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nach dem RnA 2 - Thread 1 - in der Taverne
RE: nach dem RnA 2 - Thread 1 - in der Taverne
in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 21.01.2026 21:24von Wieland • 1.207 Beiträge
Wieland fing ihren Blick auf, und antwortete was ihm spontan dazu einfiel: "Zum Chor der Plagen: Moluk'than, Gott der Perversion, war vor dem Axtfall ein Teil des Pantheons das heute auch noch in den Kernlanden verehrt wird. Nach dem Axtfall machte er sich zum Anführer des Chors der Plagen, einem neuen Pantheon das sich alle möglichen Abscheulichkeiten als Grundlage der Verehrung gesucht hatte.
Als ersten haben die Schmiede den Totengott, ich glaube er hieß Toroboros, getötet. Er versprach dass man sich Annehmlichkeiten für die Seele im Jenseits gegen Gold kaufen könnte. Je mehr Gold, desto besser würde es der Seele nach dem Tod gehen.
Tilgar, der Hai, der Meeresgott, er verlangte Blut für sichere Überfahrt. Oder gleich Menschenopfer. Keine Ahnung was aus ihm geworden ist. Aber innerhalb der Ringe des Königreiches hat er nichts mehr zu sagen, dort herrscht wieder Anuket über das Meer.
Dargos Samini, der Giftdrache, Gott der Alchemie und Magie. Er war gefangen im Kampf mit einem Daevar, einem Diener des Fünften. Er war noch nicht vollständig dem Fünften anheimgefallen, wir haben ihn aus den Klauen des Fünften befreit. Im Chor der Plagen wird er danach auch nicht mehr aktiv gewesen sein. Er sollte noch existieren, und als kleiner Gott der Alchemie Anhänger finden. Die Domäne der Magie wird Azroth zurückgefordert haben.
Moluk'than wurde von uns Schmieden erschlagen. Das sollte das Ende des Chors gewesen sein. Und im Jahr darauf konnten wir den Fünften beseitigen."
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in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 22.01.2026 06:58von Esmeralda • 1.276 Beiträge
Esme schaut die Priesterin überrascht an.
Sie hatte nicht gedacht, dass die Sache mit dem Chor schon herum gegangen war und hielt es für Unklug Panik zu schüren bevor sie genaueres wussten.
Als Wieland spricht schaut sie ihn dankbar an. An manches erinnert sie sich nicht gut. Richtig, der Daevar und der Giftdrache!
Sie nimmt ihre Umhängetasche auf und holt daraus ein anderes Buch hervor, blättert darin bis zu einer Seite auf der 'Chor der Plagen' steht. Auf der nächsten Seite steht groß 'Dargos', sie schaut Wieland an "Meine Aufzeichnungen sind veraltet. Dargos Samini ist der vollständige Name, nicht wahr? Natürlich, er kämpfte mit dem Daevar! Ich glaube ehrlich gesagt, dass der Chor und der Fünfte eher eine Feind meines Feindes Situation ist. Als Götter, die an diese Welt gebunden sind können sie nicht von ihrer Vernichtung profitieren." ihr Blick schweift zu der Priesterin "aber das ist Spekulation. Also den Giftdrachen haben wir."
auf der nächsten Seite steht 'Illamas'. "Das fünfte Ass, Gott der Betrüger und Verräter. Von ihm hörte ich immer nur Gerüchte. Er soll gute Spione haben und könnte überall sein." Esme sieht aus, als wolle sie irgendwo hin spucken und blättert eine Seite weiter. Dort steht groß 'Lazolair'. "Der Narrengott. Wollten einige Leute den nicht," sie zögert kurz, "heilen?" Ein fragender Blick geht zu Wieland, zu Dudi und in den Rest der Runde. "Meines Wissens nach ist er keine Gefahr mehr."
Auf der nächsten Seite steht 'Moluk Kthan' daneben ist eine Waage gemalt. "vernichtet." Nächste Seite 'Rasnakga' "Ehrlich gesagt, habe ich von ihr nie mehr gehört, außer dass sie existiert. Eine Rache-Gottheit, die als alte, einsame Frau dargestellt wird." Sie schaut wieder in die Runde, vielleicht weiß sonst jemand etwas. Dann blättert sie weiter. Dort steht 'Tilgar' "Der Hai. Eine blutgierige Meeresgottheit. Da wir nicht mehr innerhalb des Königreichs sind, könnte er hier Macht haben, denn vernichtet wurde er nicht."
Auf der nächsten Seite steht 'Torobos' und neben dem Namen eine Waage. Sie nickt. "Der Goldschädel, ebenfalls vernichtet."
Sie blättert weiter. 'Xatur-Ha' steht da. "Der blutige Befruchter. Blut für Wohlstand. Ich bin seinen Anhängern noch nicht begegnet, auch er könnte überall sein."
Und schließlich auf der letzten Seite steht 'Zholkyn' "Der Kettenhund. Die für die nur das Recht des stärkeren gilt. Auch seinen Anhängern bin ich noch nicht begegnet, aber der Streitkolben der Wut hätte ihnen bestimmt gefallen. Auch dieser könnte überall sein."
Sie klappt das Buch zu. "Wie gesagt, veraltet, aber das sind alle Götter, die nach meinem Wissen zum Chor der Plagen gehören."
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in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 22.01.2026 17:10von Britta • 12.266 Beiträge
Die Taldopriesterin nickte dankend und sah neugierig auf die Waage.
"gut, das sind doch Informationen mit denen man arbeiten kann. Torukgar, wir brauchen eine Zusammenfassung für das Informationsbrett. Wir sammeln noch drei Tage, bis wir jeden gefragt haben, danach schicken wir Läufer zu den Stämmen. Mit allen Informationen über die Söldner, die Artefakte, das hier geschehene und den Chor der Plagen. Sie müssen vorbereitet sein." kurz strich sie über ihre linke Hand-Außenseite.
"ich weise an.. mh.. nein, noch nicht." sie sah in die Runde.
"zwei Fragen. Erstens: es gibt eine Möglichkeit, die Kohle, die zum Tättowieren benutzt wird, mit Magie zu versehen. Es gibt Möglichkeiten, diese auszulesen. Aber das ist ganz leicht giftig. Deshalb sind wir davon abgekommen. Kennt ihr eine Möglichkeit, die ungiftig ist? Dann werden wir innerhalb von...5 Jahren ... jeden Einzelnen auf der Insel mit Namen, Dorf und Stamm erfassen und sein Tattoo nacharbeiten. KEIN FREMDER schleicht sich dann noch in UNSERE Reihen." Eine seltsame Härte lag in ihren Augen. "unsere Gemeinschaft ist gegen viele Dinge, die ihr für uns gefährdend haltet, viel verteidigungsfähiger als ihr denkt. Aber... Lüge. Verrat. Hintergangen werden. Ausgenutzt werden. Dagegen sind wir absolut wehrlos. So DENKEN Wir nicht. Und wir, die Priester, haben Jahrhunderte damit verbracht, jede Generation wieder auf das Ideal hin zu formen. Hilf JEDEM. Gib, wenn du gebeten wirst. Nimm nur soviel, wie du wirklich brauchst. VERTRAUE dem Anderen, der ist deine FAMILIE!" man sah wie sich die feinen Härchen an Unterarmen aufgestellt hatten.
Nichts konnte ihre Kultur so schnell vernichten als Diener des Illmanas.
"Jeder vom Stamm des zukünftigen Aldermannes Tha wird ebenfalls eines erhalten. Und..." sie runzelte die Stirn "wir müssen die Prüfungsbänder vom Seelenartefakt mit Nummern versehen. jedem eine Nummer zuordnen. auf dem nächsten großen Treffen der Fremden stichproben machen, ob jedes Band dem gehört, der es tragen sollte." sie seufzte.
sie sah in die Runde. Atmete durch. Sah zu Esmeralda. "und warum die Waage neben den Toten?"
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in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 22.01.2026 18:54von Wieland • 1.207 Beiträge
"Die Waage ist das Symbol der beiden Totengöttinnen, Eschgal und Tammuz des Pantheons. Nach dem Tod wird die Seele gewogen, und je nachdem zu welcher Seite sie ausschlägt wird der Weg ins Jenseits ein sanfter, oder die Seele wird zerfetzt bevor sie wieder in den Kreislauf der Seelen eingeht.
Und Esmeralda hat recht, nicht alle wurden vernichtet. Und auch nicht alle ihrer Anhänger wurden getötet oder von ihrem Irrglauben abgebracht. Gerade auf Inseln die soweit draußen liegen wie Dochas Nua könnten Kulte weiter bestehen. Und wer sein Leben lang diesen Göttern gefolgt ist, wird nicht innerhalb von wenigen Jahren zum netten Menschen, nur weil seine Götter ihm nicht mehr antworten.
Eine Tinte zum Tättowieren die etwas Magie halten kann? Und dabei nicht giftig ist? Sollte machbar sein, Farbwünsche?"
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in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 22.01.2026 21:31von Britta • 12.266 Beiträge
sie lächelte beim letzten Satz
"normalerweise nehmen wir einfaches Schwarz." sie fuhr über den Handrücken. "ich gestehe.. ich habe noch nie über FARBIGE Tinte oder Kohlenstaub nachgedacht. Aber ihr könntet eine ganz neue.. Begeisterung? auf der Insel auflösen. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass die verschiedenen Sippen es mögen würden, die Arbeiten unterschiedlich zu gestalten." Sie zeigte beide Handrücken, der rechte war leicht vernarbt und zeigte kein Symbol mehr, der linke zeigte das Symbol des Nomadenstammes.
"der Geburtsstamm kommt auf die rechte Seite. Sollte man in einen fremden Stamm in Frieden aufgenommen werden oder einheiraten kommt der auf die linke Seite. Wobei die Möglichkeit bleibt, seinen eigenen Stamm zu behalten und trotzdem einen Mann eines anderen Stammes zu ehelichen. Aber normalerweise zieht einer zum anderen, also er zu ihr oder sie zu ihm oder sie zu ihr oder er zu ihm." sie runzelte leicht die Stirn.
"mh... ich habe bei euch keine Paare gesehen, die nicht ein Mann und eine Frau waren." sie legte den Kopf schräg. "aber wir kennen das durchaus. Die Stämme haben unterschiedliches Sitten, auch wie viele in einer Ehe zusammen leben." sie zuckte die Schultern. "Alles eine Frage des Gleichgewichtes. mh... farbige Tattoos... man könnte den Berg und das Rad in anderen Farben machen... ach. Eitelkeit." aber man merkte, der Gedanke gefiel ihr durchaus.
"uff... habt ihr eigentlich einen Hautstecher?" sie besah sich die Mitglieder des zukünftigen Stammes. "Euer Aldermann ist zwar noch nicht bestätigt, aber es würde nicht als Anmaßung gesehen, wenn ihr euch zeichnet. Eher als eine Art bestätigung, ein zu - Eurem - Stamm - stehen. Wobei" sie schmunzelte. "bei manchen Sippen gibt es auch Gesichtskennungen. Sie sind nur nicht ganz so häufig. Die Handzeichnung hat jeder. Aber ich könnte mich mal wieder schick machen... mh... sagt mal. Also ich weiß, es ist jetzt ablenkend, aber was wisst ihr eigentlich über Pater Jonathan?"
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in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 23.01.2026 00:06von Pater_Jonathan • 3.044 Beiträge
Jonathan hatte, geduscht sich rasiert, seine Morgenandacht gehalten und fühlte sich wieder wie ein Mensch. Er hatte sich wirklich hinreißen lassen, einen Becher Met zu trinken. Aber es war ja auch schließlich eine verrückte Nacht gewesen. Er hatte sich verliebt....ein Gefühl, daß er seit zweieinhalb Dekaden nicht mehr gespürt hatte. Diese kleine Taldopriesterin, die eine Präsenz eines Gewittersturms aufbieten konnte, um Ausgleich redlich bemüht und hatt doch genauso wie er selbst mit Ihrer eigenen Vergangenheit zu kämpfen. So wie Jonathan seine eigene Ruhe und Gelassenheit in seinem Dienst an Pathor wiedergefunden hatte, schien es Ihr bei Taldo zu ergehen.
Als er heute Morgen aufgewacht war, hatte sein erster Gedanke Ihr gegolten. Sie hatte Ihn beeindruckt und Jonathan kannte nicht einmal Ihren Namen. Er war wirklich aus der Übung was Liebesdinge anging. Nun ja, der Priester gedachte seinen Lebensmittelpunkt auf diese Insel zu verlegen, da würden sich schon Gelegenheiten ergeben sich mit der Schönheit zu unterhalten.
Er lächelte. Vielleicht werde ich ja langsam alt und möchte sesshaft werden. Und vielleicht ist dass die Lady zu der Tanesh mich geführt hat, dachte Jonathan.
Mortem plante hier einen Freihafen zu erreichten, als Schleuse, damit die Kultur der Insel möglichst erhalten blieb. Gleiches hatten die Götter gemacht. Auch die Götter des Pantheons schauten nun auf Dochas Nua. Sie hatten sich allerdings darauf geeinigt, daß auf der Insel die Siebenheit herrschte und nach außen hin die alten Götter.
Den Freihafen würde er dringend benötigen. Er würde Papier brauchen. Viel Papier! Die Leute hier standen auf mündliche Überlieferungen. Mündliche Überlieferungen? Das Konzept hatte sich noch nie bewährt. es gab immer Fehler beim Auswendiglernen, jemand wollte etwas besonders betonen, schmückte was aus und prombt ging wahres Wissen verloren.
Er hatte schon jetzt soviel an Berichten und Schriften gesammelt, welche es zu archivieren und zu dokumentieren galt. Und seinen Bericht an Adalbert würde er auch zügig schreiben müssen. Keine Ruhe für alte Priester....
Er ging nach unten zur Taverne um etwas zu essen zu suchen.
Möge der Wind in Deinem Rücken nie Dein Eigener sein!
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in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 23.01.2026 07:30von Esmeralda • 1.276 Beiträge
Als Esme der Erklärung der Priesterin über die Wahrhaftigkeit der Insel und ihre Anfälligkeit für Verrat lauscht, ist sie erleichtert. Denn sie versteht die Gefahr und noch mehr, sie will und kann etwas dagegen tun.
Das fünfte Ass wirkt auf den ersten Blick nicht so abscheulich wie viele andere des Chores, aber gerade das macht ihn besonders gefährlich. Wie ein langsam wirkendes Gift, das nicht mehr aufzuhalten ist, wenn man es bemerkt.
Hoffnung regt sich in ihr.
Sie nickt zu Wielands Erklärung und muss lächeln bei seinem Angebot die Tattoos sogleich farbig zu gestalten. Großartig!
Sie sollten mit Mortem auch über die Symbolik für ihren Stamm sprechen, wer weiß was er sich alleine ausdenkt!
Persönlich ist ihr eine Handzeichnung lieber als eine Gesichtszeichnung, aber das ist jetzt noch nicht so wichtig.
Als Merhabi nach Jonathan fragt wird Esmes Gesicht weich. "Ich kenne Pater Jonathan seit langer Zeit. Er ist ein vielschichtiger Mann mit einem großen, guten Herzen und wie es einem Hohepriester Pathors nur geziemt, ein wandelnder Hort von Wissen und demütiger Diener des gesamten eridmeischen Pantheos. Er hat viel gesehen und erlebt, das für die meisten Leute unglaublich scheint, aber das ist nicht an mir euch zu erzählen." amüsiert kommt ihr der Gedanke ob bei einer Hochzeit wohl ein Geburtsjahr festgehalten wird. Das würde kompliziert. Oder bei der Aufnahme in einen Stamm... Ach, Probleme wenn sie sich ergeben. Sie schaut die andere Frau freundlich an "Gibt es etwas bestimmtes, das ihr Wissen möchtet?"
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in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 23.01.2026 11:33von Danjano5 • 27 Beiträge
Torukgar nickte und setzte seine Arbeit fort. Ein weiteres Blatt wurde neben die Berichte gelegt, darauf sauber getrennt Fristen und Aufgaben: drei Tage Zeit, für jeden Stamm mindestens eine Abschrift der Aufzeichnungen. Zwei Läufer sollten zu den Nomaden geschickt werden, damit die Worte weitergetragen und schließlich auch der Zentralwald erreicht würde. Ordnung, Reichweite, Verlässlichkeit – so mussten Dinge beginnen, wenn sie Bestand haben sollten.
Als der Tonfall der Priesterin schärfer wurde, hob er den Blick. Die Anspannung zeigte sich nur kurz, dann brummte er zustimmend. Sicherheit ging vor, das war keine Frage. Zu viele Strukturen waren alt geworden, zu oft genutzt, zu leicht zu umgehen. Dinge, die einst ausgereicht hatten, taten es nun nicht mehr.
Für einen Moment traf ihn die Erkenntnis unerwartet. Er, der sein Leben lang gemahnt hatte, nicht unvorsichtig zu sein, nicht voreilig zu handeln, hatte selbst eine Gefahr übersehen. Der Gedanke war bitter, aber klar. Vielleicht war es wirklich an der Zeit, manches anders anzugehen.
„Ich werde Tork Bescheid geben“, sagte er leiser zu Merhabi. „Ich verlege meine Wache aus dem Moor hierher. Vermutlich dauerhaft.“
Es klang nicht wie ein Vorschlag. Es war eine Feststellung, gewachsen aus dem Gespräch, aus den Zeichen, aus dem, was unausweichlich geworden war. Aus einem längeren Aufenthalt wurde eine feste Wacht.
Sein Blick sank auf die Zeichen seines Stammes, die sich auf seiner Hand abzeichneten, kaum sichtbar unter dem dunklen Ton seiner Haut. Symbole, alt und vertraut. Farben, dachte er. Farben würden es leichter machen, sie zu erkennen – für Fremde wie für Verbündete.
Als die Priesterin die Gesichtsbemalung erwähnte, huschte ein Lächeln über sein Gesicht. Er erinnerte sich an die ruhige Stimme seiner Mutter, daran, wie sie ihm gezeigt hatte, wie die Moorwacht sich kennzeichnete. Er hatte auch Fremde gesehen, die Zeichen trugen, andere Bedeutungen, andere Geschichten. Es würde interessant werden, worauf man sich einigen würde.
Als Merhabi schließlich den Pater erwähnte, zeigte sich ein kurzes Lächeln, das seine raubtierhaften Zähne erkennen ließ. Er schwieg jedoch. Es war gut zu sehen, dass die Priesterin jemanden im Blick hatte, der ihr Gemüt und ihre Ausgeglichenheit schätzte. Ein Priester, der allen Göttern diente, verwirrte ihn zwar noch – wenn er das überhaupt richtig verstanden hatte –, doch das war eine Frage für später. Eine für Esme.
Zuerst mussten die wichtigen Dinge geklärt werden. Danach blieb Zeit für Neugier.
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in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 23.01.2026 18:01von Britta • 12.266 Beiträge
"mh... er hat diese Vorliebe für PAPIER! er scheint UNMENGEN davon zu haben. mpf... so alt wirkt er eigentlich gar nicht. War er schon mal verheiratet? hat er Kinder? wenn nicht, warum nicht? ein großes Herz ist gut, aber auch leicht verletztlich!" ein seltsamer, harter Blick trat in ihre Augen.
"wir ALLE sind weich und freundlich und mit großem Herzen - und deswegen verletztlich. Doch... wenn wir unsere Art aufbeben und HART werden, dann hat der Feind, welcher auch immer, genauso gesiegt wie wenn wir verlieren. Nein.. dieser WEg bringt keine Frucht. Mh.. dieser Elf, dieser Gwai Geddo? meinte, er könnte mich wieder fruchtbar machen. So ein Unsinn! dann wäre ich uralt, wenn mein Kind kaum erwachsen ist. Aber interessant war es schon, ich frage mich, ob er Fruchtbarkeitssegen für die Felder, Tiere und Leute kennt. Dann bräuchte ich jemanden, der das bei ihm lernt. Mh... " sie hopste in den Themen herum wie ein Kaninchen. sie konnte ja schlecht irgendwelche ihr kaum bekannten Personen nach den Eigenheiten dieses Mannes fragen. ach...
"was isst er denn gerne? oder trinkt ? was mag er? wovor fürchtet er sich ? wann ist er zurückgewichen? weiß er, dass man sich zwischen den Angreifer und einen Feind stellt? ich meine... großes Herz ist gut. Tapferkeit und Mut sind genauso wichtig. Es ist hübsch, viel Papier zu haben. Aber Klugheit, Hinterfragen, Weisheit ist etwas anderes."
irgendwie stocherte sie als hätte sie einen Stock mit Honig und angelte in einem Ameisenhaufen.
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in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 23.01.2026 21:30von dudi • 100 Beiträge
Auch wenn sie gerade emsig das neue Wissen zu den Plagengöttern notierte, entging ihr dieses neue Thema und was damit quasi in der Luft lag nicht. Als Esmeralda das Buch schloß, kommt ein Fiepen von ihr, um noch einmal nachlesen zu können.
... Und ihre Augen haften kurz auf der Tür.
"Oft und viel genug wird ja hier an ihn gedacht..." kommt leise und fröhlich.
"Naja, am Besten einfach mal mit ihm gemütlich hinsetzen und fragen. Das sollte die besten Antworten bringen." gut hörbar zur Priesterin mit einem aufmunternden Lächeln.
RE: nach dem RnA 2 - Thread 1 - in der Taverne
in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 24.01.2026 07:10von Britta • 12.266 Beiträge
"Mpf.." war die Priesterin verlegen? Bevor sie antworten konnte, kam eine Wache des Sumpfstammes herein.
"tschuldigung, euer Bruder ist abgereist, er wollte, dass ich euch diesen Brief gebe, sobald er weit genug weg ist." Merhabi runzelte verwirrt die Stirn, anscheinend waren Briefe unüblich und die Formulierung auch. "Entschuldigt... " sie nahm das Schreiben, öffnete es und las, doch während des Lesens verfinsterte sich ihr Gesicht immer mehr.
"Ach verdammt... musste ja so kommen. Ein Hiesiger bringt immer Schwierigkeiten."
mit recht finsterem Gesichtsausdruck sah sie auf das Schreiben und dann zu Torukgar.
"Torukgar... bitte sei so freundlich und sende meinem.. Bruder... einen Läufer hinterher. Ich möchte noch einmal mit ihm reden, bevor er zu seinem STamm zurückkehrt. Er kann noch nicht weit weg sein, er ist alt. WEnn er nicht umdrehen möchte, soll der Bote ihm sagen... ICH die Priesterin an der VERSAMMLUNGSSTÄTTE wünsche es."
Götter! es würde stundenlange Gespräche brauchen. Vielleicht Tage. Aber gut... die Schwierigkeiten waren zu erwarten gewesen.
"mpf." sie wirkte unglücklich und ihr Kaffee war auch alle. Wie konnte ein Tag, der gerade die ersten Frühlingsblüten zu zeigen begann, plötzlich eine so nervende Wendung nehmen?
Sie gab Torukgar den Brief. Ungewöhnlich. Schließlich handelte es sich um ein Schreiben innerhalb der Priesterschaft und Torukgar war Krieger des Sumpfstammes. Doch sie tat es überlegt.
RE: nach dem RnA 2 - Thread 1 - in der Taverne
in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 24.01.2026 12:21von Danjano5 • 27 Beiträge
Torukgar sieht überrascht von seinen Notizen auf, als einer seiner Leute an den Tisch tritt. Gerade als er die Worte hört, runzelt er die Stirn, als würde ihn die Idee, Papier zu nutzen, um einen Vorsprung zu erreichen, zugleich verwirren und sehr, sehr hellhörig machen.
„Bin dran“, meint er in seiner tiefen Stimme und will gerade aufstehen, als er den Rest ihres Satzes hört und leicht erstarrt.
„Jawohl, Priesterin.“
Seine Stimme ist nun formell geworden, seine Haltung gerader. Es war keine Bitte mehr.
Als sie ihm dann den Brief reicht, wirkt er für einen Moment verloren, nimmt ihn aber an und tritt mit schnellen Schritten und einem
„Entschuldigt, ich muss kurz ein paar Dinge organisieren“
vom Tisch zurück.
Draußen hört man ihn kurz mit einem der Goblins sprechen, der trotz seiner eher quirrligen Art, als er die Worte hört, ruhiger und ernst wird. Kurz darauf schultert dieser seinen Rucksack und verschwindet in einem schnellen Joggen aus dem Gebäude. Die übliche Überdrehtheit verschwunden und in schnellere sichere Schritte gewandelt.
Erst jetzt dreht er sich noch einmal um, sieht zur Priesterin und dann auf den Brief. Er nickt, als er ihren Blick bemerkt — das Einverständnis — und liest. Sein Gesicht wird erst düster, dann besorgter. Schließlich wandert sein Blick in Richtung des Läufers, er nickt zufrieden und kehrt an den Tisch zurück.
Dieses Mal bleibt er jedoch stehen, sieht fragend in die Runde, ob es noch weitere Punkte gab oder ob man nun begann, die Themen in kleinere Gruppen zu teilen.
Sein Tee war vergessen. Kalt geworden.
RE: nach dem RnA 2 - Thread 1 - in der Taverne
in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 24.01.2026 12:43von Yela • 8 Beiträge
Die Frage nach der magisch verstärkten Kohle für die Handzeichnungen war interessant. Yela wollte schon den Mund aufmachen, als Wieland ihr zuvor kam. Was wahrscheinlich gut so war: Der Lösungsvorschlag, den der Alchemist unterbreitete, war auf jeden Fall einfacher und problemloser umsetzbar, als das, was ihr zu der Angelegenheit eingefallen wäre. Sie verstand die Absicht der Taldopriesterin hinter diesen Überlegungen – aber ob eine solch angepasste Markierung der Mitglieder der verschiedenen Stämme die Sicherheit bieten würde, die sich diese davon erhoffte? Oder ließ sich ein solches System zu leicht unterwandern? Yelas Geist verharrte noch einen Augenblick bei diesem Gedanken, dann beschloss sie, unter Umständen später darauf zurückzukommen. Sie kannte sich weder mit den Prinzipien hinter den Tätowierungen noch deren konkreter Umsetzung aus und hatte damit keinerlei Grundlage für eine vernünftige Einschätzung. Vielleicht dachte sie auch einfach zu pessimistisch.
Das Gespräch hatte sich unterdessen weiterentwickelt und drehte sich nun um ... Pater Jonathan? Yela legte den Kopf schief. Welch ein Themawechsel! Gerüchte verbreiteten sich schnell und gerade am vergangenen Abend hatte es eine Menge davon gegeben, was den Priester des Pathor und die Taldopriesterin anging. Sie erinnerte sich an ein kurzes Gespräch mit Gwaew-Gedo, der mit einem Funkeln in den Augen gewisse... Ideen näher ausgeführt hatte. Ob das ein Scherz gewesen war? Oder hatte er die Sache ernst gemeint? Zuzutrauen war ihm beides.
In diesem Moment trat ein Stammesmitglied heran, überreichte eine Nachricht - und die Stimmung am Tisch schlug merklich um. Mit steinerner Miene las die Priesterin die Worte, gab dann Anweisungen. Irgendetwas musste vorgefallen sein. Etwas Ernstes.
RE: nach dem RnA 2 - Thread 1 - in der Taverne
in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 24.01.2026 14:50von Britta • 12.266 Beiträge
sichtlich genervt seufzte die Taldopriesterin. Ihr Gesicht war ein offenes Buch, sie hielt selten Emotionen zurück
"ach...Männer!" dann sah sie zu den Anwesenden "anwesende natürlich ausgenommen. Ich glaube... ich habe den Faden verloren. mh... Sicherung gegen Fäulnis, Tattoos, Pater Jonathan, die Hiesigen... wo waren wir noch gleich? Und setz dich, Torukgar. Noch ist nicht die Zeit es Handelns. Es ist die Zeit des Sammelns und Nachdenkens. Des Austauschs von Wissen." Sie sah zum Brief "andere Meinungen werden wir noch früh genug zu hören bekommen."
RE: nach dem RnA 2 - Thread 1 - in der Taverne
in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 25.01.2026 20:11von Wieland • 1.207 Beiträge
"Ein Hautstecher ist glaube ich nicht unter den Schmieden, aber Tattoos sind durchaus bekannt und der ein oder andere trägt auch eins. Aber ihr scheint ja auch auf der Insel welche zu haben..." Wieland wurde von dem Aufruhr unterbrochen....
Nachdem sich die Unruhe wieder etwas gelegt hatte, fragte er: "Schlechte Neuigkeiten? Oder nur kleinere lokale Probleme?"
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