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nach dem RnA 2 - Thread 1 - in der Taverne
RE: nach dem RnA 2 (ein Intime- Versuch)
in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 04.01.2026 22:07von Saika • 168 Beiträge
Mit einem Gähnen betrat auch Candrisha wieder die Taverne. Suchend sah sie sich nach ihrer Teekanne um, die sie irgendwo hier hatte stehen gelassen. Und nach Frühstück für ihren knurrenden Magen.
Mit nur einem Ohr hatte sie dem Gespräch gelauscht und setzte sich jetzt zu den anderen. "Grüße. Der Stab wurde gegen eine Kiste mit Sigillen für das Tor eingetauscht. Und Ausrüstung von uns. Und ich befürchte schwer, die kommen wieder."
Neugierig sah sie sich in der Runde um, abwartend auf weitere Fragen oder Einwürfe. Nicht ganz sicher, wo im Gespräch sie eingestiegen war.
Tul Gôrefest, tul Moskutar, gujan asga nadûr, ongrig graug!
RE: nach dem RnA 2 (ein Intime- Versuch)
in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 04.01.2026 23:07von Torukgar /Tok
Er setzte sich, hörte zu und nickte bei den Fragen.
Es war Zeit genug, um nachzudenken, und das tat er. Sein Blick blieb einen Moment leer, während er all die Bruchstücke ordnete, die sich in den letzten Tagen angesammelt hatten. Erst als sich ein Bild daraus formte, sprach er.
„Was ich sicher sagen kann“, begann er langsam, „ist, dass sie ihrer Königin und ihren Befehlshabern folgen. Immer. Auch dann, wenn sie murren. Auch dann, wenn ihnen ein Befehl offen unangenehm ist.“
Ein leises Schnauben folgte.
„Einer von ihnen hat es recht schlicht ausgedrückt: Am Ende ist ein Befehl ein Befehl.
Das Warum sei nicht ihre Sorge, sondern die derer, die führen.“
Man merkte ihm an, dass ihn das nicht beruhigte. Blinder Gehorsam hatte noch selten Gutes hervorgebracht, und Achtlosigkeit gegenüber Gefahren noch nie.
„Sie sprechen von Bannern denen sie angehören“, fuhr er fort. „Die Farben ihrer Ketten ist das ihre. Die Armtücher, die sie tragen, scheinen Kennzeichnungen zu sein. Wofür genau, haben sie nicht gesagt – aber nach allem, was ich gesehen habe, ist die Farbe wichtig."
Er ließ sich Zeit, arbeitete sich durch seine Erinnerungen, als ginge er einen vertrauten Pfad ab.
„Auffällig war auch: Es waren ausschließlich Menschen. Und sie trauern nicht um ihre Toten.“
Er hielt kurz inne.
„Die, mit denen ich sprach, hatten mehr Interesse am Hab und Gut der Gefallenen. Und an der Farbe des Bandes. Nicht daran, dass sie einen Kameraden verloren hatten.“
Langsam schüttelte er den Kopf.
Einen Narren, der eine Gefahr nicht erkannte, konnte er verstehen. Der war eben ein Narr.
Doch Menschen, die weder ihre Toten ehrten noch die Götter fürchteten, sondern nur an Gold glaubten – das war etwas anderes. Es fühlte sich an, als hätte die Gier den Glauben ersetzt.
„Was jene ihrer Leute betrifft, die vom Herrn der Tollen Wut in den Wahn getrieben wurden“, setzte er nach, die Stimme nun rauer, „mir wurde zugetragen, dass sie von den eigenen Kameraden getötet werden. Nicht aus Gnade. Sondern weil man sie als Schwurbrecher ansieht. Und ein Schwurbrecher hat für sie keinen Wert mehr.“
Sein Blick glitt kurz beiseite.
Da war noch etwas. Klein. Beinahe nebensächlich. Und doch blieb es hängen.
Ein Satz, halb gehört, aufgeschnappt im Vorübergehen. Einer der Söldner hatte wissen wollen, wo sie sich auf der großen Karte befanden, die in der Halle hing. Niemand hatte ihm geantwortet. Kein Wort. Nur der Hinweis, dass diese Insel auf der Karte nicht verzeichnet sei.
Einen Moment behielt Torukgar diesen Gedanken für sich, wog ihn ab. Dann entschied er, auch das zu sagen.
„Einer von ihnen hat die Karte gesehen“, erklärte er ruhig. „Er hat gefragt. Mehr als einmal.“
Ein kaum merkliches Nicken.
„Aber niemand hat ihm mehr gesagt, als dass diese Insel dort nicht zu finden ist.“
In seiner Stimme lag nun etwas Wärmeres. Anerkennung.
Es gefiel ihm, dass niemand einem, der gekommen war, um zu nehmen, half, mehr zu nehmen als nötig.
Dann hob er den Blick wieder.
„Und noch etwas“, fügte er hinzu, zögerlicher als zuvor.
„Stimmt es, dass sie, wenn einer der ihren fällt, nur eine Münze fordern? Um das zu ersetzen, was ihrer Meinung nach verloren ging?“ Welchen Wert auch immer das Metall haben sollte für sie ein Leben ein Denkendes Wesen würde es nie aufwiegen können.
Allein der Gedanke missfiel ihm.
Seine Stimme klang nun weniger rostig, etwas gefasster – doch blieb sie rau, wie Stein, der lange dem Wetter ausgesetzt gewesen war, als er schwieg.
RE: nach dem RnA 2 (ein Intime- Versuch)
in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 05.01.2026 00:28von Saika • 168 Beiträge
"Dieser Sprecher von ihnen erzählte, dass hier drei Banner wären. Die Banner des Nordens, von dem er kam, die Banner des Westens und..", Candrisha runzelte die Stirn, "ich weiß nicht mehr, ob es die Banner des Südens oder Ostens waren. Vielleicht auch beides." Sie zuckte mit den Achseln.
"Innerhalb der Himmelsrichtungen gibt es wieder unterschiedliche Banner. Laut ihnen tragen nicht alle von ihnen diese farbigen Armwimpel. Bei denen, die es tragen, zeigt es deren Waffenart, die sie nutzen. Welche Farbe dabei wofür steht, weiß ich aber nicht."
Sie warf einen Blick zur Karte. Die Sorge, was die Söldner in der Taverne von dieser lernen könnten, hatte sie mehr als einmal gehabt.
"Sie hatten erzählt, dass sie von einer Inselgruppe stammen. 9 Inseln soll es dort geben. Nach dem Axtfall soll ihre Goldene Königin und ein Sohn Kaintors ihre Inseln vom Feind gereinigt haben. Sie scheinen also zumindest an die Existenz der Götter zu glauben, auch wenn sie diese nicht verehren. Und laut ihnen haben sie mehrere Königreiche bereits eingenommen und lassen diese für sich ausbluten. Für Gold und wer weiß was noch.
Diese Schwüre und Farben und Ketten scheinen ihnen seit frühster Kindheit in eingetrichtert worden sein. Es gab einige... Schriftstücke. Anscheinend Nachrichten aus der Heimat. Ob das stimmt oder diese nur die Moral stärken sollen, sei dahin gestellt. Überall waren diese Farben, diese Banner und Schwüre erwähnt. Ich weiß nicht, ob sie Magie bräuchten, um sie zu überzeugen, für ihre Schwüre zu sterben." Sie schaudert leicht bei dem Gedanke. Noch immer waren ihr so tief sitzende Überzeugungen, so blind gefolgte "Wahrheiten" zuwider. Zu lange, zu oft hatte sie gesehen und erlebt, was diese bewirken können.
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RE: nach dem RnA 2 (ein Intime- Versuch)
in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 05.01.2026 06:57von Esmeralda • 1.260 Beiträge
Esmeralda hört den Ausführungen aufmerksam zu und macht sich einige Notizen. Bald würde sie neue Blätter für ihr Büchlein brauchen.
Sie ist erleichtert zu erfahren, dass niemand ihnen die Karte erklärt hat. Dennoch werden sie Dinge davon erfahren haben.
Candrisha und Torukgar haben eine gute Beobachtungsgabe, das ist sehr hilfreich. Sie wendet sich an Torukgar: "Ich hört auch, dass sie eine Goldmünze für Gefallene fordern." und zu Merhabi "Ich habe schlechte Erinnerungen an ein Wesen, das ebenfalls Dinge mit Gold besiegelte, aber es ist vor Jahren vergangen. Das ist wohl nichts, was uns jetzt weiterbringt."
"Der Streitkolben ist ebenfalls nachprüfbar, wenn er nicht entwendet wurde liegt er auf Chos Altar."
Candrisha weiß von der Kiste. Sie hatte davon gehört, hatte in der Stätte nach den Leuten gesucht, die sich damit befassen, aber niemanden gefunden. Sie schaut Candrisha an: "Ich weiß, wir wollen in Reihenfolge vorgehen, aber kannst du mir beizeiten sagen welche Sigillen in der Kiste waren? Man sagte mir, dass auch Schriften darin seien. Weißt du davon etwas?"
RE: nach dem RnA 2 (ein Intime- Versuch)
in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 05.01.2026 12:16von Saika • 168 Beiträge
Candrisha zuckte mit den Achseln. "Ich habe gesehen, wie der Hüter seinen Stab gegen die Kiste getauscht hat. Und zwar mit dem... Hauptmann? An dessen Taschen einige wollten oder so. Nur hatten sie auch Balian, Harun und Bella mitgebracht. In Ketten gelegt!" Der Zorn, der sie in dem Moment gepackt hatte, spricht für die wenigen Sätze wieder aus ihrer Stimme. "Also keine Ahnung, was danach mit der Kiste passiert ist. Ich hatte anderes im Kopf."
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RE: nach dem RnA 2 (ein Intime- Versuch)
in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 05.01.2026 19:15von Britta • 12.228 Beiträge
Die Taldo Priester hob die Hand, ihre Stimme klang sanft
"für einen Kampf, Gefangenschaft und.. einen Überfall sind wir alle glimpflich davon gekommen. Es wäre viel schlimmer gewesen, ohne diese Abmachung. Aber ich verstehe Zorn." sie sah Esme an
"Zur Zeit besitzen wir folgende Sigillen
Reden mit Gold, das ist der Außenposten des Ordens der Reinheit auf einer der infizierten Inseln in der Nähe von Tarashs Zorn
Reden mit Silber, das ist der Hauptsitz des Ordens der Reinheit
Wir können mit Werden von Iskarioth Reden und auch dorthin Reisen
wir sind sicher, dass wir nach Arcanis, zur Pforte aus Kristall, sprechen könnten. Aber das tun wir nicht, weil dort laut Aussage der SChicksalsschmiede alle getötet worden sind, vom TOD selbst."
man merkte, wie schwer ihr diese Vorstellung fiel.
"wir haben einmal Reisen zur flammenden Pforte noch aus dem letzten Jahr
außerdem haben wir dieses Jahr erhalten eine vom Blatnik, eine aus einem Rätselkästchen, eine vom Fischerstamm. Da wissen wir noch nicht, wohin sie führen. auf zweien ist das Symbol für Reden, auf einer das für Reisen." sie überlegte. "Leider ist die Schicksalsschmiedin nicht wieder gekommen, die herausfinden konnte, wohin die Sigillen führen. Aber wir müssen mal sehen, ob irgendwo an den anderen Pforten nicht noch ein Verzeichnis existiert."
Sie überlegte kurz, ob sie noch etwas hinzu setzte, aber manche Irrungen und Wirrungen musste man ja nicht breit treten. Sie brauchten unbedingt ein Verzeichnis, damit sie die Sigillen richtig zuordneten. Dieses Rätselraten war schwierig. Man konnte ja nicht überall anrufen um zu sagen "Hallo wir sind Stahlpforte, wer seid denn ihr?"
"Ich würde gerne noch einmal auf die Fremden zurückkommen.
Sie waren also alles Menschen. Männer und Frauen. Sie besiegeln ihre Schwüre mit Magie und Gold. Sie nennen ihre Einheiten Banner, nach den Himmelsrichtungen. Wobei es anscheinend Untergruppierungen gibt. Sie tragen unterschiedliche Waffen. Sie tragen unterschiedliche Farben, wir wissen nicht warum. Sie wissen, dass zwei Wesen, die goldene Königin und ein Sohn Kaintors ihre Insel von ihren FEINDEN reinigten." sie stockte "das klingt ein bißchen wie das, was der Orden der Reinheit wohl tut. Inseln reinigen von den Kreaturen des Feindes. Aber das muss es nicht sein. Vielleicht waren es auch ganz normale Leute, die man tötete, weil sie Feinde dieser Gruppierung waren." sie dachte nach
"ihre Schwüre sind ihnen alles wert. Sie töten diejenigen, die Schwüre brechen. Sie werden von klein auf belehrt, was Richtig und was Falsch ist, was man tut und was nicht, so dass diese Lehren sich in ihrem Herzen festgesetzt haben. mmh... an sich nicht schlecht, wenn das Ziel gut ist. Das heißt aber auch, man kann sie nicht von ihrer Überzeugung abbringen durch ein Brechen ihrer Bande. Wobei sie in ihren Zielen anders sind als wir. Ein Leben scheint wenig wert zu haben."
sie sah zur linken Hand des Aldermanns
"aber im Krieg bleibt wenig Zeit für Trauer. Vielleicht wollten sie es nicht zeigen. Vielleicht hat eine Münze für sie einen symbolischen Wert, etwas religiöses. Wir wissen zu wenig, um urteilen zu können. oder auch nur Wahrheiten zu erkennen."
sie sah zu den SChicksalsschmieden. Wartete ab, was diese noch zu ergänzen hatten.
RE: nach dem RnA 2 (ein Intime- Versuch)
in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 05.01.2026 19:41von Wieland • 1.194 Beiträge
"Der Umgang mit Schwurbrechern scheint mir in einer Tradition in der gegen Diener des FEINDES gekämpft wurde nicht unlogisch. Die Schwüre durch Tradition, Magie, Gold, und Glauben soweit verstärken, dass es unter normalen Umständen nicht möglich ist sie zu brechen. So dass sie nur durch Korrumption zu brechen sind, mit der logischen Konsequenz, dass wer den Schwur bricht, korrumpiert ist, und damit den Tod verdient hat. Und somit auch keine Trauer. Hart, aber notwendig."
RE: nach dem RnA 2 (ein Intime- Versuch)
in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 06.01.2026 06:22von Esmeralda • 1.260 Beiträge
Esmeralda nimmt wieder ihr Notizbuch zur Hand und blättert bis zu ihren Aufzeichnungen zu den Sigillen. Sie gleicht ab was die Priesterin erzählt, scheint ein paar Mal etwas einwerfen zu wollen, besinnt sich aber. Sie ist wieder zu weit, sie sind eigentlich noch bei den Söldnern. Also hört sie weiter zu.
Zu den Söldnern hat sie nur noch Spekulationen beizutragen und die bringen sie nicht weiter.
RE: nach dem RnA 2 (ein Intime- Versuch)
in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 06.01.2026 09:04von Danjano5 • 11 Beiträge
Torukgar
Neugierig hörte er sich die neuen Informationen über die Söldner an. Sie waren genauer, als er es sich erhofft hatte – und zugleich beunruhigender. Die Namen kannte er nicht, doch wenn sie durch ihre Art andere Inseln unterdrückten oder in Abhängigkeit hielten, dann waren sie ohne Zweifel eine Gefahr für Dochas Nua.
Gerade das, wovon die Gäste gesprochen hatten – das Portal – machte die Insel für große Mächte nur noch begehrenswerter.
Sorge breitete sich aus, leise, aber hartnäckig. Und mit ihr das Gefühl, dass es nicht mehr ausreichte, allein den alten Wegen zu folgen.
Ja, es gab neue Gefahren. Neue Feinde.
Doch es gab auch neue Freunde.
Die Fremden, die als Gäste gekommen waren, hatten nur wenige der Ihren hiergelassen – aber sie waren geblieben. Bereit zu lernen. Bereit zu verstehen. Bereit, sich dem zu stellen, was kommen mochte.
Sein Blick glitt durch den Raum. Zu dem Tisch, an dem die Adligen gesessen und verhandelt hatten. Eine weitere Idee, die ihm nur bedingt Sinn ergeben hatte. Dennoch musste er ihre Bitte weitertragen, und er war gespannt auf den Vertrag, den die Häuser – so nannten sie sich – untereinander schließen würden.
Sie hatten wenig verstanden. Nicht wirklich.
Die Vorstellung, dass alle hier gemeinsam und in Frieden leben könnten, hatten sie nicht angenommen – aber sie hatten gesehen. Eingesehen. Dass ihre Münzen hier nichts weiter als Metall waren. Etwas, das nicht jeder brauchte.
Und dass sie, wenn sie hier etwas erreichen wollten, geeint auftreten mussten. Mit einem Vorschlag, nicht mit Forderungen.
Er schüttelte leicht den Kopf, drängte die Gedanken zurück.
Noch war zu vieles offen.
Gerade jetzt, wo Informationen zusammengetragen wurden, mussten die Dinge in Abschnitten betrachtet werden. Schritt für Schritt.
Alles andere würde nur Chaos bringen – und Missverständnisse.
Dann fiel sein Blick auf das Buch von Esmeralda.
Die Erinnerung kam leise, aber klar. Sie hatte die Sigillen abzeichnen wollen. Alle. Um sie zuzuordnen. Um nachvollziehen zu können, wohin sie führten – oder vielleicht, wohin sie einst geführt hatten.
Das war wichtig.
Er beschloss, es anzusprechen, sobald sie bei den Relikten waren. Vielleicht nicht sofort, nicht zwischen Tür und Angel, aber bevor sich die Gelegenheit verlor. Und er würde selbst ein paar Notizen machen. Seine Erinnerungen waren gut, besser als die vieler anderer – doch er wusste auch, dass selbst gute Erinnerungen mit der Zeit verblassten, wenn man sie nicht festhielt.
Und es gab Dinge, die man sich nicht leisten konnte zu vergessen.
RE: nach dem RnA 2 (ein Intime- Versuch)
in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 06.01.2026 09:59von Britta • 12.228 Beiträge
Die Taldopriesterin hörte die Worte des Alchemisten, bedachte sie und nickte dann leicht. Seufzte.
"so könnte es sein. Wenn eine Gesellschaft einer extremen Gefahr von Außen ausgesetzt ist, muss sie radikale Mittel finden um zu überleben. Das prägen schon der Allerkleinsten gehört dazu. Auch WIR prägen unsere Kinder enorm stark. FASST DIE KRISTALLE NICHT AN. wir so in ihnen verankert, dass es selbst den ERwachsenen unter guten Umständen sehr, sehr schwer fällt, sie auch nur mit einer Zange zu berühren. ARBEITET ZUSAMMEN. wird in jeden einzelnen Kopf gehämmert, immer und immer wieder. Alleine Sterben wir. Zusammen sind wir stark. Sei nicht gierig. Hasse nicht. Sie deinen Gegenüber an. Verstehe ihn. ERfühle ihn. Behandle ihn so, wie du behandelt werden willst. FÜRCHTE DICH NICHT!!"
sie sah die Schicksalsschmiede an "die größte Lehre von allen, meiner Meinung nach. Die Furcht vor Morgen, vor Mangel, vor Leid und Schmerz und Hilflosigkeit birgt in sich den Weg zu Hass, Gewalt und Ungerechtigkeit, Egoismus und Gier. Ja.. wir müssen uns fürchten. Ohne Furcht stirbt man. Aber wir müssen lernen Furcht zu beherrschen und mit ihr umzugehen, ebenso wie Zorn. mh... vielleicht hat diese Bevölkerung unter enormen Druck gestanden. Es wäre gut gewesen, wenn jemand sich mit ihnen unterhalten hätte. Über ihren Alltag. Wie leben sie? gibt es noch Kreaturen des Feindes dort, wo sie sind? Man erfährt viel über Leute, wenn man sie nach ihrer Kindheit, ihren Eltern und ähnlichem fragt... mh... Krieger werden außerdem anders geprägt als nicht-Krieger. Vielleicht haben wir hier einen Bund aus Kriegern, einen... Orden. Wir haben nur noch sehr wenige "Orden" auf der Insel. Und wir nennen sie nicht so. Jägergruppen. Kriegergruppen. Selten geworden."
sie sah kurz hinaus zu den Fenstern als würde sie Dinge abwägen. Möglichkeiten.
"haben wir sonst noch etwas über die fremden Angreifer? Namen ihrer Insel? ihre Namen? Götter? Gebete? Zauber? Heilmittel? Irgendetwas? ach... und wer wird diese Informationen sammeln und codifizieren, so dass ich Fragende zu ihm schicken kann, damit er ihnen Antwort gibt?" sie sah sich neugierig in der Runde um. Anscheinend hatte sie vor, die Schicksalsschmiede so schnell wie möglich in die Strukturen der Insel einzubinden und "Überlieferung" war ein wichtiger Teil. Wobei sie auch Torukgar nehmen würde. Gut, der müsste dann an der Pforte bleiben, aber vielleicht musste man den kompletten Wechsel eh überdenken.
RE: nach dem RnA 2 (ein Intime- Versuch)
in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 06.01.2026 21:27von Britta • 12.228 Beiträge
sie spürte das Schweigen und nickte. Gut, dann würden sie und die linke hand des Aldermanns dieses Wissen bewahren.
Höflich wartete sie ab, in welche Richtung die fremden Freunde nun gehen würden. Eine kurze Bitte, jemand flitzte nach oben und kam mit der Meldung wieder, Weihrauchschwenker und Streitkolben würden immer noch auf den Altären liegen.
RE: nach dem RnA 2 (ein Intime- Versuch)
in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 07.01.2026 06:21von Esmeralda • 1.260 Beiträge
Esme war kurz weg getreten, mit den Gedanken sehr weit weg, und schien nun wieder ins hier und jetzt zurück zu kehren.
"Zu den Söldnern kann ich nichts weiter sagen, nur Gerüchte. Erst wurde von ihrer Heimat als Nachbarinsel gesprochen, später dass sie doch etwas weiter weg wäre. Ich habe es verpasst mich mit ihnen über diese Dinge zu unterhalten."
Sie schaut noch einmal auf ein Büchlein, durch das sie im Laufe des Gesprächs immer wieder geblättert hatte. "Ich sammele das Wissen sowieso, dann kann ich es auch weitergeben. Auch das tue ich schon so, aber vielleicht wäre eine sichtbare Anlaufstelle hilfreich. Besonders für neu Eintreffende, die nicht wissen wen sie fragen können." sie sprach immer langsamer, als ob sich die Gedanken gerade erst richtig formen, während sie redet.
Die Meldung, dass beide Artefakte noch dort sind, wo sie sie gelassen hatte beruhigt Esme sichtlich. Sie atmet aus und entspannt sich etwas. Sie müssen mehr Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, aber welche?
"Ich kann das Wissen bieten, das ich von hier gesammelt habe, aber auch vieles zum Königreich Eridmea und dessen Geschichte. Nicht in der Tiefe wie Pater Jonathan es kann, aber zumindest die wichtigsten Teile. Wer Fragen hat, kann zu mir kommen. Im Zweifelsfall sollte ich zumindest wissen wer es weiß. Nur bin ich niemand, die in der Taverne fest wächst." Der Gedanke scheint noch nicht zuende gedacht, aber im Moment hat sie nichts weiter um, es auszuführen.
RE: nach dem RnA 2 (ein Intime- Versuch)
in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 07.01.2026 13:19von Britta • 12.228 Beiträge
Die Taldopriesterin überlegte, dann nickte sie.
"wir werden um eine Schreibstube nicht herum kommen. mpf... Papier ist nicht so leicht zu machen. Vielleicht können wir beim Königreich um Papier bitten." sie nickte. NICHT handeln. Aber dazu musste sie später kommen. Sie hatte dieses Jahr die Saat des Bösen gesehen. Sie würde dem mit ihrer ganzen Autorität wehren.
"Wenn Ihr es aufschreibt: WANN wurde es WO aufgeschrieben, WER ist der Schreiber, Welche Aussage ist von wem und mit welchem Gehalt an Wahrheit. Haben die Personen es selbst gesehen, haben sie es von einem gehört, der es selbst gesehen hat oder ist es Hörensagen." So konnte man vielleicht das Schlimmste abwenden. Und wenn sie es jetzt codifizierten, dann konnte man es vielleicht auf der Insel durchsetzen, bevor Chaos ausbrach so wie hier in den letzten Tagen.
"Wir müssen überlegen, ob wir den Söldnern die Artefakte geben... mit einem Segen von Daka oder Taldo natürlich." das Lächeln war... scharf.
"Wir hängen das Wissen aus und jeder soll es ergänzen. mh.. Ich muss den wahrscheinlich zukünftigen Aldermann Tha fragen, ob er mit den Söldnern noch einmal verhandeln will, wenn die wiederkommen." sie sah sich kurz in der Taverne um. "es wäre gut, wenn wir mit ihnen..plaudern. Mehr erfahren hilft."
Sie sah zu den Umstehenden. "Nächstes Thema?"
RE: nach dem RnA 2 (ein Intime- Versuch)
in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 07.01.2026 15:17von Danjano5 • 11 Beiträge
Torukgar nickte nur und wandte dann den Blick zu Esmeralda.
„Sollen wir die Aufgabe teilen?“
Seine Stimme blieb ruhig, sachlich.
„Ich werde noch eine Weile hier bleiben. Vielleicht länger. Ihr folgt dem Wanderer – und diese Dinge müssen wandern, damit alle davon erfahren.“
Er griff in seine Tasche und zog einige dicke Faserpapiere hervor. Sie waren grob, nicht schön, aber robust. Weniger anfällig für Nässe, für Schmutz, für den langen Weg. Praktisch. Ausreichend.
Dann glitt sein Blick zur Priesterin, und seine Stirn legte sich nachdenklich in Falten.
„…ihr kennt meine Meinung, was das Aushändigen gefährlicher oder mächtiger Gegenstände angeht.“
Ein kurzer Atemzug.
„Gerade an Fremde, die sich nicht als Freunde gezeigt haben.“
Es war kein Vertrauenszuspruch zu den Schmieden. Und auch kein offener Zweifel an den Gästen, die geblieben waren. Diese hatten gezeigt, dass sie zuhören konnten. Lernen wollten. Nicht alle – einige waren so seltsam, dass selbst unter den Fremden Abstand zu ihnen gehalten wurde. Fremde unter Fremden.
Doch das war nicht seine Sache. Den Söldner würde er nichts anvertrauen vor allem nicht nachdem sie den Totlandstamm angegriffen hatten er hatte den "Kampf" gesehen, es war ein Hinterhalt gewesen einige waren Gefallen noch bevor sie eine Waffe ziehen konnten...
Was seine Sache war: dass diese Angelegenheit zu gefährlich geworden war, um sie unbeaufsichtigt zu lassen. Für die Insel. Für die Stämme. Und von allen, die er hätte schicken können, waren die meisten entweder zu neugierig oder zu unachtsam, um hier zu stehen, ohne dass er sich sorgte.
Also blieb er selbst. Auch etwas das er noch klären musste er konnte nicht einfach bleiben nicht auf Dauer...
Er hob wieder den Blick.
„Zu den Artefakten…“
Ein Moment der Sammlung, dann fuhr er fort.
„Bevor wir alles zusammenwerfen, was wir wissen: Wissen hier alle, woher sie stammen – und weshalb sie als gefährlich gelten?“
Noch bevor jemand antworten konnte, ergänzte er ruhig:
„Es soll mindestens neunzehn davon geben. Relikte aus dem Krieg – aus der Zeit des ihr nennt es Axtfalls. Bevor die Stämme zu Stämmen wurden.“
Dann schwieg er und ließ den Blick über die Runde gehen. Prüfend, abwartend. Ob alle folgen konnten. Ob noch grundlegende Fragen offen waren.
Die Priesterin hatte entschieden, den Gästen – den Fremden, die nun Freunde genannt wurden – zu vertrauen.
Torukgar tat es ebenfalls.
Dann sieht er abwartend den Rest an ob alle ihm Folgen konnten oder noch fragen der allgemeinen Art vorhanden waren, die Priesterin hatte beschlossen den Fre... Gästen und Freunden zu trauen, er würde es auch tun mit mehr bedacht und sei es nur um nicht noch mehr Verwirrung zu erzeugen...
RE: nach dem RnA 2 (ein Intime- Versuch)
in Die Insel der Hoffnung - intime Gespräche 07.01.2026 20:00von Wieland • 1.194 Beiträge
Wieland wandte sich an die Priesterin, "Papier wird nicht das Problem sein, ich habe noch einiges im Labor, und kann mir weiteres liefern lassen." Kein Handelsangebot, die Priesterin hatte einen Bedarf geäußert und Wieland konnte diesen Bedarf bedienen.
"Zu den Artefakten kann ich nichts beitragen, ich habe sie weder besorgt noch untersucht."
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