#16

RE: eine Woche nach dem RnA 2 - Taverne

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 03.03.2026 20:54
von Wieland • 1.219 Beiträge

"Viele von den Alchemika sind tatsächlich bei mir gelandet. Und wurden zum gelingen der letzten Tage eingesetzt. Aus dem was noch übrig war, habe ich für die Reise einige Heiltränke und Rüsttränke gebraut."
Wieland gibt jedem der mitwill einen Heiltrank, "Ich hoffe keiner wird ihn brauchen, aber einen haben ist immer besser. Wer einen Rüsttrank möchte, bitte Bescheid sagen."

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#17

RE: eine Woche nach dem RnA 2 - Taverne

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 04.03.2026 09:26
von Danjano5 • 49 Beiträge

Nachdem die Tafel verteilt und die Gebete gesprochen worden waren, nickte er der Taldo-Priesterin ein letztes Mal zu.

Dann wandte er sich ab.

„Auf.“

Mehr brauchte es nicht. Die Gruppe setzte sich in Bewegung.

Sie ließen das Portal hinter sich – das Tor zwischen den Welten – ebenso wie den Versammlungsplatz. Es war Jahre her, dass er sich so weit vom Gebiet seines Stammes entfernt hatte. Der stetige Wind der Küste, der salzige Hauch in der Luft, das ferne Rufen der Möwen – all das fehlte hier.

Stattdessen traten sie in das ruhigere Herz der Insel.

Der Boden wurde fester unter ihren Schritten. Büsche und niedriges Gehölz wichen offeneren Flächen, bis sich schließlich der große Binnensee vor ihnen ausbreitete – still und weit, wie ein zweiter Himmel aus Wasser.

Dort lebten jene, die sich selbst die Träger des Erbes nannten.
Die Hiesigen.

Schon aus der Ferne waren ihre Bauten zu erkennen: dunkle Blockhäuser, sorgfältig gefügt, und Pfahlbauten, die wie geduldige Wächter ins Wasser ragten. Schlanke Boote lagen vertäut, zweckmäßig und ohne unnötige Zier.

Für jene aus den alten Gebieten Eridmeas war es ein seltsames Bild. Der Baustil war unverkennbar der ihre – und doch nicht ganz. Es wirkte, als habe jemand lange die Werke der Heimat betrachtet und sie hier neu errichtet, angepasst an Wind, Wasser und Boden dieser Insel.

Kein Bruch – aber eine Verschiebung.

Deutlicher, als die Erzählungen über den Seestamm vermuten ließen.

Torukgar blieb einen Moment stehen und musterte die Szenerie.

Kein Rauch, der nicht ruhig aufstieg.
Kein hastiges Laufen.
Keine beschädigten Stege. Keine eingerissenen Dächer.

„Keine Spuren von Kampf“, brummte er leise.

Und doch lag Spannung in der Luft. Keine offene Furcht – eher Erwartung. Die Hiesigen beobachteten die Gruppe. Ihre Blicke waren nicht feindselig, aber prüfend. Sie waren jene, die geblieben waren, als andere zogen oder untergingen. Und sie trugen diesen Umstand wie einen Mantel.

Höflich.
Zurückhaltend.
Fest in dem, was sie waren.

Die Gruppe rastete eine Nacht am Rand des Siedlungsgebiets, ohne sich tiefer hineinziehen zu lassen. Die Gespräche blieben knapp und sachlich. Keine Berichte über durchziehende Söldner. Keine Sichtungen bewaffneter Trupps. Der Metallsee lag still – zumindest an diesem Tag.

Das genügte ihm.

„Dann weiter.“

Sie ließen das Ufer hinter sich und wandten sich dem Gebiet zu, das allmählich in den Rand des Zentralwaldes überging. Die Landschaft veränderte sich erneut. Mehr Bäume. Dichteres Unterholz. Der Wind trug Harzgeruch, und in den hohen Kronen rauschte es anders als am Wasser.

Die Grenze zum Gebiet der Geistersprecher war deutlich zu erkennen. Totems standen zwischen den Bäumen, Windspiele aus Knochen und Holz klangen leise im Luftzug. Ein klares Zeichen: Ab hier begann ihr Land.

Torukgar entschied, an dieser Grenze entlangzureisen. Nur ein kurzes Stück – bis zu einem bekannten Lagerplatz.

Hier war die Insel wilder.
Die Wege mehr Andeutung als wirklicher Pfad.

Die Gruppe sprach wenig. Jeder wusste, dass sie sich zwischen Möglichkeiten bewegten. Nordöstlich läge der Weg zu den Totenjägern – näher an Vulkan und Asche. Westlicher, entlang der Straßen und vorbei am Gebiet des Schildstammes, konnten sie Richtung Meermuschel-Stamm ziehen.

Beides barg Ungewissheit.

Als die Sonne sich senkte, hob Torukgar die Hand.

„Hier.“

Eine kleine Anhöhe, nahe genug an einer klaren Wasserquelle, fern genug von offenem Gelände. Von dort aus ließ sich sowohl tiefer in den Wald als auch zurück ins offenere Land ausweichen.

Strategisch brauchbar.

Das Lager entstand ruhig. Keine großen Feuer – nur genug Glut für Wärme. Waffen blieben griffbereit.

Torukgar trat an den Rand des provisorischen Lagers und blickte in die dunkler werdenden Baumreihen des Zentralwaldes.

„Morgen entscheiden wir“, sagte er schließlich.
„Totenjäger – oder Meermuschel.“

Seine Stimme war ruhig.
Keine Eile. Keine Unruhe.

Er setzte sich ans Feuer und ließ den Blick in der Glut ruhen.

Nach einer Weile sprach er weiter:

„Wenn wir Richtung der Wälder der Totenjäger gehen, führt unser Weg direkt durch das Gebiet des Geistersprecher-Stammes.“

Sein Blick ging durch die Runde.

„Sie berichten, dass die Söldner sich zurückziehen. Warum, ist unbekannt.“

Ein Moment Stille.

„Auf der anderen Seite können wir direkt zu den Seefriedern aufbrechen. Der Schildstamm liegt auf dem Weg – und er kennt euch als Besucher und Freunde.“

Der Wind strich durch die Bäume.

Morgen würde sich zeigen, welchen Weg sie nahmen.

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#18

RE: eine Woche nach dem RnA 2 - Taverne

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 07.03.2026 18:26
von Wieland • 1.219 Beiträge

Bis hier war die Reise erfreulich ereignislos.
"Wenn sich die Söldner zurückziehen, fallen mir dafür zwei Gründe ein. Entweder hat diese Gruppe ihr Ziel erreicht, und kehrt damit quasi planmässig zurück. Oder sie haben Nachrichten erhalten, dass andere Söldnergruppen beinahe vernichtet wurden, und sie ziehen sich zurück, bevor es ihnen ähnlich ergeht.
Da wäre es interessant zu wissen, ob ein sie ein Artefakt erobern konnten, oder nicht. Aber wenn sie eins erobert haben, werden wir es höchsten durch List zurückerlangen können, nicht über eine offene Konfrontation." Wieland schaute zu Esme.

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#19

RE: eine Woche nach dem RnA 2 - Taverne

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 07.03.2026 20:43
von Saika • 174 Beiträge

Vor der Tür an der Mauer gelehnt warten Balian und Candrisha auf die Reisegruppe. Die Jägerin hatte wohl im Vorbeigehen mitbekommen, dass sie aufbrechen wollen und so hatten beide beschlossen draußen zu warten. Leichtes Gepäck stand bereit, um sie nicht unnötig zu belasten. In den Dörfern sollten sie zumindest Proviant aufstocken können. Wenn sie nicht von den Söldner zu sehr gebeutelt wären.

Nachdem sie sich den genauen Grund und den Plan für die Reise erklären ließen fallen die beide in einen wohl gewohnten Rhythmus. Einer blieb in der Nähe der Gruppe, der andere spähte voraus oder ein wenig in den Wald um sie herum. Als die Bäume der offenen Ebene wichen, nahm die Anspannung ebenso ab wie zu. Einerseits konnte man hier weiter sehen, es war übersichtlicher. Andererseits waren auch sie offen und sichtbar.

Fasziniert und mit etwas Wehmut betrachtet Candrisha die Gebäude, einer Heimat so ähnlich wie anders. So wie sie auch immer ihre alte Heimat im Herzen tragen würde, in dem die neue jedoch auch einen Platz gefunden hatte.
Die erste Nacht wieder abseits der Versammlungsstätte verlief ruhig, jedoch nicht ohne die Angewohnheit, leicht und mit einer Waffe in der Hand zu schlafen.

Sobald der Wald dichter wurde, liefen die Wölfe wieder leichter, atmeten auf. Immer wieder lief einer von ihnen auch tiefer zwischen die Bäume. Harz, das normale gelbliche, und auch der ein oder andere Zunderpilz wurden gesammelt. Auch flogen einmal Tannenzapfen, aus Übermut und Freude an Gesellschaft und Umgebung. Die Grenze der Geistersprecher wurde genau respektiert, auch wenn die Neugier vorhanden war.

Abends war schnell ein kleines Feuer gemacht, Wasser geholt und eine Kanne Tee in die Glut gestellt.
"Würden wir mit dem Geistsprecher-Stamm Ärger bekommen, wenn wir durch ihr Gebiet reisen? Zu wissen, ob die Söldner sich nur zurück ziehen oder ein Artefakt haben wäre zwar gut und wichtig. Doch wenn wir aufgehalten werden, durch das Gebiet zu ziehen, würde das niemanden etwas bringen und nur unnötig Zeit kosten. Aber auch so ist die Frage, ob wir sie wirklich einholen und etwas ausrichten könnten." Sie zuckt mit den Schultern. In der aktuellen Reisegruppe würden sie kaum schnell genug voran kommen, um die Söldner einzuholen. Zumindest nicht auf normalen Wegen. Außerdem würde nicht nicht ungern beim Schildstamm vorbei schauen.


Tul Gôrefest, tul Moskutar, gujan asga nadûr, ongrig graug!
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#20

RE: eine Woche nach dem RnA 2 - Taverne

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 08.03.2026 21:09
von Esmeralda • 1.285 Beiträge

Endlich wieder wandern, unterwegs und nicht über irgendwelche Papiere oder andere Arbeiten gebeugt. Das tut gut und Esme ist dankbar, dass Balian und Candrisha dabei sind und spähen. Mit einer größeren Gruppe ist man immer auffälliger unterwegs und im Fall der Söldner sind sie die schlechter bewaffneten.

Sie lässt ihren Blick über die Umgebung schweifen und betrachtet mit großem Interesse die Bauten und inwiefern sie von Eridion abweichen. Wie sie gesichert sind und strukturell andere Stärken und Schwächen aufweisen, wo es gute Verstecke geben könnte. Es ist faszinierend.

"Ich wüsste auch sehr gerne warum die Söldner sich zurück ziehen. Und es juckt mir schon seit sie den Stab mitgenommen haben in den Fingern ihn diesen unter der Nase weg zu stiebitzen," sie schaut dabei zu Wieland "aber wenn wir den Geistersprecher Stamm nur aufbringen und dadurch wertvolle Zeit verlieren ist das wohl keine kluge Wahl." sie betrachtet die Karte der Insel. Was ist dringender? Wenn sie Söldner weg sind, können sie sie so schnell nicht mehr in die Finger bekommen, wenn der Meermuschel Stamm dringend Unterstützung braucht, sollten sie auch nicht zu viel Zeit verlieren.
Sie hofft, dass ihr Weg der richtige sein wird.

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#21

RE: eine Woche nach dem RnA 2 - Taverne

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 10.03.2026 09:42
von Danjano5 • 49 Beiträge

Er ließ den Blick über die Gruppe wandern, bevor er sprach.

„Keiner dieser beiden Stämme wird uns aufhalten oder uns am Weiterkommen hindern.“

Seine Stimme blieb ruhig, fast sachlich.

„Auch wenn sie auf manche etwas makaber wirken mögen – die Geistersprecher sind freundliche Leute. Sie heißen nicht umsonst die Freundlichen Geistersprecher. In ihren Reihen sind viele Shuru, das stimmt. Aber ebenso viele Tehiwei stehen dort für Verständnis und Ausgleich.“

Er nickte leicht, als würde er einen alten Gedanken bestätigen.

„Es wird ihnen eher helfen zu sehen, dass Schmiede und Priester aus Eridmea hier sind, um zu helfen – ohne etwas zu verlangen. Sie waren immer jene, die sich am meisten mit unserem Glauben befasst haben. Viele der Gedanken, die ihr heute kennt, wurden von ihnen geformt.“

Eine kurze Pause folgte.

„Ihr Verständnis ist einfach: In allem sollte Ausgleich gefunden werden.“

Sein Blick kehrte zur Umgebung zurück, als würde er die Wege bereits vor sich sehen.

„Was die Routen angeht – beide sind in etwa gleich lang. Und jede auf ihre eigene Art beschwerlich.“

Er dachte einen Moment nach, bevor er weiter sprach.

„In den Wäldern hier lassen sich einige alchimistische Zutaten finden. Schlummerlinge … oder Blauechseeier, wenn meine Erinnerungen stimmen. Erst wenn wir das Gebiet der Geistersprecher verlassen und uns dem Wald der Totenjäger nähern, werden wir wieder aus dem dichten Wald herauskommen.“

Dann wandte er den Kopf leicht zur anderen Seite.

„Der andere Weg führt durch das Gebiet des Schildstammes. Hügeliger. Und kaum weniger dicht bewachsen als hier.“

Sein Ton blieb respektvoll.

„Sie sind kampfstark. Viele werden beim Meermuschelstamm helfen und tun was sie können.“

Dann sah er zu Wieland.

„Auf dieser Route werden wir vermutlich mehr Blumensterne finden … oder Gelbe Tupflinge.“

Er ließ die Worte stehen und überließ die Entscheidung den Schmieden.

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#22

RE: eine Woche nach dem RnA 2 - Taverne

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 11.03.2026 18:38
von Wieland • 1.219 Beiträge

"Die alchemistischen Komponenten sind in beiden Fällen brauchbar, und selbst wenn es in der einen Richtung gar nichts gäbe, wäre das kein Grund. Explizit Zeit ins Sammeln würde ich auch nicht investieren, aber das was am Weg steht werden wir auch nicht ignorieren.
Wirkliche Neuigkeiten zu der Situation der angegriffenen Stämme haben wir seit der Abreise auch nicht erhalten. Hilfe brauchen beide. Bei den Shuru sehe die höhere Wahrscheinlichkeit, dass noch eine akute Gefährdung durch die Söldner vorhanden ist. Beim Meermuschelstamm gehe ich eher von einer Phase des Aufräumens und Wiederaufbaus aus."

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#23

RE: eine Woche nach dem RnA 2 - Taverne

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 13.03.2026 18:00
von Esmeralda • 1.285 Beiträge

Esme nickt "Wieland hat Recht, denke ich. Die Shuru brauchen vielleicht dringender unsere Hilfe als der Meermuschelstamm." die streicht Gedankenverloren über ihren Wanderstab, nimmt die eingeritzten Symbole wahr und hofft dass es eine sinnvolle Entscheidung ist. Wielands Logik erscheint ihr sinnvoll, es ist nicht nur die Neugier die sie in diese Richtung treibt. Nicht nur.

Sie lauscht dem leichten rascheln des Winds, den Geräuschen der Natur und vertraut darauf, dass ihrer aller Schritte sicher und in die richtige Richtung führen werden.

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#24

RE: eine Woche nach dem RnA 2 - Taverne

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 13.03.2026 22:25
von dudi • 107 Beiträge

Still war die Schelmin geworden. Zu sehr gefangen im Durchatmen und die neue Umgebung wahrnehmen. Mal lief sie hinter der Gruppe, da ein Kraut kurz näher betrachtet wurde. Dann erkundeten sie vorne mit. Doch stets in Reichweite, um nicht zu beunruhigen und ohne die kundigen Späher zu stören.

Die ruhige Art des Seestammes wurde mit Respekt bedankt. Mit Abstand das Einfügen ihrer Siedlung in das Land bewundert. Doch wieder in den Wald reisen gefiel ihr sichtlich. Und ihre Augen funkelten nur noch, als erstes Klingen von Windspielen in der Luft. Und dieser Klang war dann irgendwie immer sacht zu vernehmen. Dazu manchmal ein vergnügtes Kichern von dudi.

Abends lauscht sie den Überlegungen.
"dudi schließt sich dem Gesagten an.
Bei Aufbruch war ja die Überlegung erst zum Meermuschel-Stamm, den Seefriedern, richtig ?... zu reisen.
Doch nun ... Ja, dieser Rückzug der Söldner ist interessant. Weckt Neugier.
... wenn da der göttliche Zorn am Meer gewütet hat, können wir aufräumen helfen und vielleicht jenen die leben.
... Wenn wir Richtung Totenjäger gehen vielleicht noch mehr zu diesen Söldnern herausfinden. Und helfen.

Dazu... Ratte wollte zuerst zu den Totenjägern mit dudi reisen. Da wußten wir noch nichts von diesen anderen Angriffen. Doch irgendwie fühlt es sich richtig an."

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#25

RE: eine Woche nach dem RnA 2 - Taverne

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 18.03.2026 09:47
von Danjano5 • 49 Beiträge

Die Gespräche am Abend dauern eine Weile an, bis die Nachtwachen übernehmen und eine weitere Nacht vergeht. Wirklich ruhig kann man sie nicht nennen – das konstante Klingen der Windspiele sowie das Leben der Tiere um sie herum ergeben eine dauerhafte Kulisse, die so an dem doch durch viele Leute geprägten Ort des Tores nicht vorhanden ist.

Am Morgen, als das Lager zusammengeräumt wird und sie sich gerade aufmachen wollen, tritt ein Tehiwei aus dem Wald hervor. Wie viele aus dem Zentralwald ist er eher wölfischer Natur, und seine leisen Schritte sowie seine Kleidung – in den Farben des Waldes, durchzogen von viel Knochenschmuck – zeichnen ihn als Teil des Zentralwaldstammes aus.

Er scheint einige der Anwesenden wiederzuerkennen, vor allem die Wölflinge, wendet sich dann aber an den Inselbewohner in der Reisegruppe, bevor er etwas lauter zu allen spricht:

„Die Geister haben davon gesprochen, dass weitere Fremde sich unserem Gebiet genähert haben, doch sie tragen nicht die Frucht des Feindes im Herzen. Sie werden begleitet von jemandem aus den Mooren, und sie sind nicht hier, um Leid zu säen…“

Seine Stimme hat einen leichten Singsang und klingt etwas entrückt.

„Wir sind dankbar, dass ihr kommt und helfen wollt, Freunde und Schicksalsschmiede. Doch wenn ihr zu den Jägern der Toten wollt, müsst ihr dem Fluss entlang des Gebietes des Schildstammes folgen.“

Als er die fragenden Blicke sieht, nickt er Torukgar nur zu und spricht weiter:

„Die Pässe, die von unserem Gebiet zu den Gebieten des Fischerstammes und den Totenjägern führen, sind verschüttet. Die Regenfälle haben sie zu sehr aufgeweicht, und durch die Anwesenheit der fremden Söldner hatten wir noch keine Zeit, sie ordentlich zu sichern. Es würde euch mehr Zeit kosten, als dem Fluss zu folgen.“

Damit nickt er dem Rest zu und nutzt die Gelegenheit, sich noch kurz mit jenen zu unterhalten, die er kennt.

Torukgar wendet sich dann an den Rest der Gruppe.

„Nicht der Weg, den wir gestern geplant haben … aber auch kein großer Umweg. Wir müssen nur ein Stück zurück, um eine der Furten zu finden. Von dort aus können wir dem Fluss folgen durch das Gebiet des Schildstammes und streifen das Gebiet des Hügelstammes … sie wissen vielleicht mehr, was die Söldner angeht.“


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Der Weg zurück zur Furt des Flusses dauert nicht lange und führt nach einigem weiteren Marsch auf eher geradem Gelände zu den Grenzen des Schildstammes. Die Wälder hier sind weniger dicht und drückend, dafür sind die Pflanzen und Gebüsche, die den Boden für sich beanspruchen, dichter und verbergen mehr vor dem bloßen Auge.

Als sie nach einigen Tagen eine Siedlung erreichen, ist diese – bis die Palisade und die Dämme sichtbar werden – gut zwischen all den Pflanzen und Gewächsen verborgen gewesen. Jemand, der nur kurz durch das Gebiet reist, könnte meinen, hier gäbe es keine größeren Ansiedlungen. Doch sie sind da – verborgen und stark befestigt, bereit, wie es der Schildstamm ist, die Insel zu verteidigen.

Der Baustil teilt sich hier deutlich auf. Während die elfischen Nachfahren elegante und dennoch stabile Bauten bevorzugen, setzen die orkischen und menschlichen Schildstämmler auf einen festeren, robusteren, fast rustikalen Stil. Große Hölzer und dicke Balken prägen ihre Gebäude.

Eine weitere Auffälligkeit sind die Dämme, die immer wieder nahe der Flüsse zu finden sind, auch wenn diese selten hoch genug wirken, als wären solche Maßnahmen zwingend nötig.

Der Schildstamm kennt die Gäste. Sie waren jene gewesen, die sie zuerst begrüßt hatten, und auch wenn die Partisanen die Kräfte am Tor übermannt hatten, zeigt sich hier, dass der Schildstamm bei weitem nicht geschlagen ist. Dennoch stehen viele Gebäude leer, und auf Nachfrage ergibt sich, dass sie dem Hügelstamm zu Hilfe geeilt sind – die Söldner hatten dort offenbar ebenfalls angegriffen.

Die Fremden werden freundlich, aber dennoch vorsichtig begrüßt. Handwerker und Krieger gleichermaßen scheinen hier vertreten zu sein.

Bei den Lagerfeuern am Abend wird stolz die Geschichte des Stammes erzählt und von jenen, die ihn geprägt haben.

Gerade Dudi, in ihrer bunten Kleidung, wird neugierig beäugt. Aber auch die Handwerkskunst, die Esmes Hutschmuck ausmacht, und die Ausrüstung der Besucher ziehen Blicke auf sich.

Auch wenn sie hier in diesem Dorf niemanden haben, der direkt die Kunst der Alchimie beherrscht, wird – sobald bekannt wird, dass Wieland ein Alchimist ist – dieser anerkennend angesehen und gefragt, ob er, wenn die Lage ruhiger geworden ist, einige Dinge bereitstellen könnte.

Torukgars Wahl von Waffe und Schild scheint hier eine verbreitete Kombination zu sein. Dennoch fällt er auch hier auf – er passt nicht ganz dazu. Der tiefe Braunton seiner Haut unterscheidet sich zu sehr von den Schwarz- oder Grüntönen der Orks, und auch ihre lauten, fast wilden Rituale, die mit den eleganten und schnellen Bewegungen der Elfenartigen konkurrieren, zeigen, wie unterschiedlich die Stämme auf der Insel sind.

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#26

RE: eine Woche nach dem RnA 2 - Taverne

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 22.03.2026 15:38
von Wieland • 1.219 Beiträge

"Ich bin natürlich gerne bereit mit alchemistischen Dingen zu helfen. Gerne sobald die Lage etwas ruhiger ist, sofern es kein Notfall ist. Gibt es speziellen Bedarf? Dann könnte ich schon einmal darüber nachdenken, und vielleicht schon Zutaten identifizieren, die bis dahin besorgt werden sollten."

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#27

RE: eine Woche nach dem RnA 2 - Taverne

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 26.03.2026 17:19
von Saika • 174 Beiträge

Wie bereits zuvor ist den Wölfen keinerlei Unbehagen bei den Geräuschen des Waldes und auch der Windspiele anzumerken. Besonders Candrisha entspannt sich sogar sichtlich.

Aus regelrechtem Reflex greifen beide zu den Waffen, sobald der unerwartete Besuch zu sehen ist. Nur kurz, nur bis sie erkennen, um wen es sich handelt. Sobald die Reiseänderungen besprochen sind, unterhalten sie sich noch kurz mit dem Tehiwei. Sie fragen nach Bekannten und Freunden, ob alle soweit den Winter gut überstanden haben und was es an Neuigkeiten gibt. Bevor sie sich verabschieden und aufmachen, werden kleine Geschenke überreicht. Kleine Beutel mit Tee, Kräutersalz und Harz.

----

Mit einem Lächeln wendet sich Candrisha an ihren Gefährten. Leise genug, um nicht vom ganzen Stamm gehört zu werden, aber nicht so leise, dass es näher Stehende nicht hören könnten. "Der Schildstamm erinnert mich stark an Ushnuk. Nicht nur die Gebäude, auch wie bunt gemischt sie sind."

Staunend werden die verschiedenen Baustile betrachtet. Abends am Feuer lauschen sie den Geschichten und erzählen selber welche. Von regelrecht fantastischen Wesen. Schwarze Ziegen mit roten lodernden Augen, welche gefährlicher als Wölfe sind. Nebelhaften Gestalten, mächtiger als Geister, gesandt von den Göttern, welche an der Seite der Menschen durch die Welt gestreift sind. Riesenhafte Wölfe, welche sich ihre Träger selbst gesucht haben und mit diesen in Schlachten geritten sind.

Bekannte werden begrüßt und in kurze Gespräche verwickelt. Wieder wechseln kleine Geschenke die Besitzer. Döschen mit Salbe für kleine Wunden, Zucker gefärbt mit den Farben von Blüten des Sommers, wieder Beutelchen mit Tee.

Sobald Wieland angesprochen wird, bieten Balian und Candrisha ihre Hilfe an, wenn Komponenten gesammelt werden müssen. Sobald die Lage sich beruhigt und Zeit dafür ist.


Tul Gôrefest, tul Moskutar, gujan asga nadûr, ongrig graug!
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#28

RE: eine Woche nach dem RnA 2 - Taverne

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 26.03.2026 18:04
von Danjano5 • 49 Beiträge

Die Anfragen die Wieland erhält scheinen sich vorallem auf Dinge von Nützlichkeit zu beschränken, dinge von denen gehört wurde das sie für Dämme verwendet wurden, Öle für Waffen und Rüstungen aber auch Leuchtmittel von denen die Normaden berichtet hatten werden erfragt.

Den Geschichten wird beeindruckt gelauscht die Geschenke dankend angenommen und mit Anhängern und lokalen Spezialitäten erwidert.

Hilfe wird dankbar angenommen und einige Jüngere Stammesmitglieder scheinen auch bereit zu sein zu beweisen das sie sich nicht von Freunden des Stammes so leicht übertrumpfen lassen würden sobald die Zeit gekommen war dinge zu sammeln.

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#29

RE: eine Woche nach dem RnA 2 - Taverne

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 26.03.2026 18:05
von Danjano5 • 49 Beiträge

Nachdem Geschichten getauscht, Bekannte empfangen und neue Freunde gefunden wurden, bricht der nächste Tag an. Das Wetter scheint sich zu beruhigen, und nur leichte Wolken bedecken den Himmel. Die Ufer und Dämme wirken sicher.

Nach einem kurzen Frühstück führt Torukgar die Gruppe weiter – tiefer durch das Gebiet des Schildstammes, dann an den Bergen vorbei, die den Fluss zusammendrängen, links hinüber in Richtung des Gebietes des Hügelstammes.

Zwei weitere Tage später erreicht die Gruppe den Rand des Gebietes des Schildstammes.
Einige Außenposten berichten, dass keine Söldner dieses Gebiet betreten haben und jene, die beim Hügelstamm waren, bereits auf dem Rückzug seien.

Der Wald weicht wieder offenerer Fläche, doch diese ist hügeliger und schwerer zu durchqueren als die Wege nahe der Pforte. Erst nachdem sie einen weiteren Tag über Stock und Stein gewandert sind, erreichen sie die Ausläufer der Felder des Hügelstammes.

Diese Felder unterscheiden sich stark von jenen der Hiesigen. Während dort vor allem Pflanzen angebaut werden, die viel Fläche benötigen, wachsen hier hochrankende Reben und andere Gewächse, die sich an die Hügel und in die kleinen Täler schmiegen, die oft als Teiche genutzt werden.

Die namensgebenden Daka-Jah sind hier auf den Feldern nicht zu sehen. Stattdessen kümmern sich Menschen und Tehiwei um die Pflanzen und die Pflege der Ernten.
Es wirkt seltsam friedlich, wenn man weiß, dass auch hier ein Angriff der Söldner stattgefunden haben soll. Doch neben dem Fehlen von Kampfspuren wird schnell klar, dass die wenigen einfachen Hütten nicht alles sein können, was den Hügelstamm ausmacht.

Einer der Stammesleute weist ihnen schließlich den Weg zu einer ihrer „Bauten“ – und selten hat ein Name besser gepasst.
Der Bau ist direkt in den Hügel gegraben und führt tief unter die Erde.

Torukgar hält hier an und wartet offenbar auf jemanden aus dem Stamm, bevor er sich umdreht und die Gruppe anspricht.

„Der Hügelstamm gewährt uns Einlass nach Kualac. Doch ich bitte euch, dort nicht einfach umherzuwandern. Nicht, weil sie es nicht wollen – sondern weil ihre Gänge und Wege nichts sind, in denen ich mich auskenne… oder sagen kann, wie man von einem Ort zum anderen findet.“

Er wirkt dabei leicht verlegen, als würde ihn gerade diese Unsicherheit stören.

„Wir rasten hier kurz und ziehen morgen weiter. Es ist spät… und ich will erst hören, wie der Stand mit den Söldnern ist. Und wie es um die Lage insgesamt steht.“

Ein Daka-Jah-Arbeiter nähert sich der Gruppe und führt sie schließlich tiefer unter die Erde.
Bau – ja, das ist die richtige Bezeichnung. Die Wände sind nicht verziert, nicht geglättet, wo es nicht nötig ist, und doch besitzen sie eine eigentümliche Symmetrie, als wären sie genau so gewollt.

Wer sich mit Taktik auskennt, erkennt schnell: Diese Bauten anzugreifen wäre ein Albtraum.
Die Gänge sind eng, ungeeignet für größere Truppen, verwinkelt und verschachtelt. Wer sich hier nicht auskennt, verliert nach kurzer Zeit jede Orientierung – Schritte und Geräusche hallen aus Richtungen, die sich kaum zuordnen lassen.

Im Untergrund zeigen sich ganze Farmen voller Käfer, um die sich arbeitende Daka-Jah kümmern. An anderen Stellen werden Stoffe gewebt, Muster entstehen unter geschickten Händen.
Der Lagerplatz der Gruppe ist eine große Höhle mit mehreren kleineren Nebenkammern – schlicht, funktional und doch geschützt.

Hier würden sie die Nacht verbringen – und mehr erfahren.
Erst als der Abend und die Nacht hereingebrochen werden wurde es leiser in den Tunneln einige der Tehiwei und Menschen hatten sich schon zu den Fremden Gesellt auch sie waren neugierig aber erklärten auch das sie nur weil Fremde hier waren nicht ihre Arbeiten Schleifen lassen konnten. Sie würden dennoch ihnen zuhören und gerne Fragen beantworten wenn sie konnten. Als die Nacht dann hereinbricht gesellen sich auch einige der Daka-Jah zu ihnen die Krieger des Stammes jedoch bleiben der Versammlung fern...


zuletzt bearbeitet 26.03.2026 18:21 | nach oben springen

#30

RE: eine Woche nach dem RnA 2 - Taverne

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 29.03.2026 14:21
von Esmeralda • 1.285 Beiträge

Esme hat sich zum größten Teil höflich zurück gehalten. Mit Faszination hat sie die Bauten der Siedlung betrachtet und an all die Gebäude gedacht, die sie aus Eridmea schon kennt und welche Änderungen sich hier aus rein praktischen Gründen ergeben haben.

Sie bietet ihre Hilfe an, wenn es um den Wiederaufbau geht, aber auch Ideen für bessere Sicherung und eventuell Warnsysteme diskutiert sie gerne mit den Tehiwei sofern sie Interesse daran haben.
Möglicherweise kann sie ein paar der benötigten Gegenstände organisieren. Sie fragt nach was genau und wie viel davon gebraucht wird.

Während sie weiter ziehen ist sie die meiste Zeit schweigsam und betrachtet die Landschaft, die Wege und dankt Alogrimonde im Stillen für die ruhige Wanderung.

Ebenso ruhig ließ sie ihren Blick schweifen als sie stehen geblieben sind und Torukgar von den verschlungenen Pfaden berichtet, auf denen man sich leicht verläuft. Schlagartig ist Esmes Aufmerksamkeit geweckt. "Eine geschickte Verteidigungsstrategie." Meint sie und hofft mehr darüber erfahren zu können.

Als sie die Oberfläche verlassen überkommt Esme ein aufgeregtes kribbeln. Angst vorm Dunkeln hatte sie nie, aber die Gefahren die in solchen Gängen lauern können kennt sie nur zu gut. Auch wenn es keinen Grund gibt zu vermuten, dass der Daka-Jah sie in irgendeine Art Falle locken will.
Ein Teil von ihr achtet dennoch auf Ort an denen Fallen einfach anzubringen wären, lose Steine entdeckt sie nicht die Gänge sind solide gearbeitet stellt sie nach einer Weile anerkennend fest. Doch Toriugar hatte Recht, auch wenn sie sich konzentriert hat, verliert sie nach einer Weile die Orientierung.

In der Höhle beobachtet sie die Arbeiten. Es hat etwas meditatives dem Weben der Muster zuzuschauen.
Die Daka-Jah die sich zu ihnen gesellen begrüßt sie freundlich und befragt sie zu den Arbeiten in den Gängen, was im Moment besonders dringend ist, was sie von den Söldnern mitbekommen haben und die Beschaffenheit des Höhlensystems. Im Gegenzug beantwortet sie alle Fragen, die diese zu den Geschehnisse, den Fremden, dem Königreich oder auch dem neuen Stamm haben sollten.
So viel hat sie seit ihrem Aufbruch nicht mehr geredet.

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