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eine Woche nach dem RnA 2 - Taverne
RE: eine Woche nach dem RnA 2 - Taverne
in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 03.03.2026 20:54von Wieland • 1.215 Beiträge
"Viele von den Alchemika sind tatsächlich bei mir gelandet. Und wurden zum gelingen der letzten Tage eingesetzt. Aus dem was noch übrig war, habe ich für die Reise einige Heiltränke und Rüsttränke gebraut."
Wieland gibt jedem der mitwill einen Heiltrank, "Ich hoffe keiner wird ihn brauchen, aber einen haben ist immer besser. Wer einen Rüsttrank möchte, bitte Bescheid sagen."
RE: eine Woche nach dem RnA 2 - Taverne
in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 04.03.2026 09:26von Danjano5 • 37 Beiträge
Nachdem die Tafel verteilt und die Gebete gesprochen worden waren, nickte er der Taldo-Priesterin ein letztes Mal zu.
Dann wandte er sich ab.
„Auf.“
Mehr brauchte es nicht. Die Gruppe setzte sich in Bewegung.
Sie ließen das Portal hinter sich – das Tor zwischen den Welten – ebenso wie den Versammlungsplatz. Es war Jahre her, dass er sich so weit vom Gebiet seines Stammes entfernt hatte. Der stetige Wind der Küste, der salzige Hauch in der Luft, das ferne Rufen der Möwen – all das fehlte hier.
Stattdessen traten sie in das ruhigere Herz der Insel.
Der Boden wurde fester unter ihren Schritten. Büsche und niedriges Gehölz wichen offeneren Flächen, bis sich schließlich der große Binnensee vor ihnen ausbreitete – still und weit, wie ein zweiter Himmel aus Wasser.
Dort lebten jene, die sich selbst die Träger des Erbes nannten.
Die Hiesigen.
Schon aus der Ferne waren ihre Bauten zu erkennen: dunkle Blockhäuser, sorgfältig gefügt, und Pfahlbauten, die wie geduldige Wächter ins Wasser ragten. Schlanke Boote lagen vertäut, zweckmäßig und ohne unnötige Zier.
Für jene aus den alten Gebieten Eridmeas war es ein seltsames Bild. Der Baustil war unverkennbar der ihre – und doch nicht ganz. Es wirkte, als habe jemand lange die Werke der Heimat betrachtet und sie hier neu errichtet, angepasst an Wind, Wasser und Boden dieser Insel.
Kein Bruch – aber eine Verschiebung.
Deutlicher, als die Erzählungen über den Seestamm vermuten ließen.
Torukgar blieb einen Moment stehen und musterte die Szenerie.
Kein Rauch, der nicht ruhig aufstieg.
Kein hastiges Laufen.
Keine beschädigten Stege. Keine eingerissenen Dächer.
„Keine Spuren von Kampf“, brummte er leise.
Und doch lag Spannung in der Luft. Keine offene Furcht – eher Erwartung. Die Hiesigen beobachteten die Gruppe. Ihre Blicke waren nicht feindselig, aber prüfend. Sie waren jene, die geblieben waren, als andere zogen oder untergingen. Und sie trugen diesen Umstand wie einen Mantel.
Höflich.
Zurückhaltend.
Fest in dem, was sie waren.
Die Gruppe rastete eine Nacht am Rand des Siedlungsgebiets, ohne sich tiefer hineinziehen zu lassen. Die Gespräche blieben knapp und sachlich. Keine Berichte über durchziehende Söldner. Keine Sichtungen bewaffneter Trupps. Der Metallsee lag still – zumindest an diesem Tag.
Das genügte ihm.
„Dann weiter.“
Sie ließen das Ufer hinter sich und wandten sich dem Gebiet zu, das allmählich in den Rand des Zentralwaldes überging. Die Landschaft veränderte sich erneut. Mehr Bäume. Dichteres Unterholz. Der Wind trug Harzgeruch, und in den hohen Kronen rauschte es anders als am Wasser.
Die Grenze zum Gebiet der Geistersprecher war deutlich zu erkennen. Totems standen zwischen den Bäumen, Windspiele aus Knochen und Holz klangen leise im Luftzug. Ein klares Zeichen: Ab hier begann ihr Land.
Torukgar entschied, an dieser Grenze entlangzureisen. Nur ein kurzes Stück – bis zu einem bekannten Lagerplatz.
Hier war die Insel wilder.
Die Wege mehr Andeutung als wirklicher Pfad.
Die Gruppe sprach wenig. Jeder wusste, dass sie sich zwischen Möglichkeiten bewegten. Nordöstlich läge der Weg zu den Totenjägern – näher an Vulkan und Asche. Westlicher, entlang der Straßen und vorbei am Gebiet des Schildstammes, konnten sie Richtung Meermuschel-Stamm ziehen.
Beides barg Ungewissheit.
Als die Sonne sich senkte, hob Torukgar die Hand.
„Hier.“
Eine kleine Anhöhe, nahe genug an einer klaren Wasserquelle, fern genug von offenem Gelände. Von dort aus ließ sich sowohl tiefer in den Wald als auch zurück ins offenere Land ausweichen.
Strategisch brauchbar.
Das Lager entstand ruhig. Keine großen Feuer – nur genug Glut für Wärme. Waffen blieben griffbereit.
Torukgar trat an den Rand des provisorischen Lagers und blickte in die dunkler werdenden Baumreihen des Zentralwaldes.
„Morgen entscheiden wir“, sagte er schließlich.
„Totenjäger – oder Meermuschel.“
Seine Stimme war ruhig.
Keine Eile. Keine Unruhe.
Er setzte sich ans Feuer und ließ den Blick in der Glut ruhen.
Nach einer Weile sprach er weiter:
„Wenn wir Richtung der Wälder der Totenjäger gehen, führt unser Weg direkt durch das Gebiet des Geistersprecher-Stammes.“
Sein Blick ging durch die Runde.
„Sie berichten, dass die Söldner sich zurückziehen. Warum, ist unbekannt.“
Ein Moment Stille.
„Auf der anderen Seite können wir direkt zu den Seefriedern aufbrechen. Der Schildstamm liegt auf dem Weg – und er kennt euch als Besucher und Freunde.“
Der Wind strich durch die Bäume.
Morgen würde sich zeigen, welchen Weg sie nahmen.
RE: eine Woche nach dem RnA 2 - Taverne
in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 07.03.2026 18:26von Wieland • 1.215 Beiträge
Bis hier war die Reise erfreulich ereignislos.
"Wenn sich die Söldner zurückziehen, fallen mir dafür zwei Gründe ein. Entweder hat diese Gruppe ihr Ziel erreicht, und kehrt damit quasi planmässig zurück. Oder sie haben Nachrichten erhalten, dass andere Söldnergruppen beinahe vernichtet wurden, und sie ziehen sich zurück, bevor es ihnen ähnlich ergeht.
Da wäre es interessant zu wissen, ob ein sie ein Artefakt erobern konnten, oder nicht. Aber wenn sie eins erobert haben, werden wir es höchsten durch List zurückerlangen können, nicht über eine offene Konfrontation." Wieland schaute zu Esme.
RE: eine Woche nach dem RnA 2 - Taverne
in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 07.03.2026 20:43von Saika • 171 Beiträge
Vor der Tür an der Mauer gelehnt warten Balian und Candrisha auf die Reisegruppe. Die Jägerin hatte wohl im Vorbeigehen mitbekommen, dass sie aufbrechen wollen und so hatten beide beschlossen draußen zu warten. Leichtes Gepäck stand bereit, um sie nicht unnötig zu belasten. In den Dörfern sollten sie zumindest Proviant aufstocken können. Wenn sie nicht von den Söldner zu sehr gebeutelt wären.
Nachdem sie sich den genauen Grund und den Plan für die Reise erklären ließen fallen die beide in einen wohl gewohnten Rhythmus. Einer blieb in der Nähe der Gruppe, der andere spähte voraus oder ein wenig in den Wald um sie herum. Als die Bäume der offenen Ebene wichen, nahm die Anspannung ebenso ab wie zu. Einerseits konnte man hier weiter sehen, es war übersichtlicher. Andererseits waren auch sie offen und sichtbar.
Fasziniert und mit etwas Wehmut betrachtet Candrisha die Gebäude, einer Heimat so ähnlich wie anders. So wie sie auch immer ihre alte Heimat im Herzen tragen würde, in dem die neue jedoch auch einen Platz gefunden hatte.
Die erste Nacht wieder abseits der Versammlungsstätte verlief ruhig, jedoch nicht ohne die Angewohnheit, leicht und mit einer Waffe in der Hand zu schlafen.
Sobald der Wald dichter wurde, liefen die Wölfe wieder leichter, atmeten auf. Immer wieder lief einer von ihnen auch tiefer zwischen die Bäume. Harz, das normale gelbliche, und auch der ein oder andere Zunderpilz wurden gesammelt. Auch flogen einmal Tannenzapfen, aus Übermut und Freude an Gesellschaft und Umgebung. Die Grenze der Geistersprecher wurde genau respektiert, auch wenn die Neugier vorhanden war.
Abends war schnell ein kleines Feuer gemacht, Wasser geholt und eine Kanne Tee in die Glut gestellt.
"Würden wir mit dem Geistsprecher-Stamm Ärger bekommen, wenn wir durch ihr Gebiet reisen? Zu wissen, ob die Söldner sich nur zurück ziehen oder ein Artefakt haben wäre zwar gut und wichtig. Doch wenn wir aufgehalten werden, durch das Gebiet zu ziehen, würde das niemanden etwas bringen und nur unnötig Zeit kosten. Aber auch so ist die Frage, ob wir sie wirklich einholen und etwas ausrichten könnten." Sie zuckt mit den Schultern. In der aktuellen Reisegruppe würden sie kaum schnell genug voran kommen, um die Söldner einzuholen. Zumindest nicht auf normalen Wegen. Außerdem würde nicht nicht ungern beim Schildstamm vorbei schauen.
Tul Gôrefest, tul Moskutar, gujan asga nadûr, ongrig graug!
RE: eine Woche nach dem RnA 2 - Taverne
in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 08.03.2026 21:09von Esmeralda • 1.281 Beiträge
Endlich wieder wandern, unterwegs und nicht über irgendwelche Papiere oder andere Arbeiten gebeugt. Das tut gut und Esme ist dankbar, dass Balian und Candrisha dabei sind und spähen. Mit einer größeren Gruppe ist man immer auffälliger unterwegs und im Fall der Söldner sind sie die schlechter bewaffneten.
Sie lässt ihren Blick über die Umgebung schweifen und betrachtet mit großem Interesse die Bauten und inwiefern sie von Eridion abweichen. Wie sie gesichert sind und strukturell andere Stärken und Schwächen aufweisen, wo es gute Verstecke geben könnte. Es ist faszinierend.
"Ich wüsste auch sehr gerne warum die Söldner sich zurück ziehen. Und es juckt mir schon seit sie den Stab mitgenommen haben in den Fingern ihn diesen unter der Nase weg zu stiebitzen," sie schaut dabei zu Wieland "aber wenn wir den Geistersprecher Stamm nur aufbringen und dadurch wertvolle Zeit verlieren ist das wohl keine kluge Wahl." sie betrachtet die Karte der Insel. Was ist dringender? Wenn sie Söldner weg sind, können sie sie so schnell nicht mehr in die Finger bekommen, wenn der Meermuschel Stamm dringend Unterstützung braucht, sollten sie auch nicht zu viel Zeit verlieren.
Sie hofft, dass ihr Weg der richtige sein wird.
RE: eine Woche nach dem RnA 2 - Taverne
in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche Gestern 09:42von Danjano5 • 37 Beiträge
Er ließ den Blick über die Gruppe wandern, bevor er sprach.
„Keiner dieser beiden Stämme wird uns aufhalten oder uns am Weiterkommen hindern.“
Seine Stimme blieb ruhig, fast sachlich.
„Auch wenn sie auf manche etwas makaber wirken mögen – die Geistersprecher sind freundliche Leute. Sie heißen nicht umsonst die Freundlichen Geistersprecher. In ihren Reihen sind viele Shuru, das stimmt. Aber ebenso viele Tehiwei stehen dort für Verständnis und Ausgleich.“
Er nickte leicht, als würde er einen alten Gedanken bestätigen.
„Es wird ihnen eher helfen zu sehen, dass Schmiede und Priester aus Eridmea hier sind, um zu helfen – ohne etwas zu verlangen. Sie waren immer jene, die sich am meisten mit unserem Glauben befasst haben. Viele der Gedanken, die ihr heute kennt, wurden von ihnen geformt.“
Eine kurze Pause folgte.
„Ihr Verständnis ist einfach: In allem sollte Ausgleich gefunden werden.“
Sein Blick kehrte zur Umgebung zurück, als würde er die Wege bereits vor sich sehen.
„Was die Routen angeht – beide sind in etwa gleich lang. Und jede auf ihre eigene Art beschwerlich.“
Er dachte einen Moment nach, bevor er weiter sprach.
„In den Wäldern hier lassen sich einige alchimistische Zutaten finden. Schlummerlinge … oder Blauechseeier, wenn meine Erinnerungen stimmen. Erst wenn wir das Gebiet der Geistersprecher verlassen und uns dem Wald der Totenjäger nähern, werden wir wieder aus dem dichten Wald herauskommen.“
Dann wandte er den Kopf leicht zur anderen Seite.
„Der andere Weg führt durch das Gebiet des Schildstammes. Hügeliger. Und kaum weniger dicht bewachsen als hier.“
Sein Ton blieb respektvoll.
„Sie sind kampfstark. Viele werden beim Meermuschelstamm helfen und tun was sie können.“
Dann sah er zu Wieland.
„Auf dieser Route werden wir vermutlich mehr Blumensterne finden … oder Gelbe Tupflinge.“
Er ließ die Worte stehen und überließ die Entscheidung den Schmieden.
RE: eine Woche nach dem RnA 2 - Taverne
in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche Heute 18:38von Wieland • 1.215 Beiträge
"Die alchemistischen Komponenten sind in beiden Fällen brauchbar, und selbst wenn es in der einen Richtung gar nichts gäbe, wäre das kein Grund. Explizit Zeit ins Sammeln würde ich auch nicht investieren, aber das was am Weg steht werden wir auch nicht ignorieren.
Wirkliche Neuigkeiten zu der Situation der angegriffenen Stämme haben wir seit der Abreise auch nicht erhalten. Hilfe brauchen beide. Bei den Shuru sehe die höhere Wahrscheinlichkeit, dass noch eine akute Gefährdung durch die Söldner vorhanden ist. Beim Meermuschelstamm gehe ich eher von einer Phase des Aufräumens und Wiederaufbaus aus."
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