#1

nach dem RnA 2 - Thread 1 - in der Taverne

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 02.01.2026 21:50
von Britta • 12.228 Beiträge

OT: Hallo Leute,
hier kann jeder reinschreiben, der als Charakter auf der Insel geblieben ist und vielleicht etwas erzählen möchte / auf etwas erzähltes reagieren will. Keine Ahnung, ob das klappt, aber für direktes Forenspiel werde ich wohl nicht genug Zeit haben. Ich hoffe, das hier hilft euch mitzubekommen, was auf der Insel geschehen ist / geschieht und hier heimischer zu werden. Wer einen Verbesserungsvorschlag hat, immer her damit ! LG Britta


IT

Sie war fertig. Götter, war sie fertig. Es war so unglaublich viel passiert und jetzt bekam sie einen Schnupfen von der Zeit, die sie auf dem kalten Hof vor dem Untoten gekniet hatte. Bescheuert keinen Mantel mitzunehmen! Aber wie hätte sie an so etwas denken können in so einer Situation! und dann das gerade... die anderen hatten gefeiert und waren in ihre Betten gestiefelt, sie saß noch mit heißem Tee in ihrer Kemenate.

Was war eigentlich passiert?
Die Kammer der Zeit? hatte sich geöffnet. Manche sagten, es brauchte noch einen Großmeister, um die Hand darauf zu legen. Andere glaubten, das würde automatisch geschehen, quasi zu der Zeit, wo die Dame Elysiae das erste Mal darauf gefasst hatte. Nun... das würde man nächstes Jahr sehen. Wie dem auch sei, die Fremden waren hoch gegangen und hatten die Batterie geholt, die ins Tor gehörte. Und noch etwas? sie wusste es nicht.

Das Tor funktionierte auf jeden Fall jetzt. Zwei Kollektoren waren noch angeschlossen worden. Anscheinend waren die anderen 5 vernichtet. Mh... ob man sie wohl ersetzen konnte? keine Ahnung. Aber mann konnte jetzt reden und reisen. Sie brauchte UNBEDINGT eine Übersicht über die Sigillen. Mit wem konnte man reden? Sicher wusste sie nur von der Silbernen und der goldenen Pforte und von Iskarioths Teil Werden. Wohin konnte man reisen? Sicher wusste sie nur von Iskarioth werden.

Das Ei der letzten Cho-Jah Königin war gerettet worden und nach Iskarioth Werden gebracht. Dabei hatte man gleich erfahren, dass diese ... Sackgassen... mh... abgeschlossenen Wegstücke zwischen den Toren im Astralraum, wohl dergestalt waren, dass dinge in sie einsickern konnte. Und das bedeutete, bei jedem ERSTEN Öffnen nach 1000 Jahren gab es wahrscheinlich eine Menge Monster, die herauskamen. Vielleicht sonst auch? sie wusste nicht, wie schnell es nachsickerte. Auf jeden Fall waren die Wesen besiegt und das Ei überbracht worden.

Alle Zauber für die Daka-Jah. Die Fremden taten gerade alles, damit Dochas Nua unabhängig blieb. Kein Schwarzpulver, was auch immer das war, aber massive Zauberrei. So hatte auch ein Fremder die Wahrerin der Halle, die einzige Atzelari die auch Aldermann war, in einen Großmeister aus Arcanis verwandelt. DAS hatte sie, die Taldopriesterin, nicht ganz verstanden. mh... Die Atzelari waren magische konstrukte aus der Welt Arcanis. Sie waren dort geschaffen worden, um als Kampfeinheiten ihren Vorfahren bei der Verteidigung der Pforte zu helfen. Als der Krieg vorbei und die Pforte geschlossen worden war, baute der letzte Arcanismagier sie um, gab ihnen Gesetze und machte sie zu Wächtern der Insel. Nun hatte dieser fremde Elf Erinnerungskristalle besorgt? mit den Erinnerungen von Arcanismagiern und hatte eine davon in die Atzelari eingepflanzt. Und ihr die anderen Überlassen? Auf jeden FAll hatten sie nun einen Großmeister da im Körper eines magischen Kontruktes. Sie musste sich unbedingt mit dieser Person unterhalten. Wie hieß er? oder sie? was wollte sie nun? wie viele ERinnerungsscheiben gab es noch? und ... naja damit war das "wie baut man neue Atzelari-Problem" auch irgendwie gelöst, oder?

Das Problem der Shuru dagegen wurde irgendwie größer. Ein "Nekromant" - anscheinend eine Person, die Tote beschwor, war aus dem Seelenbaum entkommen und hatte mit seinen Leuten? herumgespukt. Sie musste den guten Gunnar von Wenz fragen, ob das glatt gegangen war und das Problem erledigt.

UNTOTE. Das war überhaupt das gewesen, was sie persönlich am meisten beschäftigt hatte. UNTOTE: Dieser "Hendrik von der ewigen Wacht" war doppelt so alt wir ihr Gott Taldo, dessen Priesterin sie war. 2000 ? Jahre???? Ihr wurde schlecht bei dem Gedanken. Ja, das Wesen hatte höflich gewirkt. FREUNDLICH. irgendwie. Als dieser totale Depp sich allerdings zwischen sie geschoben hatte, warf er ihn mehrere Meter weit. Gut, sie hatte ihm auch eine mitgegeben, aber... uff. er hatte ihn nicht getötet. Und dieser KRITOS - was auch immer DER war - hatte auch niemanden getötet. Ja, sie hatte vor beiden gekniet und um Vergebung für die Dummheit der Gemeinschaft gebeten. Aber ihre Bitte war für Wesen wie diese wahrscheinlich nichts. Entweder waren sie wirklich so eisern durch Gesetze, Regeln, Gastfreundschaft gebunden wie sie sagten, oder ... tja. was für ein Oder? Wobei... es hatte diesen sehr, sehr seltsamen Augenblick gegeben. Aldelrmann Tha - Aldermann der Zukunft Tha? - hatte diesen Kritos begrüßt wie ein Krieger den anderen. Als wenn sie sich seit Ewigkeiten kannten. Und als Tha ihn fragte, warum er hier sei, sagte Kritos "ich habe gehört, du brauchst ein Schiff" und Tha hatte leise gelacht. Und als dieser Hendrick sagte, die Untoten wären bereit, die insel "zu sichern" hatte Tha sein Lächeln verloren und beinah die Zähne gefletscht. Und gesagt "NEIN; ICH bin HIER!" und dieser Hendrick hatte sein Angebot zurückgezogen als sei die Anwesenheit von Tha - und dessen... Ansage? Drohung? Versprechen? ... Grund genug die Insel nicht einzunehmen. Sie schauderte. Für einen Augenblick hatte Krieg in der Luft gelegen. Ein mörderischer Kampf zwischen zwei Wesenheiten, die nichts menschliches mehr hatten. Aber Tha war... menschlich.. .also elfisch. Oder?

Sie hatte gesehen wie er mit den Söldnern verhandelte. Ein ..Jentelmänsägriment ... ein seltsames Wort. Aber danach hatte sich niemand mehr getötet. eine gute Tat. Freundlich so wie die Rettung Brians. Aber bei der Tollwut hatter er das Schwert in der Hand gehabt und sich bereit gehalten. Anderen den Vortritt gelassen.

sie atmete aus. diese Söldner - oder Teile von ihnen - wollten den Herrn der Tollwut wecken. Was für Idioten. Teile der Fremden wollten ihn wieder schlafen senden, andere wollten ihn umbringen. Ein Hin und Her fast zwei Tage lang. Dann war der Fremde namens Manticor auf einen Stuhl gestiegen und hatte gesagt, sie könnten den Incarnoi wandeln. Wenn sie alle zusammen arbeiteten. Dann hatten die Schicksalsschmiede Dinge getan... seltsame Dinge. Die Taldopriesterin war sich nicht sicher was, auch wenn sie daran teilgenommen hatte. Viele Dinge waren wohl im verborgenen geschehen. Doch sie sagten, es hätte geklappt. gerechter Zorn für die Stämme.
ach... sie hatten keine Ahnung. Und das war gut so.

Alle Völker auf Dochas nua - sogar die Shuru! - hatten beschlossen, Vernunft zu haben. Frieden zu wahren. Die alten WEge des Feindes zu verlassen. Kein Hass. Neid. Gier. Habsucht. Rache. Nie wieder. Dafür: Jede Person war zu achten. jede mit Freundlichkeit zu behandeln. Sie ALLE waren Teil einer Familie und in einer Familie liebte man sich, behandelte sich mit Respekt, half einander ohne etwas dafür zu verlangen.
Den Fremden war dieses Denken so furchtbar fremd. Wie konnte es so schwer sein? kein Wesen wollte Hunger, Schmerz, Leid haben. Warum dies anderen zufügen.
Und doch... es war harte Arbeit so zu sein. Sie lehrten es die Kleinsten. Sie achteten auf einander. MEHR Zorn würde etwas sein, was man beobachten musste. Es musste ein Ausgleich geschaffen werden. Vielleicht ein Orden oder Incarnoi, der Liebe, Friedfertigkeit, Ruhe bedeutete? sie wusste es nicht. Nur eines wusste sie... sie nannte ihren Namen mit gutem Grund nicht mehr.

Ach... sie würde eine Menge mit diesem schnieken Mann reden müssen. Pater Jonathan. Ihr war gar nicht aufgefallen, wie chick er war. doch er war es. Allerdings musste sie mit ihm über diese Pathorverehrung reden. Schließlich war das hier Dochas Nua, nicht Eridmea. Und sie musste mit ihm über private Dinge reden. Tehiwei schwätzten. Es war besser, er erfuhr von ihr, was mit ihrem letzten Ehemann geschehen war. Wahrscheilich würde er dann Abstand nehmen. mhpf... wie begeistert alle von der Idee einer Ehe gewesen waren. Und alle wollten, das der zukünftige Aldermann Tha den Segen gab. Wie seltsam. Diente der nicht einer Todesgottheit.

Alles sehr verwirrend. Nun ja. Sie würde damit fertig werden. Sie war auf dem Schiff der Untoten gewesen. Sie würde jetzt einfach jeden Einzelnen fragen, was los war, was sie wussten, wer sie waren, was sie vorhatten. Das würde schon klappen.

ach ja - sie brauchte noch Familien für Waisenkinder. Was auch immer das war.
und sie musste rausfinden, warum sich das Bild der Göttin Tammuz verändert hatte. richtig seltsam. WEr tauschte denn mitten in der Nacht ein Götterbild aus? naja, auch das würde sie rauskriegen.
und wer blieb eigentlich?
und was...
während sie noch nachdachte, fielen ihr die Augen zu und sie schlief ein. Sie sah nicht mehr den besorgten Ausdruck auf dem Gesicht des Traumherrn. Da draußen gab es Wesen, mit großen Träumen.
Die Goldene Königin
Der Chor der Plagen
und einige mehr.

und dann war da der Hilferuf der goldenen Pforte gewesen. Aber darum würde man sich erst morgen kümmern.
Es war zeit für traumlosen Schlaf.


zuletzt bearbeitet 11.01.2026 11:00 | nach oben springen

#2

RE: nach dem RnA 2 (ein Intime- Versuch)

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 02.01.2026 22:20
von Gunnar_van_Wenz • 1 Beitrag

Der Wind pfeift eisig um die Ecken der Stätte, während warmes, wohliges Licht aus den Fenstern der Taverne auf den Hof fällt, auf dem sich langsam der Schnee zu sammeln beginnt. Durch das eisige Heulen des Windes klingt entfernt das Klirren von Krügen und das Gelächter und Singen der auf der Insel gebliebenen Fremden, während fern am Horizont langsam das erste Licht des Tages den Horizont erhellt und die dahinjagenden Wolken in den rot-gelben Schein des heraufziehenden neuen Tages taucht. Der aus den Kaminen steigende Rauch kündet von prasselnden Feuern, geschmackvollem Braten, warmen Met und behaglicher Gemütlichkeit in den Räumen der Stätte, während der Mond die Szenerie in ein Fahles, bläuliches Licht taucht. Es ist eine Szenerie des Friedens nach den turbulenten Tagen des Besuchs der Fremden, eine Szenerie, die dem Erreichten Rechnung trägt; dass Ei wurde gerettet, sodass Hoffnung besteht, und der Zorn der dreizehn Stämme auf den Vierzehnten konnte geläutert, die „Tolle Wut“ besiegt werden. Es ist schon früh, als die letzten der hier gebliebenen Reisenden sich auf ihre Zimmer zurückziehen und friedliche Ruhe in der Taverne einkehrt. Der Großteil der Hüter haben sich bereits kurz nach dem letzten Ritual zurückgezogen und auch der Hüter der Stätte war bereits lange zu Bett gegangen, als die letzte Kerze gelöscht wird und die Stätte in friedlichen Schlaf fällt.

Hoch über diesem Bild des Friedens steht eine in einen in einen dunklen Umhang gehüllte Gestalt auf dem Felsen, den man „Hüters Ausblick“ nennt. Die im eisigen Wind tanzenden Schneeflocken umwirbeln die Gestalt, lassen den Umhang im Wind flattern sowie die Nestelspitzen leise im Wind klirren. Um die schweren Stiefel hat sich bereits ein Häuflein Schnee angesammelt, fast bis auf Höhe der Stiefelriemen und die Stiefelspuren im neuen Schnee sind kaum mehr zu erkennen; es ist klar, dass der einsame Beobachter bereits länger hier stehen muss. Der Wind reißt die letzten Rauchschwaden des Weihrauchfässchens, dass die Gestalt an einer langen Kette in der linken Hand trägt hinfort, während das Gesicht unter der tief ins Gesicht gezogenen Kapuze im Dunklen verborgen bleibt. Lediglich ein entferntes, tief blaues Leuchten ist zu erkennen, dort, wo das linke Auge des einsamen Wächters liegen muss. Sein Blick ist an den Horizont geheftet, genau an dem Ort, an dem vor Stunden der Zug der Fremden verschwand, die nicht auf der Insel verbleiben wollten; seit dem starrt er Ihnen hinterher. Er ist hierhergekommen um etwas zu ergründen, ein Gefühl, dass Ihn kurz vor der Abreise der Fremden überkam. Es war das Gefühl eines Verlustes, ein Gefühl, als sei etwas aus der Welt genommen worden, dem ein anderer Weg vorbestimmt war. Es ist ein Gefühl, dass er lange nicht spürte und es beunruhigt Ihn zutiefst, erschüttert sein Herz und brennt wie ein Feuer in Ihm; dass rastlose Verhalten der aufbrechenden Reisenden hatte seine Beunruhigung nicht geringer werden lassen. Während der Weihrauchduft vom Wind davongetragen wird, die Silben seines geflüsterten Gebets wie ein Echo in der Welt verhallen und er zum letzten Mal die Gebetsmünze in seiner Rechten dreht bestätigt eine donnernde eine Stimme in Seinem Kopf, was er bereits befürchtet hatte:

SIE HABEN SIE GESTOHLEN; HOL DIE BEIDEN ZURÜCK


zuletzt bearbeitet 02.01.2026 22:21 | nach oben springen

#3

RE: nach dem RnA 2 (ein Intime- Versuch)

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 03.01.2026 19:52
von Olaf
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Es waren lange Tage gewesen. Kaum hatte ihn die Kunde erreicht, dass es Ärger gebe, war er aufgebrochen – und nun, da er endlich ankam, war jener Ärger wider alles Erwarten noch immer nicht zu einem Ende gekommen. Vier Tage zu spät, und doch zu früh, um sagen zu können, dass alles vorüber sei.

Der Herr der Tollen Wut.
Man hatte vor, ihn zu reinigen.

Bei den Zwölfen, er konnte sich durchaus vorstellen, dass ein solcher Plan gelingen mochte. Ebenso deutlich aber sah er die Wellen, die er schlagen würde. Und sie wollten es noch in dieser Nacht tun.

Also war er geblieben. Hatte zugehört. War anwesend gewesen. Und hatte gebetet.
Nicht für sich. Nicht für die Insel. Nicht für die Versammelten.

Er hatte für das Kind gebetet.

So war es ihm beschrieben worden: ein Kind, das niemand in den Arm nehmen wollte, dem niemand einen Weg gezeigt hatte. Der Herr der Tollen Wut – nicht als Ungeheuer, sondern als etwas, das zu lange allein gewesen war. Er bat darum, dass dieses Wesen, wenn es vergehe, Vergebung finde. Und Trost. Mehr stand ihm nicht zu erbitten.

Er sprach mit einigen der anderen. Mit jenen, die er von der Insel kannte. Er hörte zu, stellte Fragen, schrieb Namen nieder. Eine Liste entstand, und er gab sie weiter. Ob sie vollständig war, daran zweifelte er selbst. Die Dinge änderten sich hier zu rasch, Menschen und Reisende vor allem.

Der Weg hinaus war kalt. Ihm War angeboten worden zu bleiben doch das war nichts was er annehmen konnte es war noch zu viel Arbeit zu tun.
So kalt wie die Erde, die er bald bewegen musste.

Eine weitere Leiche.
Ein weiterer Söldner. Einer von den Ihren. Getötet wegen Wortbruchs? Wegen eines gebrochenen Schwurs? Die Geschichten unterschieden sich, doch das Ende war stets dasselbe.

Dieser hier war weiter gekommen als die anderen. Langsam verblutet, fern der Wege. Keiner der Söldner hatte ihn gefunden – das war leicht zu erkennen. Seine Ausrüstung war noch bei ihm. Er nahm nichts an sich. Das waren die Dinge eines Toten. Auch wenn viele sagten, er habe keinen Nutzen mehr für sie, so war dieses Denken für ihn nichts als das Gebaren von Geiern, die nicht einmal warten konnten, bis ein Leib erkaltet war. Doch selbst sie wären in dieser Nacht ferngeblieben – es war zu kalt, selbst für Aas.

Gerade als er die Schaufel ansetzen wollte, bemerkte er den Brief. Halb gefaltet, in der ausgestreckten Hand. Eine offene Bitte eines Toten.

Eine Kälte kroch aus ihrem Versteck.
Nicht die Kälte des pfeifenden, schneidenden Windes – etwas anderes.

„…Ich werde dafür sorgen, dass er zu jenen gelangt, die ihn empfangen sollen.“

Er sprach leise, doch bestimmt.

Die Kälte verschwand, wie sie gekommen war. Doch etwas blieb zurück. Eine wartende Aufgabe, die in ihm aufflackerte wie eine Kerze neben der einen, die dort ohnehin schon brannte. Der Brief wanderte in seinen Rucksack.

Erst als die Erde den Körper empfangen hatte, sprach er das Gebet.
Erst dann erhob sich die Gestalt, klopfte sich die gefrorene Erde von den Händen und machte sich auf den Weg.

Ein alter Freund wartete.

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#4

RE: nach dem RnA 2 (ein Intime- Versuch)

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 04.01.2026 00:17
von Britta • 12.228 Beiträge

Die Taldopriesterin wachte steif auf. Kopf auf Tischplatte. Super. uh... aufstehen? Der Morgen graute. Mist. Katzenwäsche. Umziehen. Scheiß Robe, wer hatte das eigentlich erfunden? und schlurfte Richtung Frühstück. Zumindest Kaffee. Gesegnet sei ..Arabicum? sie musste Gunnar fragen. Sie wollte dem kleinen Incarnoi des Kaffees unbedingt eine Heimat auf der insel schaffen. Das Zeug war großartig. Was man dem wohl opfern musste, damit er sich hier ansiedelte?

Informationen sammeln. Zusammen tragen. ORDNUNG schaffen. Sie würde sich jeden schnappen, den sie sah, erstmal rausfinden, WAS passiert war und dann nachdenken. Dann reagieren. Es wurde zeit, ihrer verdammten Robe gerecht zu werden. 4 Hüter. Ein Priester. Sie hatte den armen Liam mitten in seinem Gehörnwechsel viel zu viel alleine gelassen. Immer eine schlechte Zeit für Tehiwei.

Wo sollte sie anfangen? ihr Mund fühlte sich trotz Zähneputzen nach Sumpfwasser an. uh.. Blatnik. das war ... gut ausgegangen? gieriger kleiner Sumpf-Incarnoi! jetzt wahrscheinlich schon wieder reicher. Wie viele verdammte gereinigte Artefakte hatten sie jetzt eigentlich? oder die Söldner? warum hatten die zwei Tage nicht angegriffen? und welche Sigille hatten sie bekommen? welche hatten sie jetzt eigentlich?

Fragen über Fragen. sie taperte in den Frühstücksraum, innerlich den nächsten Angriffsruf erwartend. ach.. keine Waffen für sie. NIE WIEDER . wichtig. egal wie gerne sie einen Streitkolben hätte. sie hatte schon das Messer wieder abgegeben, das ihr irgendwie in die Hand gefallen war, als die Untoten ankamen. KEINE Waffen für sie! mpf...

Frühtstücksraum. kaffee. Wissen. Sie sah sich um.

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#5

RE: nach dem RnA 2 (ein Intime- Versuch)

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 04.01.2026 01:00
von Saika • 168 Beiträge

Früh war die Jägerin aufgestanden. Gerade im Vergleich zu den vergangenen Tagen. Immer weiter klang die Krankheit ab, welche sie auf dem Meer befallen hatte. Bei den Göttern - und einen im speziellen - wie sie Schiffsreisen hasste. Wie gerne sie doch eine andere Möglichkeit hätte, um die Strecke zwischen Grahm-Ush und Dochas Nua zu überbrücken. Es musste doch einen Weg für sie geben...

Doch alles Grübeln brachte sie nicht weiter. Mit einer Tasse heißen Tee beobachtete sie die Abreise der Gäste. Einige der Schicksalsschmiede würde sie vermissen, andere nicht und bei wieder anderen war sie froh, dass sie gingen. Bei den Häusern war es ähnlich. Gerade mit Koshak würde sie sich in Zukunft mehr beschäftigen müssen. Dass Candra doch mehr Verehrung genoss, als sie befürchtet hatte, hatte auch sie freudig gestimmt.

So vieles war in so wenigen Tagen geschehen und sicherlich so viel mehr, als sie selbst mitbekommen hatte. Der Incarnoi, welche frei kam und... umgewandelt zurück gegeben wurde? Sie hatte es selbst nicht ganz verstanden. Nur dass es gut gegangen war. Für den Moment. Sobald die Natur wieder erwachte, wollte sie die Bewohner fragen, ob auch die lernen könnte, durch die Opnavi zu reisen. Reisen durch Bäume... Noch immer war Candrisha sehr fasziniert.
Doch hatte es auch beunruhigende Wendungen gegeben. Die Abgesandten von Rhyat. Zuerst war sie neugierig gewesen. Noch nie hatte sie Untote ihrer Welt gesehen. Nur die Geschichten über sie gehört. Und auch wenn diese ersten Vertreter nicht direkt unfreundlich waren, aber ein ungutes bis schleimiges Gefühl hinterlassen hatten, so hatte gerade die Meinung von Balian auch die ihre geprägt. Endlose Kriege, schwere Verluste und ein solch tief sitzender Hass, dass sie sich diesem nicht anschließen durfte, wenn sie nicht das Gastrecht brechen wollten. Und den Respekt, den Mortem ohne Zweifel unter ihnen hatte. Etwas, dass diese Insel dringend brauchte und eine der Gründe, ihm ihre Unterstützung und Stimme zu geben. Selbst wenn sie oft genug nicht seiner Meinung gewesen war oder sein wird.

Viel dringender war jedoch ein anderes Problem. Nur wenige Tage waren es bis zum Vollmond. Eigentlich eine besonders entspannte Zeit für sie. Nun wohl eher nicht mehr. Keldrahir, der Druide in dem ein Wolf schlummerte, und dem sie sich ohne langes zögern angenommen hatte. Sein Fluch oder Krankheit oder beides zeigte sich bei Pathors weit offenen Auge. Und sie hatte versprochen, dann gemeinsam zu jagen. Was wohl bei einem Biss mit ihr geschehen würde? Sicherlich war dieser Fluch oder Krankheit nichts im Gegensatz zu Candras Macht, doch würde sie es nicht herausfordern. Nicht ohne wirklich triftigen Grund. Sie würden gemeinsam in die Wälder ziehen. Sie wollte Karr und Morr suchen und auch dieses Mal um Hilfe bitten. Außerdem freute sie sich, die Wolfsware wieder zu sehen.

Und danach... Danach würde sie sehen, wo sie helfen konnte, Leben pflegen statt zu zerstören. Oder zu gehen, wohin ihre Göttin sie schickte.


Tul Gôrefest, tul Moskutar, gujan asga nadûr, ongrig graug!
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#6

RE: nach dem RnA 2 (ein Intime- Versuch)

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 04.01.2026 08:48
von Esmeralda • 1.260 Beiträge

Esmeralda streckt sich erst einmal ausgiebig als sie aus dem Bett stieg. Sie hatte gut geschlafen, nachdem sie sich am Abend ausgiebig gewaschen hat. Sie hatte das Bedürfnis nachdem sie aus dem Sumpf kam und dann war noch so viel mehr passiert als sie erwartet hatte.

Doch erst einmal frühstücken, die Gedanken sortieren und wenn genug Licht da ist, die Krallenschrift von einer Steele noch einmal ganz sauber abschreiben. Ihr waren beim Vergleich im Gedenkraum einige kleine Fehler in der Abschrift aufgefallen und die Übersetzung würde schon so nicht leicht werden.

Mit ihren Gedanken in Vergangenem und Zukünfitgem zugleich betritt sie die Taverne und stellt sich Frühstück zusammen. Was für ein Luxus! Erst danach schaut sie sich um. Die meisten sind schon abgereist, was bedeutet es gibt nun viele freie Plätze. Sie nickt den Anwesenden, die aufnahmehähig scheinen freundlich zu und sucht sich einen Platz.

Beim Tee angekommen, nimmt sie ihr Notizbuch heraus und blättert darin. Sie hatten viel neues erfahren, es gibt viel zu beachten auf Dochas Nua. Dinge die anders sind, als in allen anderen Orten die sie bisher bereist hat und die bewahrenswert sind. Zumindest aus Esmes Sicht. Vielleicht ist es an der Zeit gezielter vorzugehen. Statt neu Eingetroffene einzeln anzusprechen, ihnen eine sichtbare Anlaufstelle zu geben, um Missverständnissen vorzubeugen. Doch was braucht man dafür? Grübelnd trinkt sie ihren langsam kalt werdenden Tee.

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#7

RE: nach dem RnA 2 (ein Intime- Versuch)

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 04.01.2026 08:56
von Britta • 12.228 Beiträge

Die Prieterin schnappte sich einen Kaffee, nickte jedem und allem zu. Schnappte sich Papier - kostbar! - und einen Bleistift. Sie hatte einen Plan. Sie würde sich an einen Tisch setzen und dort wild entschlossen warten und JEDEN anlächeln, der an ihren Tisch kommen würde, um mit ihr zu reden. Sie hoffte auf Gunnar. Der Brief hatte ihr Herz berührt. Sie würde auch jeden anderen nehmen. Und mit den gleichen Worten begrüßen. "Guten Morgen, schön dass ihr das seid. Was bei allen 7 Göttern ist eigentlich die letzten Tage passiert?"
Dann sah sie, dass jemand anderer den gleichen Plan hatte. GUT. mh... wobei die Frage war, ob Leute offen vor anderen redeten. Ach... das musste man den Fremden auch noch bei bringen. Wo es einen Tehiweil gab, gab es keine Geheimnisse. Also setzte sie sich zu ... Esmeralda Leomangard? Novizin? der Alogrimonde? Hüterin? der Gilde der Wege?
zu viele Fragezeichen. Es hatte in den 5 Tagen nicht geklappt, sich mit jedem bekannt zu machen. SCHLECHT

"Guten Morgen! Ich hoffe Ihr habt wohl geruht." sie nickte Esme zu.
"Tut mir leid, die letzten Tage waren heftig. Was haltet Ihr davon, wenn wir einfach mal das tun, was kluge Leute tun: wir sammeln die Informationen über das, was passiert ist, halten sie fest, schreiben hinzu, wer diese Informationen fest hält und wie sicher sie sind und dann schütteln wir jeden nach seinem Wissen? Ich habe zwar keine Ahnung, wie ich die Sicherheit mündlicher Tradition in Schrift übertragen soll, aber ihr Schicksalsschmiede macht das ja andauernd. Ich bin gern bereit zu lernen."

sie nahm einen Schluck kaffee. Gesegnet sei... irgendwas mit Arabicum.

Sie sah sich um. Egal wer im Raum war. Er würde eingeladen werden zur Wissenssammlung und dem sich - kennen- lernen.

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#8

RE: nach dem RnA 2 (ein Intime- Versuch)

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 04.01.2026 11:00
von Esmeralda • 1.260 Beiträge

Esmeralda schreckt auf. Sie war zu sehr in ihre eigenen Gedanken vertieft gewesen. Sie lächelt Merhabi ebenfalls zu. Bisher hatten die beiden sich nicht viel unterhalten. Meist stand Esmeralda dabei, während die Priesterin mit anderen sprach. Dennoch hatten einige ihrer Worte sie bewegt, sie zum nachdenken gebracht.
„Ich habe wohl geruht. Ich hoffe ihr auch?“, begrüßt sie die Priesterin.

„Ihr habt recht, wir sollten uns austauschen. Vielleicht hilft es auch, noch einmal laut über alles nachzudenken.“ Sie nimmt einen tiefen Schluck Tee, schließt kurz die Augen und beginnt „Nach meinem Verständnis, hat die goldene Königin, Magierin und Herrscherin einer mir noch unbekannten Insel ihre Untertanen, die sie über Schwüre an sich bindet, hierher gesandt um die korrumpierten Artefakte von,“ sie blättert kurz durch ihr Buch „Grantelgrimm Bluthammer aufzuspüren und zu ihr zu bringen. Angeblich um sie zu reinigen. Dabei haben sie jedoch einige Steelen zerstört, deren Magie durch den Bruch der Barriere der die Insel isoliert hatte sowieso schon geschwächt war. Sie fanden außerdem ein korrumpiertes Artefakt. Nennen wir es mal den Streitkolben der Wut. Mindestens eine Gliederung von ihnen wurde mit der tollen Wut infiziert und von dem Inkarnoi der Wut, dessen Gefängnis immer löchriger wurde, beeinflusst. Das wiederherstellen der Steelen hat den Einfluss des Inkarnoi aufgehoben, aber die Gefahr die von ihm ausging nicht gebannt. Durch das Ritual wurde, durch den Glauben“, man hört hier ein angedeutetes Fragezeichen im Satz, „und großen Einsatz einiger nur die gerechte Wut der Stämme auf den 14. Stamm aus dem Gefängnis gelassen und durch unser gemeinsames Bemühen wurde der Inkarnoi wieder zu der Wut, wie sie ein jeder in sich trägt und so freigelassen. Wut, die Grenzen setzt und diese verteidigt ohne alles zerstören zu wollen.“

Sie schaut die Priesterin an, prüfend ob ihr Redeschwall zu viel war.

„Es ist mehr passiert, aber vielleicht eines nach dem anderen. Habt ihr etwas anders aufgefasst, habe ich etwas vergessen?“

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#9

RE: nach dem RnA 2 (ein Intime- Versuch)

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 04.01.2026 11:27
von Britta • 12.228 Beiträge

Merhabi runzelte die Stirn. Ihr Name war raus. Uff. Dann wahrscheinlich auch anderes. Nun gut. Aber... das ging VIEL zu schnell

"langsam." sie hob die Hand. "ihr seid viel zu schnell. Viel zu viele Dinge.
Wir beginnen mit den Angreifern. Es waren Menschen. Sie bluteten und starben wie Menschen, sie zeigten keine besonderen Fähigkeiten, außer, dass sie gute Krieger mit viel Metall am Körper waren. Sie hatten einen Kommandeur. Dies habe ich gesehen und kann es bezeugen.
Sie nannten sich das "Banner der Farben". Dies habe ich gehört und kann es bezeugen.
Sie dienen jemanden, den sie "die goldene Königin" nennen. Wer oder was das ist, kann ich nicht bezeugen, ich hörte sie dies nur selbst sagen.
Einige von ihnen berührte die tolle Wut und sie wurden anders. Feinde ihrer eigenen Sippe, kämpfend gegen ihr ursprüngliches Banner. Dies berichteten die Krieger bei der Morgenwache. Ich sah es nicht selbst, doch ich halte es für wahr.
Einer von ihnen wurde untersucht, sein Herz war in Ketten gehalten, die ihn banden. Schwüre, die mit Magie und Gold verstärkt wurden. Ich weiß nicht mehr darüber. Das ist Hörensagen. Ich kann es nicht bezeugen."

sie sah Esme an. Schon jetzt hätte man eigentlich eine Pause machen müssen. Ein Thema nach dem anderen.

"Sie wollten die verdorbenen Artefakte von Grantelgrimm Bluthammer. Dieser war ein Feind, der vor der großen Zersplitterung gegen unsere Vorfahren kämpfte. Sie scheinen eine Liste gehabt zu haben. Ich habe diese Liste nicht gesehen, ich weiß nicht, was darauf stand. Aber sie wussten von dem Streitkolben der Wut, dem Stab der Herrschaft und dem Rauchschwenker der Krankheit. Diese forderten sie. Das habe ich gehört und kann es selbst bezeugen."
sie überlegte kurz.
"Mir wurde GESAGT, sie hätten erhalten den STab der Herrschaft, doch dieser war schon geläutert.
Mir wurde gesagt, sie erhielten den Streitkolben der Wut, den die Schicksalsschmiede geläutert hätten.
Mir wurde gesagt, sie erhielten das Räuchergefäß der Krankheit, ebenfalls geläutert.
Damit hätten sie alles erhalten, was sie wollten.
Sie waren bereit zu kämpfen, aber nicht bis zum Tod. der zukünftige Aldermann Tha hat ein Jentelmänsägriment mit ihnen ausgehandelt, dass man sich nicht tötet. Ihre Heiler halfen uns und umgekehrt. So wurde es von den Kriegern berichtet und ich halte es für wahr.

Die, die mir das sagten waren Liam, der Hüter der Stätte und ..mh.. den zweiten kann ich nicht als Zeugen angeben, es war ein Fremder, dessen Name ich nicht kenne.
Dass der STab der Herrschaft geläutert war, kann ich selbst bezeugen."

Sie wartete ab. Sah sich um. Vielleicht gab es andere, die Dinge beitragen wollten.

"ich schlage vor: erst die Angreifer, dann die Artefakte."


zuletzt bearbeitet 04.01.2026 11:31 | nach oben springen

#10

RE: nach dem RnA 2 (ein Intime- Versuch)

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 04.01.2026 11:30
von Britta • 12.228 Beiträge

"ach, ich bin Merhabi, einst vom Todlandstamm, nun vom Nomadenstamm, das, was ihr Hohe Priesterin nennt, mein Gott ist Taldo, ich diene an der Pforte. Damit verbürge ich mich für die Wahrheit meiner Worte und die Achtsamkeit, mit der ich Dinge für wahr bezeichne."

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#11

RE: nach dem RnA 2 (ein Intime- Versuch)

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 04.01.2026 14:13
von Torukgar /Tok
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Es waren verdammt lange Tage gewesen.
Mehr Emotionen, mehr Eindrücke, mehr Entscheidungen, als er sonst in ganzen Monaten bekam. Genau deshalb wusste er auch wieder, weshalb er das Moor und den Wachdienst dort so schätzte: Dort hatte man Zeit. Zeit, die eigenen Gedanken zu ordnen. Zeit, Pläne zu schmieden. Zeit, vorsichtig und durchdacht zu handeln, statt ständig nur zu reagieren.

Wie viel Zeit er gebraucht hätte, um auch nur einen brauchbaren Ansatz für all das zu entwickeln, was hier geschehen war, wusste wohl nur Daka selbst.

Die Fremden waren angekommen.
Wie geplant. Gut.

Es waren mehr als hundert, so wie angekündigt.
Auch gut.

Dass die Schiffe gleichzeitig einliefen?
Nicht gut. Aber handhabbar.

Dass Söldner von anderen Inseln aufgetaucht waren und Ärger machten?
Nicht gut. Aber bekannt. Man wusste zumindest, dass jemand da war.

Dass eben jene Söldner den Herrn der Tollen Wut freigelassen hatten?
… ungut.

Dass dieselben Söldner Interesse an Artefakten zeigten, sich aber zumindest auf Gespräche einließen?
Nicht gut. Aber handhabbar – mit Hilfe der Fremden.
Was sich eher so halb gut anfühlte. Aber es bestätigte zumindest, was andere schon gesagt hatten: Die Fremden waren bereit zu helfen. Also… gut? Wahrscheinlich.

Dass die Söldner sich Stein und Bein auf ihre Abmachungen festlegten und diese auch hielten?
Sehr gut.
Also keine geistlosen Bestien. Verblendet von Gier, ja – aber berechenbar.

Und dann das ganze Hin und Her mit dem Versiegeln und Entsiegeln von Orten wegen der Tollwut.
Nachfragen.
Unbedingt.

Die Liste ging weiter.
Auch wenn sie nie aufgeschrieben wurde, war sie längst da. Ein stetiger Kopfschmerz, der sich hinter die Augen gelegt hatte. Er würde sehen, was er tun konnte, um mehr Informationen zusammenzutragen – und vor allem, um zu verhindern, dass irgendwer vorschnell etwas tat, das man später bereuen musste.

Ein leises Grollen aus seinem Magen erinnerte ihn daran, dass er den Worten eines Fremden hatte folgen wollen.
Es waren weise Worte gewesen. Gesprochen von einem starken Krieger, der Elch folgte.
Ihnen keine Achtung zu schenken wäre nicht nur respektlos, sondern schlicht dumm gewesen.

Also raffte er sich auf und ging hinunter, um etwas zu essen.

Schritte, viel zu leise für ein Wesen seiner Größe, führten ihn zu der Priesterin des Taldo und zu Esmeralda. Er hielt sich unauffällig hinter ihnen, in höflicher Distanz, und hörte zu. Auch hier blieben Fragen offen. Viele sogar.

Aber da war auch sie.
Nicht mehr nur die Fremde. Diejenige, die geblieben war. Die ihm die Karte gezeigt hatte. Die erklärt hatte, woher die Untoten kamen.
Er würde sie nicht stören. Erst wenn man ihn rief, würde er sprechen.

Torukgar bestand darauf zu warten, bis jemand auf ihn zukam. Er wusste, wie er wirkte. Seine Größe. Die Zähne, die sich leicht über die Lippen schoben. Das reichte schon, um Fremde nervös zu machen. Bei seinen Leute machte er sich keine Sorgen aber er hatte gemerkt das die Fremden gerade die jenigen die weniger den Kampf suchten vorsichtiger wurden wenn er sie erschreckte... nicht das es Absicht war

Tork war ein guter Aldermann.
Er wusste, wann Vorsicht angebracht war.

Mehr Rat, als er in diesen Tagen von ihm gehört hatte, brauchte Torukgar oder wie er es bevorzugte gerufen zu werden Tok nicht.

Als sich die Gespräche über all das erstreckten, was in den letzten Tagen geschehen war, brummte er leise vor sich hin. Zustimmung. Mehr nicht.
Langsam. Von vorne.
Alles andere würde nur noch mehr Missverständnisse schaffen.

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#12

RE: nach dem RnA 2 (ein Intime- Versuch)

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 04.01.2026 15:13
von Britta • 12.228 Beiträge

Die Taldopriesterin nickte ihm zu. Eine Geste zeigte, dass er willkommen war. Nahrung und Kaffee wurden geteilt.
mh... vielleicht konnte sie an Torukgar zeigen, warum sie mündliche Überlieferung mehr mochte als Schrift

"Ich würde gerne erst alles zum Thema FREMDE ANGREIFER sammeln. Was weißt du darüber, Torukgar, linke Hand des Aldermanns des Sumpfstammes, heute, zu Beginn des 1014 Jahres nach der großen Zersplitterung? Und danach: was weißt du über die Artefakte?"

Sie sah sich um. lud ein. würde jedem zuhören.


zuletzt bearbeitet 04.01.2026 15:14 | nach oben springen

#13

RE: nach dem RnA 2 (ein Intime- Versuch)

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 04.01.2026 18:47
von Wieland • 1.194 Beiträge

Wieland betrat die Taverne um erstmal ausgiebig zu frühstücken. Ohne Frühstück und Kaffee war er eh zu nichts zu gebrauchen. Danach würde er mal schauen, was sich an Gesprächen ergibt, er war kaum aus seinem Labor herrausgekommen.

Große Eile abzureisen hatte er nicht, wichtige Termine ausserhalb Eridmeas lagen erst im Sommer wieder an. Und der königliche Gesandte hatte noch um eine Expertise zu den Metallbäumen gebeten. Und der Sumpfstamm schien durchaus bewandert in der Alchemie zu sein. Doch die Alchemie die es für den täglichen Bedarf braucht, und die wenn es gilt eine Insel zu verteidigen, waren nicht deckungsgleich.


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#14

RE: nach dem RnA 2 (ein Intime- Versuch)

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 04.01.2026 21:14
von Esmeralda • 1.260 Beiträge

Ach ja, sie war zu schnell. Das passiert ihr öfter. Sie hört zu und nickt bei der Beschreibung der Söldner, beeindruckt davon wie klar die Priesterin zwischen dem trennt was sie selbst bezeugen kann und dem, was hörensagen ist.
Den Luxus hat sie häufig nicht. Bei vielen Dingen muss Esme sich auf Leute verlassen auf deren Einschätzung sie vertraut, dennoch ist es wertvoll so klar zu trennen.
"Diejenigen, die die Gefangene untersuchten sagten mir, dass es sich um hermetische Magie handelte. Gestärkt mit Gold." bei dem Wort Gold nimmt ihre Stimme einen seltsamen Ton an. "Mehr habe ich zu ihnen auch nicht."

Bei der Erwähnung, dass sie alle drei Artefakte hätten, zieht Esme die Augenbrauen zusammen. "Die Liste habe ich auch nicht gesehen. Liam sagte mir, dass er den Stab gegen die Freilassung der Geiseln getauscht hat.
Ich war dabei, dass wir an den Streitkolben gelangten und sah, dass das korrumpierte Artefakt auf jede Person wirkte, die es berührte. Ich kenne die Magier, die ihn reinigten und sag mit eigenen Augen wie er von Personen berührt wurde ohne sie sichtbar zu beeinflussen." sie nimmt noch eine Schluck Tee
"Das Gefäß der Krankheiten habe ich selbst aus dem Sumpf hierher getragen und beobachtet wie die Magier es reinigten. Ich nahm es an mich und habe es, zusammen mit der Trägerin des Streitkolbens nach der Schlacht an der Pforte, aber vor dem Ritual des Inkarnoi zum Tempel gebracht und auf die passenden Altäre von Daka und Cho gelegt. Auf das sie dort sind, wenn sie gebraucht werden. Wenn sie verschwunden sind, können sie nur danach entwendet worden sein."
Sie atmet tief durch. Waren sie zu unvorsichtig gewesen? Gab es noch Verräter in der Stätte? Sie muss in Zukunft vorsichtiger sein, Spione von Feinden sind mehr als wahrscheinlich. Sie runzelt die Stirn, das nagt sichtlich an ihr.

Sie sieht Torukgar und nickt im zu. Sie hatten sich viel unterhalten in den letzten Tagen. Er hatte ihr viele Eigenheiten des Sumpfstamms erklärt und verständlich gemacht. Merhabi fragt ihn nach den Söldnern und Artefakten und Esme richtet ihre Aufmerksamkeit interessiert auf seine Antwort.

Als Wieland die Taverne betritt winkt sie ihn auch heran. Er hat einiges untersucht, was vielleicht Fragen beantworten kann.


zuletzt bearbeitet 04.01.2026 21:14 | nach oben springen

#15

RE: nach dem RnA 2 (ein Intime- Versuch)

in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 04.01.2026 22:02
von Britta • 12.228 Beiträge

"ich habe es gehört, ich kann es nicht bezeugen, dass das Gefäß der Krankheit übergeben wurde. Aber DAS kann ich auf wahrhaftigkeit prüfen, indem ich gleich oben auf dem Altar nachsehen gehe. Wenn er noch hier ist, werden die Söldner vielleicht noch einmal kommen, um es zu holen. Wir sollten es also wissen. Das Liam den Stab übergeben hat halte ich für wahr, da Liam es erzählte. Dass der Streitkolben übergeben wurde glaube ich, da viele es sagten... allerdings habe ich keinen getroffen, der es mit eigenen Augen sah und bezeugen konnte."
sie zuckte die Schultern. Manchmal musste man mit Hörensagen arbeiten, aber es musste einem klar sein, dass es Hörensagen war.
sie machte sich innerlich eine Notiz, was sie gleich zu überprüfen hatte.

"hermetische Magie... gestärkt mit Gold... so wie wenn jemand von den STämmen einen Eid mit Blut oder Schwur vor den Göttern bekräftigt, um ihm besonderes Gewicht zu verleihen... mh... wissen wir noch etwas über sie? und wer war der Untersuchende? Und... warum mögt ihr kein Gold?"

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