Sie winkt einen älteren Shuru heran, der sich bislang im Hintergrund gehalten hat. Seine Federn und Schmuck haben einen grünlichen Schimmer an sich als wäre er Teil der Pflanzen der Umgebung.

„Himmelsgrün wird dir zeigen, was wir sammeln. Du wirst nichts nehmen, ohne zu fragen.“

Dann folgt eine weitere, beinahe beiläufige Warnung:

„Und du wirst nichts von dem probieren, was du hier findest, nur weil du glaubst, es zu kennen.“

Ein leises Knurren geht durch die Reihen. Offenbar ist dieser Hinweis nicht völlig unbegründet.

„Wenn deine Mittel unseren Verwundeten helfen, werden wir das nicht vergessen.“

Sie sieht Wieland noch einmal direkt an.

„Aber wir brauchen keinen neuen Alchemisten in unserem Dorf. Wir brauchen einen Fremden, der uns hilft, bis wir wieder selbst zurechtkommen.“

Damit ist die Grenze deutlich gezogen. und sie geht weiter zur nächsten in der Reihe

(Ich schicke dir die Infos zu den Kräutern zu)

---

Bei Dudi ist die Reaktion der Shuru erneut schwerer einzuschätzen.

Einige der Jüngeren beobachten sie noch immer mit schief gelegten Köpfen. Besonders ihre bunten Haare und ihre ungewöhnliche Art scheinen ihnen Rätsel aufzugeben.

Die alte Shuru betrachtet sie ebenfalls einen Moment.

„Wanderin.“

Sie spricht das Wort aus, als würde sie darin etwas Vertrautes erkennen.

„Das verstehen wir.“

Einige der Shuru nicken daraufhin tatsächlich.

„Wer lange genug wandert, lernt, dass nicht jeder Ort einem gehört, nur weil man ihn betreten kann.“

Ein kurzer Blick in Richtung des Waldes.

„Das solltest du dir merken.“

Dann deutet sie auf eine Gruppe jüngerer Totenjäger.

„Einige von ihnen wollen wissen, was du kannst. Wenn du ihnen etwas zeigen kannst, zeig es. Wenn du etwas von uns lernen willst, frag.“

Ein kleines, kaum sichtbares Lächeln huscht über ihr Gesicht.

„Aber lerne zuerst, wann man besser nicht fragt.“

Sie wendet sich ab und fügt noch hinzu:

„Wenn eure Reise euch weiterführt, werden wir euch den Weg zeigen. Wenn ihr wiederkommt, werden wir sehen, ob wir euch erneut brauchen.“

Damit ist auch für Dudi klar, was für alle anderen gilt: Hilfe ist willkommen, Nähe nicht.

Dann dreht sie sich zu dem einzigen Bewohner der Insel herum der ebenfalls mit den Fremden herkommen war

"Kleiner Torukgar, du folgst mir es gibt dinge zu besprechen"


Damit wendet sich sich entgültig ab und lässt die Fremden bei den ihnen zugewiesenen Shuru.


zuletzt bearbeitet 10.08.2026 11:11 | nach oben springen

#55

RE: eine Woche nach dem RnA 2 - Taverne

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 10.08.2026 11:12
von Danjano5 • 56 Beiträge

(Ich schreibe euch noch individuell was an wichtigen Infos bei den Aktivitäten herausgekommen ist)

Drei Tage vergehen, in denen sich die Wege der Fremden und der Totenjäger immer wieder kreuzen. Die Verletzten werden versorgt, einige der Schäden an den Bauten behoben und Wissen ausgetauscht. Vieles bleibt dabei unausgesprochen. Die Shuru erzählen nicht mehr als nötig, doch was sie preisgeben, reicht aus, um ein besseres Bild von den Angriffen und dem Rückzug der Söldner zu bekommen.

Am dritten Tag finden sich die Reisenden erneut auf der Lichtung ein. Einige der Totenjäger stehen zwischen den Baumhäusern, andere beobachten die Versammlung aus den Ästen heraus. Die anfängliche Anspannung ist noch immer vorhanden, doch sie hat sich verändert. Aus offenem Misstrauen ist vorsichtige Duldung geworden.

Die alte Shuru tritt schließlich wieder vor.

„Ihr habt getan, was ihr gesagt habt.“

Ihr Blick wandert über die Gruppe.

„Ihr habt geholfen, ohne zu nehmen. Das ist mehr, als manche Fremde von sich behaupten können.“

Sie neigt leicht den Kopf.

„Dafür danken wir euch.“

Es ist kein großes Zeremoniell. Keine langen Worte, keine Geschenke. Bei den Totenjägern scheint Dankbarkeit etwas zu sein, das man ausspricht, wenn sie verdient wurde, und danach nicht weiter darüber redet.

„Unsere Verwundeten kommen zurecht. Die Dinge, bei denen wir eure Hilfe brauchten, sind getan. Daher solltet ihr nun weiterziehen.“

Der Satz klingt nicht unfreundlich. Er ist schlicht eine Feststellung.

Noch einige Worte werden gewechselt. Die letzten Fragen zu den Söldnern werden beantwortet, soweit die Totenjäger davon wissen. Ihre Spuren führen weiter nach Norden, doch ob sie dort noch verweilen oder bereits weitergezogen sind, können auch die Jäger nicht mit Sicherheit sagen.

Torukgar hört sich die letzten Informationen schweigend an und nickt schließlich.

„Dann haben wir getan, weshalb wir gekommen sind.“

Er sieht zu den anderen.

„Wir gehen zurück zur Versammlungsstätte.“

Sein Blick wandert noch einmal über die dunklen Baumhäuser und die Shuru, die sich inzwischen wieder ihren eigenen Aufgaben zuwenden.

„Wenn keiner von euch noch einen Grund sieht, warum wir weiter in diese Richtung reisen sollten, brechen wir morgen auf.“

Er lässt den Satz bewusst offen.

Niemand drängt ihn zur Eile. Doch ebenso wenig scheint einer der Totenjäger daran interessiert, die Fremden länger als notwendig bei sich zu behalten.

Damit beginnt die Reisegruppe, ihre wenigen Habseligkeiten wieder zusammenzutragen. Die Rückkehr zur Versammlungshalle steht fest – es sei denn, einer der Reisenden hat noch einen Grund, den Weg nicht anzutreten.


zuletzt bearbeitet 10.08.2026 11:14 | nach oben springen

#56

RE: eine Woche nach dem RnA 2 - Taverne

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 15.08.2026 19:53
von Esmeralda • 1.286 Beiträge

Esme verneigt sich nach der Ansprache, musste aber schmunzeln als die alte Shuru sagte sie habe noch Zeit zum lernen. Doch sie kommentiert es nicht. Als es um die Krallenschrift geht, zeigt sich Überraschung auf ihrem Gesicht. War das Wissen um die Krallenschrift doch nicht so verloren wie sie angenomment hat? Das will sie in den kommenden Tagen ansprechen. Wenn nicht ihr so braucht die junge Shuru in der Stätte das Wissen darum.

In den darauf folgenden Tagen macht sie sich nützlich. Hilft Wunden zu behandeln, Dinge zu reparieren und zu lernen was die Shuru und den Totenjäger Stamm ausmacht. Zumindest soweit diese bereit sind darüber zu erzählen.

Als es Zeit ist aufzubrechen hat sie keine Einwände. Sie haben getan wofür sie hergekommen sind.

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#57

RE: eine Woche nach dem RnA 2 - Taverne

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 15.08.2026 23:41
von Wieland • 1.220 Beiträge

Nach der Ansprache nickt Wieland zustimmend, und antwortet, "Und genau als das bin ich gekommen, als Fremder der in der Not hilft, um dann weiter zu ziehen. Ich bin nicht hier um euren Wald zu plündern, und erst recht nicht um hier heimisch zu werden. Ich bedanke mich für das Vertrauen, dass ihr mit mir einen Teil eures alchemistischen Wissens teilt. Und ich werde versuchen mich mit Tat und Wissen zu revanchieren."

Während der folgenden Tage unterstützt Wieland Himmelsgrün, und beantwortet freizügig alle Fragen die dieser zu Wielands Alchemie hat.

Und als alles getan ist, bedankt Wieland sich für das erhaltene Wissen. Darüber hinaus bietet er Himmelsgrün an, auch in Zukunft für weitere Fragen offen zu sein, gerne auch per Brief, auch besondere Kräuter von anderen Inseln würde er besorgen falls nötig.

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#58

RE: eine Woche nach dem RnA 2 - Taverne

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 23.08.2026 16:14
von dudi
avatar

Ungewöhnlich still ist die Schelmin bei den Worten der Schuru. Alle Sinne nehmen wahr. Nur ein Nicken mit Dank ihre Antwort.
Ein kurzer Abschied von den Reisegefährten und sie geht zu den gezeigten Jüngeren. Sie wird beobachten, um zu verstehen. Wenn gewünscht, wird sie wie bei der Reise zuvor ihre Heiler Rolle ausbreiten und den kleinen Satz an kräutrigen Hilfen dazu vorzeitgen. Erklären wie sie es anwendet und das Wissen praktisch zeigen, wenn angebracht.
Genauso wird aus den Gürteltaschen nützliches vorgezeigt und genutzt. Und nach anfänglicher Zurückhaltung wird bei Anzeichen von Bereitschaft mit fragenden Blick oder kurzem Bekunden von Interesse versucht mehr zu lernen.
Viel zu kurz die nun gewährte Zeit. Doch vielleicht reicht es, um später eine weitere Möglichkeit geschenkt zu bekommen.

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#59

RE: eine Woche nach dem RnA 2 - Taverne

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 10.09.2026 15:40
von Saika • 175 Beiträge

Candrisha gibt ein leisen Schnauben von sich und nickt. Keines, dass Geringschätzung oder Abwertung mit sich trägt. Nur eine einfache Reaktion. Sie hatte nie vorgehabt, länger als nötig zu bleiben. Weder beim Stamm noch auf der Insel. Wie Balian erzählt hatten, hatten sie eine eigene Insel und eigene Verantwortungen, um die sie sich kümmern müssen.

Die Wölfe begleiten Federschritt. Die kurze Reise ist nicht sonderlich gesprächig, doch ist mehr Neugier als Feindseligkeit von beiden zu spüren. Und Candrisha ist deutlich entspannter als zuvor im Dorf.

Nachdem die Reisenden so deutlich aus ihren Aufgaben entlassen wurden, stehen Balian und Candrisha bald wieder am Eingang des Dorfes. Viel hatten sie nicht zu packen gehabt und das wenige war inzwischen zur Routine geworden.


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